One year ago: Goodbye Stuggi. Hallo Hamburg.
One year ago: Goodbye Stuggi. Hallo Hamburg.

One year ago: Goodbye Stuggi. Hallo Hamburg. (What a ride.)

Facebook erinnert mich daran, dass ich heute vor einem Jahr wieder in Hamburg angekommen bin. Wenn ich so drüber nachdenke: What a ride.

Damals: Nach 5 Jahren toller Stiftungszeit in Stuttgart/Würzburg wieder zurück in der Stadt, die ich für mich zur Heimat erklärt hatte. Und wieder neu entdecken wollte. Den Aufbau der Heldenrat GmbH und die Wiederbelebung vieler alter Kontakte vor Augen. Statt Wohnung nun erstmals ein Haus mit Garten, von dessen Pflege ich keine Ahnung hatte.

Seitdem: Die ersten Monate gesundheitlich angeschlagen, trotzdem mit vielen großartigen (Wieder)Begegnungen und Ideen. Der Garten musste noch warten. Zum Herbst dann ging es los: Schöne Projekte für Unternehmen, Stiftungen, Gründungslabore, Demokratie-/Engagementprojekte und Frauenhäuser. Die Mischung so bunt wie die Themen: Change Management, Digitalisierung, Wirkung, Strategieentwicklung, Leadership, Lean Management. Lehraufträge zu Change Management und unternehmerischer Verantwortung. Unsere Veranstaltungsformate: Wine & Talk, Breakfast & Talk, Coffee & Talk. Wir reden gern und mögen’s dabei kulinarisch. Hoffentlich ganz bald wieder ganz real und nicht nur am Bildschirm.

Natürlich: Die Corona-Krise. Hat uns im Unternehmensumfeld getroffen, aber auch gleichzeitig mit der Durchführung von Online-Veranstaltungen und Trainings für virtuelle Moderation ein neues Geschäftsfeld beschert. Unsere sektorübergreifende Aufstellung hilft uns sehr, der dritte Sektor hält uns über Wasser.

Nicht alles läuft rund. Manche Ideen funktionieren nicht und müssen anderen weichen. Die Gründung einer Stiftung Zusammenhalt musste der ungeplanten zusätzlichen Geschäftsführung bei Common Purpose erstmal weichen. Die wiederum musste ich schweren Herzens aus gesundheitlichen Gründen wieder abgeben. res technica, ein lang gehegtes Nebenprojekt zu Technologischem Wandel & Gesellschaft, muss gerade warten. Und natürlich: Wir wollen noch näher an Unternehmen und deren nachhaltige Transformation ran. Und trotz vieler Erfolge müssen wir uns beim Thema Vertrieb weiterentwickeln. Darf man das sagen? Ja: An die wundervollen klugen Menschen in der Stiftung und die Möglichkeiten des Hauses denke ich oft.

Ganz nebenbei galt es, eine Stadt in ihrem Süden neu zu erkunden. Ihre Heidelandschaft und ihren Obstanbau. Ihre Laufstrecken im Wind und am Berg. Die Süder- und die Dove-Elbe. Ihre hässlichen Seiten in Harburg und ihre malerischen auf der Elbfähre und am Deich. Heidschnucken, Fachwerk und Reetdach. All das ist (auch) Hamburg. Man kann hier sogar gärtnerische Fähigkeiten erlernen, hab ich mir sagen lassen. Hamburg ist im Vergleich zu Würzburg zwar laut und schmutzig. Auch das darf gesagt werden. Wetter? Reden wir nicht davon. Das permanente Sommerferiengefühl fehlt. Und trotzdem sind wir gern hier. Immerhin nicht Berlin. Die Impulse, der Wind, die Vernetzung. Davon leben wir.

Soviel in einem Jahr. Und noch soviel liegt in der Zukunft. Zuversicht, Dankbarkeit und Demut sind die prägenden Gefühle. Alleine wäre das alles nicht möglich. Und vieles entwickelt sich ungeplant. Vom Wind haben wir in Hamburg eine Menge. Und der treibt einen manchmal in die merkwürdigsten Ecken. Die Segel bleiben gesetzt, kommt gern mit an Bord.

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Schreibt über Wirtschaft, Soziales und technologischen Wandel. Geschäftsführer Heldenrat GmbH in Hamburg. Trust me, I‘m a Chancemaker.

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