Discovery Phase für Agile Produktentwicklung — 3 Tipps aus der Praxis

Raluca Piteiu-Apostol
Nov 7 · 4 min read

Viele traditionelle Unternehmen haben bereits die Softwareentwicklung durch agile Methoden erfolgreich professionalisiert. EinDigital Product Development” Ansatz ist bedeutend für den Erfolg der digitalen Transformationsreise, egal ob es um die Optimierung der Prozesse in der Produktion, oder um eine Verbesserung der UX (User Experience) geht. Wichtige Schritte wie Discover, Design, Deliver, Deploy stehen im Mittelpunkt der Software Produktentwicklung.

Tipp 1: Durch Discovery Konsistenz schaffen

Kurz gefasst, hat die Discovery Phase als Ziel ein schnelles, kostengünstiges Prototyp zu erstellen mit dem Ziel, ein Konzept mit Endverbraucher und/oder Business Case zur Finanzierung zu validieren. Darauf aufbauend, geht es um das systematische Entdecken von Business Ziele (Product to market fit) und User Bedürfnisse (Problem — Solution fit) — diese Hypothesen sollten dann validiert werden. Diese sollen auf beiden Ebenen validiert werden — Business Case, aber auch ein Konzept mit Endverbraucher/User testen. Üblicherweise ist die Discovery Phase Teil einer End-to-End Lösungsstrategie, die bei der Entwicklung einer Softwarelösung immer auftaucht.

Warum ist die Discovery Phase so wichtig?

Vorteile einer systematisch durchgeführten Discovery Phase sind:

  • Stakeholder-Alignment und -Verständnis erreichen
  • Ideen finden und schnell validieren
  • Reduzierte Fehlerkosten
  • Vorschlag eines Produkts/Dienstleistung, das auf den potenziellen Markt den Benutzerbedürfnisse und der Geschäftsstrategie entspricht
  • Erstellen von realisierbaren Produktumfängen

Da die Discovery Phase so wichtig ist, sollten Sie sich Zeit nehmen und diese Phase gründlich durchspielen lassen. Das heißt aber nicht nur auf die Schlussfolgerungen von Experten zu warten, sondern aktiv in Dialog mit dem Beratungs- und Entwicklungsteam zu treten. Die Discovery Phase kann von ein paar Wochen zu ein paar Monate dauern, je nach der Komplexität des Themas. Bei Accesa führen unsere Fachexperten systematisch Diskussionsrunden durch und organisieren am Anfang der Umsetzung ein Discovery Workshop, um die Ergebnisse einer durchdachten Einschätzungsstrategie maximieren zu können.

Tipp 2: Design Thinking Ansatz anwenden

Innerhalb des Discovery Workshops legen wir gemeinsam fest:

  • Welche die Produktziele sind
  • Welche die Users sind (mithilfe von User Personas)
  • Mithilfe von User Journey Maps den Prozess abbilden und die Schmerzen und Probleme der Users identifizieren
  • Lösungen definieren, welche die Probleme der Nutzer ansprechen, aber auch die Geschäftsziele in Acht nehmen
  • Die Prioritäten für die Entwicklung definieren

Um dies zu erreichen, nehmen wir uns Zeit, mit unseren Kunden die Anforderungen klar zu definieren. In der Discovery Phase werden auch KPIs gemeinsam definiert, und als Controlling Instrument weiter im Entwicklungsprozess benutzt.

Nach den ersten Diskussionen werden der Projektplan, die Aufwandschätzungen und der Zeitumfang für die Implementierung vorbereitet.

Unser Discovery Workshop Ansatz in Kürze

Unser Ansatz lässt sich durch eine Kombination von Design Thinking, Lean Startup and Agile Entwicklung beschreiben.

In Accesa haben wir als Ziel maßgeschneiderte Lösungen zusammen mit unseren Kunden zu entwickeln. Dafür wenden wir Konzepte wie Fail Fast & Lean Approach an. Unser Team besteht in der Discovery Phase aus einem Business Berater(Business Analyst oder Product Owner), UI/UX Designer, Projektmanager und Technischer Berater. Von der Seite des Kunden nehmen am Workshop der Budgetverantwortliche, der Entscheidungsträger, ein Fachexperte und andere interne Interessenvertreter, teil. Idealerweise sind auch zukünftige Benutzer im Workshop vertreten. Als Ziele des Workshops nennen wir die Ideenfindung, diese Ideen schnell validieren, Produktdefinition und Roadmap erstellen. Alignment zwischen allen Kunden und Accesa Stakeholder ist daher sehr wichtig um ein erfolgreiches Produkt zu entwickeln.

Tipp 3: Stellen Sie sicher, dass Sie alle Fragen beantworten

Das Ergebnis der Discovery Phase ist das Minimum Marketable Product (MMP): Ein Produkt, das die Mindestanforderungen erfüllt, um am Markt Erfolg zu haben. Darauf basierend entwickeln wir die Idee iterativ weiter. Wir optimieren und testen die Idee so lange, bis die Daten dafür sprechen, das Produkt zu bauen. Ziel ist es, am Ende einer Discovery Phase, mehrere Antworte als Fragen zu haben.

Um zu überprüfen, ob die Discovery Phase klare Antworten für die weitere Softwareproduktentwicklung ergeben hat, haben wir eine Check Liste von 10 Fragen erstellt:

  • Haben Sie eine klare Vision für das Produkt?
  • Wenn ja, ist die Vision auf die Marktbedürfnisse abgestimmt?
  • Stellen Sie sicher, dass die End Idee das richtige Geschäftsproblem löst?
  • Haben Sie klare KPIs und Erfolgskennzahlen für das Produkt definiert?
  • Kennen Sie die Bedürfnisse der Benutzer?
  • Haben Sie den potenziellen Nutzen / den potenziellen Gewinn für das Produkt eingeschätzt?
  • Haben Sie einen Plan für Benutzertests ?
  • Wissen Sie, welche die Stärken des Produkts sind?
  • Haben Sie die Produkt-Roadmap definiert?
  • Benötigen Sie einen Prototyp zur Validierung?

Falls Sie alle Fragen positiv beantworten können, stellen Sie sicher, dass man am Ende dieser Phase sowohl eine zum Problem oder zum Markt passende Lösung als auch die Produkt KPIs definiert und validiert haben sollte.

Als Fazit, empfehlen wir Ihnen, dass Sie die wichtigsten Einflussfaktoren für das Erfolg des Discovery Workshops nicht vergessen: Ihre Investitionsbereitschaft, die richtigen Leute im Raum haben und die Benutzer miteinbeziehen.

Lesen Sie mehr über die Herausforderungen im Produktmanagement auf https://www.teamofone.eu/.

Raluca Piteiu-Apostol

Written by

Product Owner and Agile Business Analyst @accesa.eu

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