Ort und Wirkung

Chris Cornell, Stimme und Akustikgitarre, Kopfhörer.

Wehmut beim Blick aufs Rollfeld. 22 Stunden Aufenthalt in Brasilien, ein bisschen Schlaf in einem sündhaft teuren Stundenhotel im Flughafen.

“Inspiration is what you are to me. Inspiration love can see.”

Ich habe mich für Briefe entschieden. Der erste seit unserem Abschied ist auf dem Weg aus Buenos Aires. Beobachtungen, Empfindungen, manche indirekt mit unserer Vergangenheit verknüpft; aber keine Fragen. Ich weiß nicht, ob ich eine Antwort will. Ich weiß aber, dass ich keinen Kontakt nicht aushalte. So viel könnte ich sagen, aber neben mir ist Leere.

Ziehen wir nach Hamburg oder Berlin? In die Welt?

Flucht vor einer ungestellten Frage.

Komisch, was Orte bewirken. Berlin im Sommer, ich bin froh, dass ich hier bin. Trotzdem weiß ich nicht so recht, wohin mit mir. Also rausgehen, Situationen auf mich zukommen lassen.

Ich mag meinen leeren Schreibtisch. Laptop, Papiere, Mate. Ich bin auf der Durchreise, morgen früh mit dem Zug nach Köln. Ist Maria auch da? Wegen ihres neuen Jobs könnte das sein. Sie schreibt nichts darüber, bedankt sich aber für meine liebevollen Worte aus Peru.

Das passende Adjektiv.

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