Danke für die schnelle und ausführliche Antwort.
Dass die Stadtbau ein kommunales Unternehmen ist und nicht selbst die Ehrenamtlichen einsetzt, ist mir klar. Im Grunde spielt es diesbezüglich auch keine Rolle, zwischen Stadt und Stadtbau zu unterscheiden. Die Stadtbau erhält also Geld vom Staat für die Unterkunft von Flüchtlingen. Damit soll aber nicht nur die “Miete” abgedeckt werden, sondern die komplette Objektbetreuung finanziert werden. Es wäre folglich zu hinterfragen, ob durch die Einbeziehung von Ehrenamtlichen nicht schon bei der Objektbetreuung gespart werden konnte. (Ob Objektbetreuung außer Sicherheitsdienst, Reinigung, Hausmeister noch mehr beinhaltet, weiß ich nicht, wäre wieder journalistische Aufgabe). Dass die Ehrenamtlichen von der Stadt und nicht von der Stadtbau rekrutiert werden, spielt da weniger eine Rolle.
Das stand im Artikel: “Höhere Mieteinnahmen, Tilgungszuschüsse und die Unterbringung von Asylbewerbern nennt die Gesellschaft dafür als Gründe” für den mehr als verdreifachten Jahresüberschuss.
Zu fragen wäre also, welchen Anteil hat die Unterbringung von Asylbewerbern am Überschuss. Und, kommt der Überschuss ausschließlich Flüchtlingen zugute? Wäre ja richtig, denn dafür hat der Staat ja bezahlt. Oder wird da querfinanziert. Wenn ja, gehört das ja auch kommuniziert.
Dass ich hier ständig mutmaßen muss, liegt halt auch daran, dass das ME hier spärliche Informationen liefert.
Was den Lokaljournalismus betrifft: Das ME gibt sich bei globalen Themen durchaus kritisch, bei lokalen Themen spürt man aber häufig die fehlende kritische Distanz zum Objekt. Man kennt sich halt.
Ich spreche für mich, bin aber wahrscheinlich nicht der einzige, der das ME nur wegen der lokalen Berichterstattung liest.
Zum Konzertbericht. Das lässt sich in 2 Minuten erkennen, dass da passagenweise aus Wikipedia kopiert wurde.
Schöne Grüsse