John Oliver, (Lokal-)Journalismus und der verdammte Leserwille
MoniM
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Gute Zusammenfassung der gegenwärtigen Diskussion, doch wie sieht die Realität aus?

Zwei Beispiele aus dem ME von dieser Woche-und ich überfliege das Blatt nur beim Frühstück, aber immerhin zahlender Abonnent.

  1. Konzertkritik Saltatio Mortis incl. Hintergrund. Da wurden ganze Passagen aus Wikipedia kopiert. Zudem eh eine fragwürdige Kombo
  2. Zum heutigen Stadtbau-Artikel von Klaus Gast habe ich heute morgen diesen Leserkommentar abgeschickt. Also einfach mal nachgefragt und auch ohne den Wunsch veröffentlicht zu werden. Keine Antwort, nicht einmal so ein danke für ihr Interesse, aber das ist völliger Quatsch, den sie hier zum besten geben. Geschweige denn ein “wir haken da nach”…..

also zu 1.) dafür soll ich zahlen? und zu 2.) Sind das also die engagierten Lokaljournalisten, die “darauf vertrauen, dass sich die Menschen, für die wir schreiben, mit interessanten Themen auseinandersetzen, dass sie kontrovers diskutieren und Spannendes auf die Beine stellen.” — aber dann keine Reaktion bekommen.

Angefügt noch mein heutiges Schreiben:

Zitat ME:

“Der wird gekrönt von einem Jahresüberschuss in Höhe von 1,24 Millionen Euro nach 361 000 Euro im Jahr 2014.
 Höhere Mieteinnahmen, Tilgungszuschüsse und die Unterbringung von Asylbewerbern nennt die Gesellschaft dafür als Gründe. Der Umsatz kletterte von 15 auf 17,2 Millionen Euro.”

Kein Leserbrief, nur eine Frage.

Hallo,

der Umsatz ist also 2015 um 14,6% gestiegen; der Gewinn aber um 343%…..

Hätte ein Teil dieses Gewinns nicht den Flüchtlingen zugutekommen müssen?

Adäquate Sprachkurse, individuelle Förderung, Unterstützung usw..

Hier bedient man sich aber gerne der Ehrenamtlichen.

Würde ja den Gewinn schmälern, bezahlte, qualifizierte Mitarbeiter in die von der Stadtbau angemieteten Unterkünfte zu schicken.

Vielleicht liege ich ja falsch mit meinen Unterstellungen, aber darum wäre es erst recht eine interessante journalistische Aufgabe gewesen, in Erfahrung zu bringen, wie denn genau dieser enorme Gewinnsprung zustande gekommen ist.

Leserkommentar an Main Echo Autor Klaus Gast (klg) über main-echo.de

Artikel: www.main-echo.de/regional/stadt-kreis-aschaffenburg/art11846,4198416