Ein Gruß aus der Social-Media-Küche: So verwendet ihr 280 Zeichen richtig

Dass die Umstellung von Twitter auf eine höhere Zeichenzahl zu chronischer Schnappatmung im Feed führen würde, war klar. Man gab sich aber auch alle Mühe, dass es soweit kommt. Der erste Tweet von Jack Dorsey, CEO von Twitter, war nicht weniger als eine Katastrophe. Das zeigte zum Beispiel Caitlin Kelly, die seinen Tweet kürzte und damit seinen langatmigen Zweck praktisch ad absurdum führte.

Ich habe das Feature bereits vorab auf verschiedenen Kanälen testen können, hier eine kleine best practice für die neue Länge:

140 Zeichen isch over

140…

Da sitzt sie, ihr Mikro wandert von einer Hand in die Andere, ihr Blick schweift ab und an von links nach rechts. Ein bisschen verloren sieht sie dabei aus, als würde sie nicht dazugehören. Aber dann doch: eine Frage an sie. Ihre Antwort: Absolut souverän, hier und da schweift sie ein bisschen ab, mal links, mal rechts am Thema vorbei, aber nie soweit dass es negativ auffallen würde. Kurz danach ist alles wieder wie zuvor. Sie sitzt, lässt ihr Mikro wieder wandern und blickt von rechts nach links. Sie sieht den Anderen beim Diskutieren zu.

Es gibt auch nicht viel…

This is a response on people defending Russias President Vladimir Putin, after stating that the Molotov-Ribbentrop Pact (in Germany known as Hitler-Stalin Pakt) was a peacekeeping measure.

  1. The arguing about the Molotov-Ribbentrop Pact

I agree that there is a different view on the Molotov-Ribbentrop Pact in East Europe and Russia. While East European Countries think of it as one of the war triggers, Russian historians see it as an attempt to keep the peace. But when Putin is cited right, he is speaking of western historians “hushing up” the treaty nowadays. Actually, I haven´t heard a lot about the treaty…

Studenten wollen keinen Mindestlohn — sie brauchen ihn

Es ist ein wunderbares Bild das Katrin Albsteiger, MdB der CSU und ehemalige JU-Vorsitzende, über ihren Beitrag zum Mindestlohn angebracht hat. Sie sitzt da, gewohnt smart-casual gekleidet, und träumt über ihre Akten hinweg in die Leere des Raumes. Natürlich wäre es vermessen aus diesem Schnappschuss ihren Traum deuten zu wollen, aber vielleicht geht es ja um eine Welt ohne Mindestlöhne. Das bleibt natürlich reine Spekulation.

Mehr Aufschluss gibt da schon das darunter gesetzte Pamphlet, indem sie sich in alter Politikermanier selbst feiert. (http://bit.ly/1t16XSm) Nicht weniger als die Verhinderung des Mindestlohns für Studenten heftet sich die 30-jährige ans eigene Revers. …

und dabei viel über sich selbst verraten

Was? Wie? #Socialbeergame? Die Timelines der meisten Facebook-Nutzer füllen sich zurzeit schneller mit den Bier-Ex Videos, als deren Protagonisten ihre Gläser leeren können. Einfaches Prinzip: Einer trinkt, drei werden nominiert, der Erfolg ist eigentlich vorprogrammiert. Ebenso wie der reflexartige Widerstand der sich unter Social-Media Nerds breitmacht, die bereits zum Gegenangriff gegen die Unanständigkeit der biertrinkenden Facebook-Nutzer aufrufen und sich dabei fast lächerlichen machen, wäre es ihnen nicht so ernst.

Da wäre zum Beispiel der sportliche Mitt-20er der mit mir (Facebook-) befreundet ist. Er findet das #SocialBeerGame mindestens scheiße und um das alle gleich wissen zu lassen postet er das erstmal…

Warum Stars selbst bei Pädophilievorwürfen bevorzugt behandelt werden 

Zugegeben, wären die Anschuldigungen seiner adoptierten Tochter vor dem 24. Dezember veröffentlicht worden, der ein oder andere hätte wahrscheinlich noch einmal überlegt sich die Collectors-Edition von Woody Allen unter den Weihnachtsbaum legen zu lassen. Und trotzdem, es bleibt im hintersten Hinterstübchen des Kopfes doch die Stimme die sagt: « Aber seine Filme sind doch wirklich gut! » oder « Was geht mich denn an was der sonst macht?». Geht es um Stars, oder noch schlimmer Idole, sind unsere eigenen moralischen Grundsätze oft schneller vergessen als wir es uns wünschen.

Jetzt also Woody Allen. Nachdem die Filmwelt seit Jahrzehnten mit Roman…

Vor kurzem war es also soweit: Als erstes klassisches Medium strahlte die ARD ein Interview mit Edward Snowden aus. Das ist durchaus bemerkenswert, denn gemessen an dem derzeitigen Interesse der Öffentlichkeit arbeiten sich die etablierten Medien doch in einem nicht geringen Maße am Thema NSA und Abhörskandal ab. Und trotzdem, kaum jemand ohne Guy Fawkes Maske, kein Stammtisch, keine intellektuellen Zirkel, scheint daran interessiert zu sein, wie sich die Enthüllungen rund um den Whistleblower entwickeln. Frei nach Ronald Pofalla ist die Affäre für viele schon lange beendet, beziehungsweise war bisher noch gar nicht wirklich existent. …

René Bosch

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