
Ein kosmisches Liebeslied
Was löst dieses alte hebräische Liebeslied in dir aus? Die Antwort zu dieser Frage beschreibt deine Beziehung mit Jesus, und die Beziehung die du, (wahrscheinlich ohne wirklich darüber nachgedacht zu haben) dir vielleicht schon lange wünschst. Übrigens: am Schluss gibt es für die Männer unter uns einen kleinen “Bonus”!
Jesus — der Bräutigam. Die Kirche — seine Braut
In der Bibel wird Gott oft als Ehemann und sein Volk als Ehefrau beschrieben. Jesus bezeichnet sich selbst als Bräutigam und die Kirche als seine Braut — und spricht von einem kommenden Hochzeitsfest, in dem er seine wunderbare Braut, seine Kirche, heiratet. Ein Hochzeitsfest in dem die Kirche, sein Volk, wieder zu Gottes “Ehefrau” wird. Die Beziehung zwischen Gott und Mensch, einst zerbrochen, nun in vollkommener Einheit.
Als Christen warten wir mit unzähmbarem Verlangen auf dieses wunderbare Fest, ein kosmisches Hochzeitsfest als Vollendung der Geschichtsschreibung. Und wir sehnen uns mit jeder Faser unseres Lebens danach, unseren “Verlobten” endlich zu heiraten!
(Männer: ich weiß, das ist manchmal nicht so leicht zu schlucken. Geduld — am Schluss gibt es einen kleinen Bonus für uns!)
Ein antikes Hebräisches Liebeslied über Jesus und seine Kirche
Für Christen ist Jesus der Schlüssel zur Bibel. Wir lesen die Bibel immer aus dem Blickwinkel den wir dadurch, dass Gott uns sich selbst in Jesus offenbart hat, bekommen haben. Daher hat auch Apostel Paulus in der Bibel auf diesen Psalm (Psalm 45), auf dieses Liebeslied, Bezug genommen, um über Jesus zu schreiben (in Hebräer 1).
Dieses Liebeslied, Jahrhunderte vor Jesus verfasst, beschreibt die Beziehung zwischen Jesus und seiner Kirche — Gott der Vater als König, Gott der Sohn, Jesus, als Königssohn, und wir, die Kirche, als Königstochter, als Braut.
Jesus der Königssohn, der Bräutigam. Die Kirche die Königstochter, die Braut.
Hier ist dieses Liebeslied — lies es langsam, und lass es auf dich wirken. Danach möchte ich den Frauen unter uns drei Fragen und den Männern unter uns vier Fragen stellen!
Mein Herz ist erfüllt von schönen Worten, ein Liebeslied will ich dem König singen, denn meine Zunge gleicht der Feder eines begabten Dichters:
Du bist schöner als alle anderen Menschen. Voller Güte sind deine Worte. Gott selbst hat dich für alle Zeit gesegnet.
Gürte dich mit deinem Schwert, mächtiger Held, und zeige deine Herrlichkeit und Macht.
In deinem Glanz sollst du dem Sieg entgegenreiten, sollst für die Wahrheit, die Demut und die Gerechtigkeit kämpfen und du wirst siegreiche Taten vollbringen.
Deine Pfeile sind scharf und durchbohren die Herzen der Feinde des Königs. Dir unterwerfen sich die Völker und liegen dir zu Füßen.
Dein Thron, o Gott, steht für immer und ewig, die Herrschaft deines Reiches ist eine gerechte Herrschaft.
Du liebst das Recht und hasst das Unrecht, deshalb hat der Herr, dein Gott, dich gesalbt und das Öl der Freude über dich ausgegossen, reichlicher als über alle anderen.
Deine Gewänder duften nach Myrrhe, Aloe und Kassia. Aus elfenbeinverzierten Palästen erfreut man dich mit der Musik der Harfe.
Königstöchter stehen prächtig geschmückt da; an deiner rechten Seite steht die Königin, geschmückt mit feinstem Goldschmuck aus Ofir.
Höre mich, Königstochter, und nimm dir zu Herzen, was ich sage: Vergiss dein Volk und deine ferne Heimat, denn dein königlicher Gemahl freut sich an deiner Schönheit. Verehre ihn, denn er ist dein Herr!
Die Einwohner von Tyrus werden dich mit Gaben überschütten, reiche Männer werden deine Gunst suchen. Herrlich geschmückt wartet die Königstochter in ihren Gemächern, gekleidet in ein goldenes Gewand. In ihrem kostbaren Gewand wird sie dem König zugeführt, von ihren Brautjungfern begleitet, werden ihre Freundinnen zu ihr gebracht.
Unter Freudenrufen und Jubel ziehen sie in den Palast des Königs ein. Deine Söhne werden Könige sein wie ihr Vater, du wirst sie zu Herrschern über viele Länder machen.
Ich will deinen Namen ehren von Generation zu Generation, darum werden die Völker dich allezeit loben.
Drei Fragen an Frauen, vier Fragen an Männer
Die ersten drei Fragen sind für alle, egal ob du Mann oder Frau bist. Aber da ich ein Mann bin, habe ich für uns Männer am Schluss eine “Bonusfrage” dazugegeben!
- Als du dieses Liebeslied gelesen hast, hast du dich mit einer Person im Gedicht identifiziert? Oder warst du ein “Zuschauer”?
- Warum glaubst du ist das so?
- Welche Gefühle und Gedanken hat das in dir ausgelöst — warst du glücklich mit deiner Rolle in diesem Liebeslied, oder möchte ein Teil von dir vielleicht “mehr”, also, eine aktivere Rolle in der Hochzeit?
- BONUS — Für die Männer unter uns: macht dir der Vergleich mit einer Braut etwas zu schaffen? Wenn ja, was sagt das über das Bild von “Männlichkeit” in unserer Kultur aus? Und was sagt dieses Liebeslied über den Schöpfer aller Männer aus? Und über sein Bild von wahrer “Männlichkeit”?