Zum Erscheinen meines Buches “Mythos Fachkräftemangel” 2014 titelte die Wirtschaftswoche: “Es gibt keinen Fachkräftemangel”. WAS? Kann das sein? Seit 1984 steht der #Fachkräftemangel doch täglich omnipräsent in allen Medien — regional und überregional. Dann muss das doch so sein!

2017 legte ich im Interview noch eine Schippe drauf: „Fachkräftemangel ist ein Kassenschlager“. Meinungsforschungsinstitute verdienen sehr viel Geld mit Umfragen zum Fachkräftemangel. Die teuren Studien verbreiten sich nur mit reißerischen Schlagzeilen. Also werden Zahlen von Umfrage zu Umfrage dramatischer. “Mehr als 80 Prozent der Befragten führten als wichtigsten Beleg für einen herrschenden Fachkräftemangel den Rückgang an Bewerbungen an.” …


“Gründest du mit mir eine Firma?”, fragte mich Matthias Klopp 1998. Am 01.01.1999 starteten wir unsere erste Firma Knack die Nuss. Später gründete ich Gewinnovation, Sweet Souvenir, Miniwall, Askabit, Younect, cleverheads, Provotainment, Goforteam und Sharetrust. Die Basis war Knack die Nuss, mein erster Schritt ins Unternehmer-Sein. Ich hatte zugegriffen, als Matthias mich fragte.

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“Kommst du mit zur Audition?” Ich war ganz neu in den USA und ging in Phonix, Arizona zur High School. Ich war gerade auf dem Weg nach Hause zu meiner Gastfamilie als Amy mich ansprach. Ich kannte das Wort “Audition” nicht. Aber Amy war nett, und ich ging mit. Ich landete in einem riesigen Theater. Jede Schule in Phoenix hat große, professionell ausgestattete Theater. Auf der Bühne sprachen bereits viele Schüler für Rollen vor. Ich hatte mich kaum hingesetzt, da sagte Amy: “Und jetzt sprichst du für eine Rolle vor.” Ich hatte noch nie Theater gespielt und mein Englisch war richtig schlecht. Aber Amy war so nett und überzeugend. Ich ging auf die Bühne und sprach, was auf einem Zettel stand: “Ch, Ghrr, Argh.” So klang das. Wenig Englisch. Zum Glück. Am nächsten Tag hatte ich eine Hauptrolle. Ich spielte Dr. Einstein in “Arsen und Spitzenhäubchen.” Unter 1.000 Schülern sprach keiner den deutschen Akzent so gut wie ich. Das “Ch, Ghrr, Argh” ist der deutsche Akzent des deutschen Dr. Einstein und steht so im Skript. …


Immer lauter wird der Ruf nach digitalem Wandel. Können wir Wandel? Wollen wir Wandel? Wer will Wandel wirklich? Haben wir uns nicht prima eingenistet? Wer hat den größten Risikoappetit? Wer hat einen grenzenlosen Knall? Wer geht ‘all in’ wie beim Pokern? Sind wir dazu bereit? „Europa fehlt die Risikokultur für einen Tech-Boom. In Europa fehlt es eindeutig […] an Risikoappetit.”, meint Patrick Healy, Europa-Chef der Investmentgesellschaft Hellman & Friedman. Wächst unser Risikoappetit? Oder wünschen wir uns Wandel ohne Risiko?

Risikofrei bekommen Sie mein Buch ROCK YOUR IDEA geschenkt. Eine Liebeshymne auf Ideen für mutige Aufbrecher — prämiert mit dem Alternativen Wirtschaftsbuchpreis 2016. Ideenfitness ist Träumen und Anpacken, Spinnen und Umsetzen. Aktuell verschenken wir ROCK YOUR IDEA — Hardcover mit 120 Geschichten und 1.000 Fragen — Sie können es direkt hier bestellen. Humorvoll und unterhaltsam. …


Die meisten Ideen sind Schrott. Andere Ideen sind Sprungbretter zu nächsten Idee. Die wenigsten Ideen sind Diamanten. Auch nach 20 Jahren täglichem Ideenfitness-Training schmeiße ich die meisten meiner Ideen weg.

Aber ACHTUNG: Sie wissen NIE sofort, welche Ideen Diamanten und welche Schrott sind.

Oder sind Sie ein Hellseher?

Was sagen Sie zu einem Baby? “Oh, wie süß” oder “Kann weg, hat kein Potenzial”? Niemand sieht einem Baby sofort die Talente an, die es in sich trägt. Mit Zeit, Fürsorge und Training werden sie entdeckt und entwickelt. Niemand würde beim ersten Kontakt die Potenziale eines Baby bewerten. …


Immer mehr Menschen arbeiten in Teams. Die meisten Menschen sind keine Einzelkämpfer, und Teams können zusammen große Projekte stemmen. 76 Prozent aller deutschen Startups bauen ihr Unternehmen als Team auf laut dem Deutschen Startup Monitor 2016. Das niederländische Unternehmen Buurtzorg, ein Anbieter ambulanter Pflege, hat gar kein Management und deren mehr als 10.000 Mitarbeiter organisieren ihre Arbeit in Tausenden Teams selbst. Die Berliner Startups Blinkist und Einhorn praktizieren Holakratie und übergeben ihren Mitarbeitern mehr Aufgaben und Verantwortung in Teams, statt eine hierarchische Ordnung aufzubauen. 2013 waren in Deutschland 580.000 Vereine registriert, siebenmal so viele wie vor 50 Jahren laut dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft. Es gibt also 580.000 …


“Wir sind aufgrund der NICHT zahlenden Patienten erfolgreich.” UMDREHEN. 70 Prozent der Patienten werden kostenlos operiert. 39 Millionen Menschen weltweit sind blind. Grauer Star ist die Ursache für die Hälfte aller Blindheitsfälle. Eine zehnminütige Operation kann den Grauen Star heilen, doch viele Menschen haben dafür kein Geld. Dr. Govindappa Venkataswamy beobachtete fasziniert die standardisierten Prozesse in Fast Food Restaurants. ÜBERTRAGEN. Was wäre, wenn die Operation vom Grauen Star so standardisiert, schnell und gut wäre? Er gründete Kliniken, die auf eine einzige Operation spezialisiert sind. Während ein indischer Augenarzt im Schnitt 400 Fälle von Grauem Star im Jahr behandelt, bringen es seine Spezialisten auf 2600 Operationen. Die Qualität der Eingriffe gilt als erstklassig. Die Qualität kommt von der Übung seiner Ärzte. Um wie am Fast Food Fließband zu operieren, zahlt die Mehrzahl der Patienten nichts. Reiche Patienten kommen wegen der hohen Qualität. Diese 30 Prozent der Kunden zahlen auch für 70 Prozent arme Patienten. Die Standardisierung der Abläufe sind vom Burger-Restaurant ÜBERTRAGEN. Mehr OPs bringen mehr Knowhow, Erfahrung und Qualität. STEIGERN. Keine Exklusivität für reiche Patienten. STREICHEN. …


„Jedes Unternehmen ist hinter stabilen Mauern versteckt, damit Wind und Wetter draußen bleiben. Diese Fassaden, Mauern, Büro- und Fabrikgebäude haben ungewollt auch eine andere Wirkung: Sie machen Unternehmen unsichtbar mit allem, was sie Tolles leisten. […] Der Mensch ist ein Sinneswesen. Was er nicht wahrnimmt, bleibt versteckt und unsichtbar. Schlimmer noch: Das gibt es für ihn nicht.”, schreibe ich in Mythos Fachkräftemangel.

Unternehmen müssen sichtbar werden. Erlebbar. Relevant. Es gibt in Europa 23 Millionen Unternehmen. Warum sollte ein Mensch bei Ihnen arbeiten? Was zeichnet Sie aus? Wie finden Fachkräfte Ihr Unternehmen? Ein Volltreffer unter 2.500 …

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Martin Gaedt

Entrepreneur. Author. Keynote Speaker. Provotainer.

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