Still, still, still…
Mit dem passenden Titel zur (Vor-/Nach-)Weihnachtszeit melde ich mich wieder zurück. Lange Zeit war’s still hier und einige Blogpost-Ideen sind zwar in meinem Kopf herumgegeistert, aber wurden nie in Worte gegossen.
Warum?
Nun ja, einerseits ist der Vorweihnachtsstress ein gutes Argument, andererseits ist es in den letzten Monaten bis auf die Präsenzzeiten sehr ruhig beziehungsweise von Anfang an gar nicht so richtig laut in und um das Studium geworden. Klingt vielleicht unglaubwürdig, ist aber so. Aus diesem Grund kann ich meiner Kollegin Claudia Jakobi in ihrem letzten Blogpost nur zustimmen, dass man schon fast vergessen hätte können, dass man ja eigentlich studiert.
Ein wenig wie aus dem Nichts, hat sich das kurz vor Weihnachten aber auf einen Schlag geändert. Termine für Lehrveranstaltungen häufen sich, die To Do’s werden plötzlich wieder mehr und der Stress wird, eigentlich nur mehr knapp 5 Wochen vor dem offiziellen Ende des dritten Semesters, deutlich spürbar. 3 bis 4 Hangouts die Woche werden uns, #COS14, ab Jänner 2016 noch ordentlich zu tun geben und unsere “Frei”-zeit wieder so richtig füllen.
Um nach einer langen Einleitung aber auch zu einem spezifischen Thema zu gelangen, möchte ich vom letzten Hangout zum Thema Organisationskommunikations- und PR-Forschung sowie zu den aktuellen Fragen der Online-PR mit Thomas Pleil berichten. Leider konnte ich aufgrund einer Weihnachtsfeier nicht live dabei sein, war aber sehr froh es kurz danach nachschauen zu können.
Aktuelle Fragen der Online-PR
Laut Thomas Pleil (und seinem, gemeinsam mit Ansgar Zerfaß verfassten Buch) ist strategische Online-PR jegliche “gesteuerte Kommunikationaktivität im Internet, die der internen und externen Handlungskoordination mit Stakeholdern und der Interessenserklärung dient“. Als eine der Grundlagen der Online-PR nannte Thomas Pleil die Netzwerkgesellschaft von Manuel Castells, die mich gedanklich wieder in die Medientheorien-Lehrveranstaltung in meinem Bachelorstudium zurückgebracht hat. Auch seine Ausführungen zum vormedialen Raum und der Möglichkeit als Unternehmen relativ direkt mit seinen Stakeholdern zu kommunizieren, haben in mir Erinnerungen an bereits Gelerntes geweckt.
Vereinfacht dargestellte Organisationsprinzipien, die er im Web beobachtet, sind unter anderem Kommunikations- und Informationsströme (z.B. Twitter), weiters (Informations-)Pakete (z.B. Microsites), Orte oder Transportwege.
Besonders spannend, als Alternative zu Push- und Pullkommunikation, fand ich die Netzwerkorientierte Kommunikation bei der sich Informationen durch bestimmte Netzwerkeffekte verbreiten. Diese ist aus Unternehmens- beziehungsweise Absendersicht schwer steuer- und beeinflussbar.
Auch seine Ausführungen zur Modell- und Strategieentwicklung waren extrem interessant. Dass Online- und Offlinestrategien Hand in Hand gehen müssen und nicht getrennt voneinander betrachtet oder entwickelt werden müssen, ist in vielen Unternehmen (noch immer) nicht klar. Das beginnt im Journalismus, wo immer noch Medienunternehmen ihre Offline- und Onlineauftritte streng trennen, und setzt sich in anderen Unternehmen fort, wo oftmals getrennte Abteilungen bestehen und nicht zusammengearbeitet wird.
Marketing, PR, Kommunikation, Content-Strategie und das Zusammen- und Wechselspiel beziehungsweise die Differenzierung — ich könnte die Inhalte der Vorlesung mit Thomas Pleil, die noch viel mehr als das bereits Erwähnte zu bieten hatte, noch zeilenlang weiter behandeln, wende mich aber schlussendlich noch weiteren Lehrveranstaltungen zu und nutze die freie Zeit, um den stressigen Dezember etwas aufzuarbeiten.