Amazon will Provisionen für Affiliates drastisch kürzen

Amazon wird die Affiliate-Provisionen in seinem Partnerprogramm drastisch kürzen — vorerst einmal in den USA. Das dürfte vielen Firmen und Einzelunternehmern starke Einbußen bescheren.

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Auf den ersten Blick scheint es, als würde Amazon in der Coronakrise mächtig profitieren: Die Aktie des E-Commerce-Riesen hat zuletzt Rekordniveau erreicht, der Konzern muss aufgrund der rasant gestiegenen Nachfrage Produktauslieferungen priorisieren und stellt derzeit zehntausende neue Mitarbeiter ein. Umso erstaunlicher ist daher die drastische Kürzung der Provisionen für Affiliates, die Amazon jetzt in den USA angekündigt hat.

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Laut einem Schreiben Amazons an die Teilnehmer seines Partnerprogramms, das CNBC vorliegt, sollen die Affiliate-Provisionen ab dem 21. April zusammengestrichen werden. In einigen Kategorien bricht der Anteil, den die Affiliate-Partner pro vermitteltem Kauf erhalten, um mehr als die Hälfte ein.

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Neue Affiliate-Provisionen bei Amazon in den USA. (Screenshot: t3n.de/Amazon)

Für die direkte Vermittlung des Verkaufs eines Möbelstücks etwa schüttet Amazon dann nur noch drei statt wie bisher acht Prozent des Verkaufspreises aus. Bei Kopfhörern oder Schönheitsprodukten geht es von sechs auf drei Prozent runter. Mehrere weitere Produktgruppen müssen ebenfalls starke Rückgänge hinnehmen — bei bisherigen vier bis 5,5 Prozent streicht Amazon die Provisionen auf jeweils ein oder drei Prozent zusammen.

Amazon hat die kommenden Änderungen gegenüber CNBC bestätigt, allerdings nicht den Grund dafür nennen wollen. So ist weiter unklar, ob Amazon die Ausschüttungen an seine Affiliate-Partner wegen erwarteten Gewinnrückgängen kürzt, oder ob die Kürzungen schon länger geplant waren. Ebenfalls unklar ist, ob und in welchem Umfang die Rückgänge der Provision auch in Deutschland kommen werden.

Amazon-Partner fürchten Einnahmeausfälle Anzeige

Klar ist derweil, dass in den USA jetzt viele kleinere und größere Unternehmen sowie Website-Betreiber vor massiven Rückgängen ihrer Einnahmen stehen. Ihre Enttäuschung über die zusammengestrichenen Provisionen luden viele Nutzer in entsprechenden Reddit-Foren oder via Twitter ab. Allerdings hatte Amazon schon vor einigen Wochen große Medienfirmen darüber informiert, dass man die mit ihnen ausgehandelten besonderen Affiliate-Verträge auflösen werde. Auch Rivale Walmart hat schon Änderungen an seinem Partnerprogramm vorgenommen.

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CEO Digital Marketing Schweiz, Digital Marketing Entrepreneur, National & International PR, http://samplecic.ch

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