Ein Vierteljahrhundert

Was ich in 25 Jahren gelernt habe

Heute ist mein Geburtstag. Ich bin nun 25 Jahre alt. Ein Vierteljahrhundert. Klingt irgendwie nach einer ganz schön langen Zeit. Ich habe mir ein paar Gedanken darüber gemacht, was ich in den letzten (oder ersten?) 25 Jahren meines Lebens gelernt habe. Gedanken, die ich meinem jüngeren Ich mitteilen würde, würde ich es treffen. Einige Gedanken klingen evtl. nach 0815-Kalendersprüchen, allerdings habe ich in den letzten 25 Jahren gemerkt, dass solche Sprüche oft einen Funken Wahrheit enthalten.

Vergleiche dich nicht mit anderen

Es ist Quatsch, sich mit anderen Menschen zu vergleichen. Das ist die Wurzel allen Übels! Sich ständig mit anderen zu vergleichen macht einfach unglücklich und unzufrieden. Es ist okay, noch an Dingen, an sich selbst, arbeiten zu wollen, aber damit haben andere nix zu tun. Sei einfach die beste Version von dir selbst, das ist vollkommen genug.

Hat XY in einem Jahr noch Relevanz?

Wenn etwas in einem Jahr keine Relevanz mehr hat, versuche ich, mich deshalb nicht zu ärgern, zu stressen oder mir zu viele Gedanken zu machen. In einem Jahr sieht alles völlig anders aus!

Wähle dein Umfeld mit Bedacht

Menschen kommen und gehen und das ist auch okay. Nicht alle Menschen haben für immer Platz in unserem Leben. Leute, mit denen wir unser Leben verbringen, beeinflussen unser Leben. Ich habe mich in den letzten Monaten von einigen Leuten getrennt, weil sie mein Leben negativ beeinflusst und mich runtergezogen haben. Es ist okay, sich von Menschen zu trennen.

Es ist okay, nach dem Abitur noch keine Ahnung von seiner Zukunft zu haben

Man muss nicht schon mit 16 oder 18 wissen, was man später mal wird. Man arbeitet so lange in seinem Leben, dass man sich gut überlegen sollte, welchem Beruf man so viel Energie und Zeit widmet. Es ist okay, sich erst einmal zu finden, zu reisen, ein FSJ zu machen. Mir hat ein freiwilliges soziales Jahr unheimlich auf meinem Lebensweg geholfen.

Love yourself!

Manche verwechseln das vielleicht mit Egoismus, dabei ist Selbstliebe der wichtigste Schlüssel zu einem selbst. Man darf sich auch mal an die 1. Stelle setzen und zuerst das tun, was für einen selbst das Beste ist. Die Beziehung zu einem selbst ist die längste und intensivste die man hat, man sollte sie pflegen.

Statt über die Makel meiner Beine zu meckern, möchte ich lieber das sehen, was sie für mich tun: Sie tragen mich jeden Tag durch meinen Alltag!

Es ist egal, was andere denken

Es ist vollkommen egal, was andere über einen denken. Man wird niemals die gesamte Menschheit auf seiner Seite haben und das ist auch nicht nötig, solange man selbst guten Gewissens in den Spiegel gucken kann. Man sollte sein eigenes Leben leben, nicht das der anderen.

Arbeit und Geld sind nicht alles

Ja, Geld erleichtert das Leben ungemein. Auch die Arbeit ist nicht unwichtig. Allerdings sind Geld und Arbeit nicht alles. Ein Job, der einen unglücklich macht, eine Arbeit, die einem morgens Bauchschmerzen bereitet kann nicht das Ziel des Lebens sein.

Wir haben nur das Jetzt

Wir haben zum Leben nur das Jetzt. Die Vergangenheit kann ich nicht mehr beeinflussen, genauso wenig kann ich sichere Zukunftsprognosen machen. Zum wirklichen Handeln hat man nur das Jetzt, deshalb ist es sinnvoll, bewusst und achtsam zu leben. Alles andere ist Zeitverschwendung.

„Brauche ich das wirklich?“

Kann ich die Frage mit „Nein“ beantworten, dann lasse ich es. Ich möchte nicht im Überfluss leben und möglichst nur Dinge kaufen, die ich brauche.

Ausruhen is nicht Faulheit

Es ist okay, auch mal gar nichts zu zun. Es ist nicht Faulheit, wenn man sich ausruht und sich einfach mal sammelt und ein paar Tage alles liegen lässt. Danach hat man umso mehr Energie!

Sei nett!

Es ist schön, zu teilen, zu lächeln und anderen zu helfen. Manchmal ist es so einfach, anderen Menschen eine Freude zu machen. Das sollte man umsetzen, wenn sich die Gelegenheit dazu bietet.

Dein Körper braucht Nahrung

Dein Körper braucht und verdient Energie. Unabhängig vom Gewicht, unabhängig davon, wie viel du gestern gegessen hast oder wie wenig du dich bewegt hast. Dein Körper verdient das Beste und braucht Nahrung.


Ich freue mich auf die nächsten 25 Jahre Jahre meines Lebens. Ich bin dankbar für all das, was ich bin und habe. Für meinen Mann Oguz, für meine Familie, meine Freunde, meine Arbeit, für jeden Tag, an dem ich sicher und gesund morgens aufwache. Für gutes Essen, tolle Konzerte, für schöne Worte, für Sommerregen und für interessante Gespräche, die ich mit noch interessanteren Menschen führen darf.

Ich hoffe, ihr hattet alle einen schönen Tag!

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