Fuck off, Pitches!
Nicolai Goschin
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Sehr guter und lesenswerter Text. Und das für lau :)

Wir haben letztens eine Anfrage von einem der grössten Flughafen in Deutschland bekommen, um eine App für diese zu bauen. Auch hier war klar, dass etliche Unternehmen angeschrieben wurden. [Eigenwerbung an] Disclaimer: Wir machen seit 2015 keine Apps mehr, sondern stellen nur noch Entwickler für Agenturen und Softwareunternehmen bereit @YUHIRO.DE [Eigenwerbung aus]

Irgendwas muss der Mitarbeiter, der damit beauftragt wurde, ja auch machen. Also schreibt er/ sie erst mal zig Firmen an und Bittet diese Angebote anzufertigen.

Ich mache bei diesen Ausschreibungen grundsätzlich nicht mehr mit. Das mache ich eigentlich bei jeder Anfrage die nach “Massenmailing” aussieht. Und wenn überhaupt gibt es nur eine kurze Antwort, mit der Nachfrage zu einem näheren Austausch.

Warum sollte man sich mehr Mühe geben für das Erstellen des Angebots, als für die Mühe der Anfragenerstellung durch den potenziellen Kunden?

Das Problem ist halt: Es gibt genug Agenturen welche bereit sind, riesige Angebote zu schreiben, ohne dafür eine Remuneration zu erhalten.

Es wäre nur Fair und angebracht den Aufwand, der den Agenturen hierdurch entsteht zu bezahlen.

Wie Clint Lohmann bereits erwähnt hat. Die Gefahr ist da, dass sich das bei Software wiederholt. Glücklicherweise gibt es noch einen hohen Bedarf an Softwareentwicklungsdienstleistungen bei geringem Bestand an Entwicklern.

Die Ziele mussen zudem folgende sein:

  1. Der Kunde sollte die Agentur nicht einfach als “irgendeinen” Dienstleister sehen, sondern sollte bereits zum Start die Gewissheit haben, dass die Agentur die benötigten Dienstleistungen erbringen kann. Dementsprechend müssen die Website/ die Präsenz auf Medium/ Social Media Aktivitäten etc. so ausgerichtet sein, dass sich der Kunde bereits dadurch ein sehr gutes Bild machen kann.
  2. Die Agentur sollte zur “Haus-und-Hof-Agentur” werden: Im Beitrag wird die “Haus-und-Hof-Agentur” ein wenig im negativen Licht dargestellt. Das Ziel sollte es jedoch sein, eine solche Agentur zu werden. Nur so kann man sich vor “Pitches” schützen.

Anyways: Vielen Dank für Euren/ Deinen Beitrag hier. Macht schon nachdenklich manchmal was Leute alles für lau haben möchten, obwohl das Bewusstsein doch da sein sollte, dass solch ein aufwändiger Pitch viel Zeit benötigt (und Zeit ist ja bekanntlich Geld).

Viele Grüsse

Sascha Thattil