Klaus Maurischat (CEO GoMoPa.net): Zehn Argumente gegen Gold!

Klaus Maurischat (Vorstand Finanznachrichtendienst GoMoPa.net) über die zehn häufigsten Argumente gegen Investitionen in Gold!

Gold kann man nicht essen

Das Highlight der Antigold-Fraktion. Grundsätzlich ist das Argument sachlich nicht richtig, denn unter der Zusatzstoffnummer E175 ist Gold als Nahrungsmittelzusatz zugelassen und das bedeutet wiederum, Gold kann auch gegessen werden.

In jeder Krise, in jedem Krieg bekamen Eigentümer von Sachwerten — und besonders leicht für Gold — Nahrungsmittel und überlebenswichtige Dinge. In diesen Situationen sind Papiergeld, Derivate und Schuldscheine wertlos und besitzen keiner Kaufkraft.

Für Gold jedoch kann man immer etwas kaufen. Wer einen kleinen golden Schatz sein Eigen nennt muss weder unter freiem Himmel schlafen, noch verhungern.

Gold erwirtschaftet keine Zinsen

Stimmt. Gold bringt keine Zinsen. Gold kostet aber auch keine Zinsen (Negativzinsen). Wer Zinsen einnimmt, bezahlt damit immer das Ausfallrisiko seines Schuldners. Wer physisches Gold besitzt hat keinen Schuldner.

Gold ist ein Wert ohne Ausfallrisiko. Und genau das ist der Sinn eines Goldschatzes. Physisches Gold gehört dem Besitzer.

Gold ist ein Spekulationsobjekt

Stimmt. Der Goldpreis schwankt. Deswegen sollte man sein Papiergeld nicht in Gold investieren sondern es in Gold sparen. Seit der Aufhebung der Goldbindung des US-Dollars 1971 oder der Einführung des € als Buchgeld 1999 steigt der Goldpreis grob im Schnitt p.a. um 8%.

Damit macht der Goldpreis genau das was er soll. Gold macht nicht reich aber es schützt vor einem Totalverlust seines Vermögens.

Man sollte sein Geld in Gold sparen, aber eben nur den Teil, welchen man erübrigen kann und nicht kurzfristig braucht, wenn das Auto defekt ist. Gold erhält langfristig die Kaufkraft. Nicht mehr aber eben auch nicht weniger.

Legen Sie maximal 5–10% Ihres Vermögens in Gold an

Quatsch! Jeder muss sein Goldinvestment auf die persönliche finanzielle Situation zuschneiden. Haben Sie viele Sachwerte wie Immobilien usw., dann reicht ein geringer Goldanteil im Portfolio. Haben Sie nur Papierwerte und Ansprüche aus Lebensversicherungen und Sparguthaben, dann ist ein höherer Goldanteil empfehlenswert.

Gold verursacht hohe Lagerkosten

Eine Zigarettenschachtel aus reinem Gold wiegt über zwei Kilo und hat einen Wert von über 70.000€. Gold vereint großen Wert auf kleinem Raum.

Ein Schließfach bei einer Bank kostet je nach Größe und Bank zwischen 40 und 100 € im Jahr. Für jedes Aktien-Depot bezahlt man Gebühren für Kauf/Verkauf. Bei jedem Fonds bezahlt man den Verwalter. Bei jeder Immobilie bezahlt man die Grundsteuer. Nur bei Gold sind die Lagerkosten schlimm? Entscheiden Sie selbst.

Gold führt zu An- und Verkaufsverlusten

Stimmt. Aber nur wenn man es absolut idiotisch anstellt. Je kleiner die Stückelung desto größer ist jedoch der Unterschied zwischen dem An- und Verkauf.

Haben Sie jeden Monat 100,- € übrig? Kaufen Sie Gold, am besten in einer Stückelung von ¼ Unze. Diese Stückelung können Sie in Krisenzeiten am besten verwerten — aber sie ist natürlich auch teurer.

Natürlich könnten Sie von einem gekauften 1KG Goldbarren auch das in der Krise benötigte Gewicht abtrennen — werden aber Probleme haben es zu verkaufen. ¼ Unze (Wert zirka 320,- €) ist genau die richtige Größe um auch in Krisenzeiten liquide zu sein.

Gold ist altmodisch

Mag sein, aber was sich als Wertaufbewahrungsmittel Jahrtausende bewährt hat kann deshalb nicht unbedingt falsch sein. Haben Sie den Mut bei Ihrer Geldanlage ein bisschen altmodisch zu sein.

Der Goldpreis wird manipuliert

Der Goldpreis wird heute hauptsächlich durch die Terminmärkte bestimmt. Auf 1 Unze physisch vorhandenes Gold kommen ca. 300 Papierunzen und Lieferansprüche, die real überhaupt nicht existieren.

Schon immer haben die, die das Monopol hatten zu bestimmen was Geld ist, versucht den Goldpreis zu beeinflussen.

Im Mittelalter wurde der Goldanteil der Münzen gesenkt. Später die Bindung des Papiergeldes an Gold aufgehoben. Gold wurde verboten, besteuert und verteufelt. Es hat sich immer und immer wieder durchgesetzt. Man kann eben auf Dauer keinen Preis künstlich unten halten oder nach oben pushen.

Gold ist totes Kapital

Stimmt. Gold macht nichts. Es investiert nicht. Es fördert nichts. Es ist unpolitisch. Es liegt nur rum. Es liegt nur rum und hält seine Kaufkraft. Ich empfinde das als Vorteil und nicht als Nachteil.

Gold kaufen ist gefährlich — Fälschungen

Quatsch! Man kann sich leicht schützen. Kaufen Sie bei Edelmetallhändlern in Hartplastik eingeschweißte Goldbarren — und Sie können sicher sein, echte Ware erworben zu haben.

Natürlich können Sie sich auch Testgeräte anschaffen, die jede Fälschung entlarven (auch Wolfram!).

Sichere Methoden:

a) Überprüfung elektrische Leitfähigkeit

b) Überprüfung Magnetwaage

c) Überprüfung der Ultraschallgeschwindigkeit

Links zum Thema:

Warum ist Gold so mächtig?

Vorsicht — Gold Fake Shops!

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