Dinge über die man sich gerne aufregt

…. aber es muss ja nicht sein und eine veränderte Hormonlage wirkt manchmal Wunder, so dass man sich abregt und froh ist, im Zorn keine Tatsachen geschaffen zu haben, mit denen man nachher keine Lust hat umzugehen.

Besonders nachts, wenn die Angst regiert freue ich mich über die Aggressionsabenteuer, die ich nicht erlebt habe, auf diemich mich nicht eingelassen habe.

Vielleicht ist zu Zeiten eine gewisse Appetenz da, wie ich gerne diesen Begriff aus der Verhaltensforschung übernehme. Es gab eine Zeit, ich glaube so um die 5. Klasse herum. Da wollten wir alle Verhaltensforscher werden und Konrad Lorenz war unser Held. Warum die Jungs an der Schwelle zur Pubertät das gerne wollten, oder mit beiden Beinen schon drin: ich weiß es auch nicht. Oder war es, weil wir merkten, dass die Biologie bei uns das Ruder übernimmt? Auf einer tiefen Schicht, die um so lieber an die Oberfläche treten wollte: und darum danm die Diskusionen über das Verhalten von Hunden und Gänsen und -nee echt jetzt: was uns total faszinierte war der Bienentanz und dieser Typ, der den entziffert hat.

Und ich damals mit meinem Aquarium: Guppys züchten und Kampffische. Wobei die Kampffische ganz bestimmte Bedingungen brauchten um ihr Schaumnest zu bauen und i Ruhe zu kopulieren.

Temperatur, PH-Wert, Pflanzendecke an der Wasseroberfläche: da konnte der Pubertierende seine Energie reingeben, über die Ratio etwas Animalisches auszuleben versuchen. Und teilweise hat’s ja auch geklappt und dümmer bin ich nicht davo geworden.

Bis das dann lächerlich gemacht wurde, oder vielleicht auch der Zusammenhang hergestellt wurde beim Besuch im Hause eines Freundes, der schon mal mit Mädchen geknutscht hatte, also ein Eingeweihter war zu dem ich aufschaute: “Hattest du denn schon mal ‘ne Freundin? Ach nee. Du hast’s ja mehr mit den Fischen.” Wobei er den Nagel auf den Kopf traf, was naturgemäß weh tat. Und dafür hasste ich ihn. Der bekam später Bauchspeicheldrüsenkrebs, was aber wohl nichts mitmeinem Hasszu tunhatte.