Warum nicht wie eine Rockband arbeiten?


In der Agenturwelt hatte man früher ja das Gefühl viel Rock ‘n’ Roll zu machen. Heutzutage hat man eher das Gefühl mit Garageband so zu tun, als würde man Rock ’n’ Roll machen.

Beides macht Spaß, aber irgendwie ist es befriedigender in einer richtigen Band zu spielen, als einfach nur astreine Musik mit allen technische Finessen zu machen.

Woran liegt das wohl?

Zum einen ist da die Interaktion. In einer Band wird mein Riff von verschiedenen Seiten aufgenommen verbessert, ergänzt, mit verschiedenen Instrumenten und Gesang ganzheitlich rund gemacht. Das kann man mit Garageband zwar auch machen, aber was fehlt ist die Dynamik, die bei einer echten Band entsteht. Und damit auch die Qualität.

Als Keith Richards irgendwann in den Siebzigern aufgehört hat ernsthaft mit Mick Jagger zu sprechen, geschweige denn Musik zu machen, war es um die Musik geschehen. Viel verkauft haben sie danach zwar immer noch, aber ein Klassiker ist keiner mehr entstanden.

Zuviele Spezialisten und Nischen haben zuviele Silos in den Agenturen aufgemacht, die Mitarbeiter oft daran hindern richtig miteinander zu spielen. Die gute, alte Jam Session wird heutzutage gerne per email ausgetragen. Dynamik keine Spur. Stattdessen Frustration, wenn der Refrain nicht zur Strophe passt und das Tempo vom Bass nicht den Drums folgt.

Man braucht mehr Rockbands in den Agenturen, die die Musik machen. Kleine Einheiten, die alles mitbringen, um einen großartigen Song zu schreiben bzw. eine großartige App zu entwickeln oder eine Kampagne zu erschaffen.

Rockstars brauchen wir dagegen nicht, aber Rockbands wären schon cool.

Ausserdem, wer möchte nicht in einer Rockband spielen?

It’s only rock’n’roll, but I like it.