Paul Felberbauer
Jul 5, 2016 · 3 min read

Für das Schreiben von Seminararbeiten und wissenschaftlichen Arbeiten verwendete ich bis jetzt immer klassischerweise MS Word und speicherte sie zur Datensicherung in der Dropbox. Irgendwie fühlte ich mich damit immer eingeschränkt, vor allem das umständliche Teilen eines Zwischenstands an Betreuer/innen war umständlich. Dafür speicherte ich eine Kopie mit Datum und Uhrzeit ab, damit ich Änderungen und Kommentare später nachvollziehen konnte. Da wir im Zuge meine COS Studiums für die meisten Arbeiten bereits Google Docs verwenden, entschloss ich mich, meine letzte Semester-/Projektarbeit ebenfalls damit zu verfassen.

Meine Erfahrungen mit Google Docs mit all seinen Möglichkeiten und Einschränkungen habe ich anhand einer Pro-/Contra-Liste festgehalten.

Pro wissenschaftliche Arbeit in Google Docs

  • Schreiben wo du willst — am Rechner in der Arbeit, am Mac Book im Wohnzimmer oder am iPad im Garten — mit Google Docs geht’s.
  • Das Teilen des aktuellen Dokuments via Link an Betreuer/innen ist sehr einfach.
  • Falls du unabsichtlich Passagen gelöscht hast, kannst du sie mit Hilfe des Überarbeitungsverlaufs einfach wiederherstellen.
  • Nach dem Teilen der Arbeit mit den Betreuer/innen kannst du einfach weiterarbeiten, da sie immer die aktuelle Version sehen.
  • Die Exportfunktion als EPUB-Datei ermöglicht einfaches Lesen am e-Reader und auf mobilen Endgeräten.
  • Deine Betreuer/innen und Korrekturlesenden können Kommentare und Änderungsvorschläge einfach direkt in dein Dokument einfügen.

Contra wissenschaftliche Arbeit in Google Docs

  • Es gibt keine Möglichkeit ein Abbildungsverzeichnis automatisch zu generieren.
  • Die Durchnummerierung von Abbildungen, Tabellen und Referenzen funktioniert nicht.
  • Google Docs unterstützt keine Silbentrennung.
  • Die vorhandenen Formatvorlagen sind beschränkt und es gibt keine Möglichkeit weitere anzulegen (z. B. für Bildunterschriften).
  • Das Literaturverzeichnis muss händisch angelegt werden, was jedoch mit Hilfe von Zotero einfach möglich ist.
  • Google Docs hat einige Formatierungsschwächen, so kann die Größe der Bilder nicht exakt eingegeben werden oder es kann (so wie bei mir) bei bestimmten Schriftarten vorkommen, dass Aufzählungspunkte beim Speichern als PDF nicht die richtige Größe haben.
  • Für eine schöne Formatierung ist es oft notwendig Tabellen zu verwenden.
  • Das Verwenden von einzelnen Seiten im Querformat ist nicht möglich, da es keine Abschnittsumbrüche gibt.

Google Docs Geheimtipp: Scripte

Um die Formatierungsmöglichkeiten in Google Docs zu erweitern gibt es die Möglichkeit individuelle Scripts einzufügen. So habe ich ein Script zusammenkopiert das es mir z.B. ermöglicht, die Überschriften zu nummerieren (1., 1.1., …).

Anleitung: Gliederungs-Script in Google Docs

Um das Skript zu verwenden, muss es in jedes Dokument wie folgt eingefügt werden:

  1. Tools → Skripteditor …
  2. den gesamten Code im Editor durch den Code des Gliederungs-Scripts ersetzen
  3. Datei → Speichern → “Gliederungsskript” eingeben
  4. Skripteditor-Fenster schließen → ursprüngliches Dokument im Browser neu laden

Danach werden alle Überschriften mit den Formatvorlagen Überschrift 1/2/3 durch Aufrufen des Menüpunkts Gliederung → Aktualisieren automatisch durchnummeriert. Beim ersten Mal muss das “Gliederungsskript” mittels Weiter → Zulassen autorisiert werden.

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Servus Paul

Paul Felberbauer

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