Den Schritt weiter, als Top 10 Listen

Als Schweizer mit deutschsprachigem Reiseblog ist es schwer, einen sinnvollen Reisebericht zu Hamburg zu erstellen, welcher tiefer geht, als die einfache Top 10 Liste. Im ersten Reiseartikel zu Hamburg, St. Pauli pisst zurück, haben wir es versucht.


Hamburg pisst zurück ist ein weiterer Versuch, unserem Blog Kanten zu geben, wie sie selten in Reiseblogs zu finden sind. Der Artikel soll tiefer gehen und dir Reiselust vor allem mit einem wecken: Eine neue, eigene Perspektive. Dazu haben wir Leute auf der Strasse nach Meinungen gefragt, mit Einheimischen das Gespräch gesucht und zum Teil interessante Antworten erhalten auf die Frage, was den Ort, an welchem sie leben, so besonders macht.

…habe mir eben Euren Artikel durchgelesen, der mir total gefällt. Der Stil ist eigen, aber nicht komisch eigen, sondern einfach besonders. Damit hebt ihr euch von vielen Blogs ab!

Die Rückmeldung, welche wir per E-Mail erhielten, freute uns besonders. Wir wollen anders sein, wir wollen uns abheben!

Leider ist eigen sein oder sich von anderen Abheben, nicht gleichbedeutend mit gelesen werden. Im Falle des St. Pauli Artikels ist es halbwegs gelungen (vermutlich durch den provokativen Titel), trotzdem einige Leser auf das Blog zu locken.

Top 10 Listen bietet eine Garantie auf Klicks, Likes und Shares.

Links und Rechts türmen sich Erfolgsgeschichten von Bloggern oder Youtube-Sternchen, die ihren steinreichen Traum leben. Allzuviele Neu- und erfahrene Schreiberlinge lassen sich davon verleiten, den goldenen Krumen hinter dessen Fussstapfen zu folgen. Schade.

Wir (Reise-)Blogger dürfen unsere Wurzeln nicht vergessen. Wieso bloggen wir? Wieso haben wir unser Blog gestartet? Was wollen wir mit unserem Blog? Es war die Freude am Teilen, die Freude, mit Lesern in Kontakt zu treten, die Freude über jeden kleinen Kommentar und der Wille, dem Leser einen Mehrwert zu bieten.

Den Traum leben ist ok, sich dafür zu verkaufen — zweifelhaft.