7 Gründe, warum man ein Barcamp besuchen sollte

Ich befinde mich gerade von Graz aus auf dem Weg nach Wien zum barcamp.digital. Dort werde ich von 23. bis 25. September gemeinsam mit Irene Michl durch das #coscamp, also das Camp der Content-Strategen, führen und dabei auch den Master-Studiengang „Content Strategy“ der FH Joanneum in Graz repräsentieren. Warum ich mein Wochenende und die spärliche Freizeit für ein Barcamp „opfere“? Weil es gute Gründe dafür gibt. Und ich jetzt schon weiß, dass ich es bereut hätte, wenn ich zu Hause geblieben wäre.

1. Man weiß vorher nie, was passiert

Es werden keine Vortragenden gebucht, die Sessions werden erst am Tag des Barcamps geplant. Lediglich das Barcamp selbst hat ein Thema, zum Beispiel #journocamp für Journalisten, #prcamp oder eben #coscamp. Jeder Teilnehmer kann (und bestenfalls soll) zum Vortragenden werden. Man kann sich als Besucher aber bereits vor dem Barcamp eine Präsentation zusammenstellen und dann am Camp vortragen, wenn einem ein Slot zur Verfügung gestellt wird. Man kann aber auch eine Diskussionsrunde anregen oder einfach Sessions besuchen.

2. Netzwerken, Netzwerken, Netzwerken

Der Vorteil eines Barcamps: Es sind so viele nette Leute dabei, dass man leicht Netzwerken kann. Neueinsteiger in den einzelnen Bereichen sind ebenso zu finden wie tatsächliche Koryphäen der einzelnen Gebiete. Man findet also immer wieder spannende Gesprächspartner, Netzwerken wird einem (meist mit guten Buffets) sehr einfach gemacht. Wer das nicht ausnutzt, ist selbst schuld.

3. Ungezwungen

Barcamps sind sehr ungezwungen. Man ist gleich per „Du“ mit den anderen Teilnehmern (und Organisatoren), die Stimmung ist positiv, die Menschen sind freundlich und man findet sich auf Augenhöhe mit den Teilnehmern wieder.

4. Lerneffekt

Meist will man selbst bei Barcamps ja auch etwas lernen. Da mehrere Sessions parallel angeboten werden und etwa beim barcamp.digital in Wien acht verschiedene Sub-Camps stattfinden, kann man aus einer großen Fülle an Sessions und Diskussionsrunden wählen. Leider ist es oftmals so, dass man eher vor der Qual der Wahl steht, welch spannende Session man als nächstes besucht. Das Gelernte kann man dann im Arbeitsalltag anwenden oder man bekommt neue Anreize, was man denn nicht alles ausprobieren könnte.

5. After-Work-Drinks

Wer arbeitet, darf auch feiern. Wieso sollte dies bei Barcamps anders sein? Und so ist am Ende des Tages und nach der letzten Session ein Come-Together, das auch bereits am Tag vor dem Start Barcamps stattfinden kann, fast schon ein „Muss“. Ungezwungen, nett und zum Kennenlernen perfekt.

6. Die Barcamp-Regeln

So ganz ohne Regeln geht es ja dann doch auch bei Barcamps nicht. Die Barcamp-Regeln erschrecken im ersten Moment vielleicht — aber nur kurz. Einfach dran halten und Spaß haben. Manche Regeln könnte man übrigens auch in anderen Bereichen des Lebens gut verwenden.

1. Sprich über das Barcamp

2. Blogge über das Barcamp.

3. Wenn du etwas Vortragen willst, schreibe dein Thema und deinen Namen in einen freien Präsentations-Slot.

4. Das Intro, die eigene Vorstellung, besteht nur aus drei Worten.

5. Es gibt nur so viele Sessions, wie es die Räumlichkeiten zulassen.

6. Es gibt keine vorher ausgemachten Sessions.

7. Vorträge dauern so lange, wie sie eben dauern. Einzige Ausnahme: Wenn bereits die nächste Session startet.

8. Wenn du das erste Mal bei einem Barcamp bist, MUSST du eine Session gestalten. (So genau wird das aber nicht genommen ;) Man kann auch mit jemanden gemeinsam etwas machen oder unterstützen)

7. Digital First

Zwei Regeln des Barcamps besagen ja: Sprich darüber! Und so soll auch das Wissen des Barcamps nicht geheim gehalten, sondern in die Welt hinausgetragen werden. Wenn einem also eine interessante Idee oder ein spannender Ansatz unterkommt: einfach twittern / facebooken / bloggen / instagramen etc. Denn, und das ist wiederum etwa das Gute an beispielsweise der Content-Strategy-Community: Das Wissen muss nicht geheim gehalten werden, es wird gern und freiwillig geteilt. Damit sich jeder weiterbilden kann. Gemeinsam statt einsam sozusagen.

Wer es übrigens nicht zum barcamp.digital nach Wien geschafft und dennoch Lust hat, einmal an einem Barcamp teilzunehmen: Am 22. Oktober wird es in Graz ein #coscamp geben!

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