bildkredit: SEI CHARMANT | die stärke schwacher medien /sms ;-)

#DieMedienfrage eskalieren lassen - Ein Open Hearing

SCHWEIZ ALS LABOR #ServicePublic auf der Höhe der Zeit #NoBillag #NoGEZ #NoGIS

Die Spielanleitung ist einfach:

  1. Alle von der Schweiz staatlich (mit)finanziert im Kontext von Medienwissenschaften (Uni und FH) Lehrenden und Forschenden sind hiermit aufgerufen, sich einem Hearing zu stellen.
  2. Die Personen kündigen mindestens 1 Woche im Voraus an, wann sie in einer Live-Übertragung begründen, warum die Grundannahmen im “Umgang mit Information auf der Höhe der Zeit” von Generaldirektor SRGSSR Gilles Marchand fachlich, sachlich, wissenschaftlich, theoretisch unhaltbar und falsch sind. (* Der vorgetragene Text und der Live-Stream müssen offen zugänglich abgelegt bleiben.
  3. Die Redezeit ist unbeschränkt: “So knapp wie möglich, so umfangreich wie nötig.” Allerdings: Wer Worte benutzt, welche “Die Kindersoldaten von den Boulevardmedien” umstandlos übernehmen können — zb. Digitalisierung, Populismus, Verschwörungstheorie, Lüge, Fake News, Trumpism, “soziale Medien” etc. —” kann unter die Dusche.” (Es ist grad Fussball WM, sorry.) Es werden mindestens herleitende Begründungen für solche Quatsch-Begrifflichkeiten erwartet.

Die Namen der Medienprofessoren (Work in Progress)

Eine Zusammenarbeit mit snf.ch, fb/Kommunikationswissenschaft etc ist erwünscht | Selbstanzeige und/oder Terminankündigung via Kommentar oder Social Media mit Hashtag #DieMedienfrage an sms2sms | twitter, instagram, snapchat, soundcloud, youtube

Die Annahmen von Gilles Marchand (Work in Progress)

Ein radebrechendrasendschnell französisch-sprachiger Soziologe (Uni Genf) ist Generaldirektor des grössten — von den in der Schweiz lebenden Personen zwangsfinanzierten — Medienhauses der Schweiz. Niemand versteht ihn.

Wenn ihm aber zugehört wird, scheint es, als paraphrasiere er in schlechtesmöglichem Deutsch jene Ideen, welche umstandlos als soziologische State-of-the-Art-Forschung “von 1968 bis 2001” erkenntlich sind. Der “professionelle Informationsjournalismus” (foeg/Eisenegger) und seine tausenden von Mitarbeitenden schweigen ihn stur aus. Und die Medienprofessorenden in der Schweiz… ufff… Die schwätzen den Journalisten ins Mikrofon, was die Gratis-Boulevard-Presse von Twitter direkt auf die Strasse pressen können…

Dieser Gilles Marchand sagt zum Beispiel:

  1. “Die Zeiten einer komplett vertikalen, autoritären und linearen Kultur sind vorbei.” (Swiss Radio Day 2017 | Paraphrasierung in einem Podcast)
    Es können Wortfelder: Komplexität, Kontingenz, Paradoxie, Ambiguität etc. angenommen werden.
  2. DIE 3 WELLEN” nach Gilles Marchand— Ein unumkehrbarer Prozess. Eine mögliche Verortung seiner Ideen:
    2.1 Medienwechsel Prof. Dr. Dirk Baecker (Sprache, Schrift, Buchdruck, Computer)
    2.2 Vier industrielle Revolutionen (Mechanisierung, Maschinisierung, Automatisierung, Computerisieriung) 
    2.3 Computerisierung in 3 Wellen: 
    2.3.1 Das was Journalisten “virtuell” nennen, ist ganz “real”. 
    2.3.2 «Ambient Communication» (Diese “Realität” betrifft schon heute das ganze Leben von Menschen.)
    2.3.3 Das was nicht nur Journalisten “Intelligenz” nennen, ist auch jenseits des menschlichen Körpers zeigbar.
  3. Der informationelle #ServicePublic braucht für seine Umsetzung eine andere Haltung.

DIE STäRKE SCHWACHER MEDIEN

Früher: Drei Fragen an Prof. Dr. Manuel Puppis #MediaForti

(* Warum die Professorinnen und Professoren nur darlegen müssen, warum Gilles Marchand falsch liegt?

Wenn die Professorenden sähen, dass die Annahmen des Generaldirektors zentralste gesellschaftliche Fragen aufwerfen und sich als anschlussfähig an den soziologischen State-Of-The-Art erwiese, würden diese sicher in ihren Interviews mit Journalisten und in ihren eigenen Blogs Argumente entwickeln, welche Gilles Marchand unterstützten. Und sie würden Horden von Studierende in Hunderten von Projekten an kollaborativen Projekten — wie etwa #Wikipedia oder #Wikidata — arbeiten lassen. ODER? — Eben. Also

Nein, es werden eben gerade keine Vorgaben gemacht, mit welcher Literatur die Annahmen von Gilles Marchand widerlegt werden muss. (Danke für die Nachfrage.) Im Gegenteil: Es geht gerade darum, eine Zusammenstellung von Begründungen zu erhalten, welche die Aufrechterhaltung der Unterscheidung “Produzent:Konsument”, Massenmedien, die Idee von “Öffentlichkeit”, die SRG eine “conditio sine qua non” für die Schweiz etc. so wichtig ist und warum auf die Herausforderung einer Netzwerkkommunikation mit den Mitteln von #Buchdruck (Mehr des selben, Wandel 1. Ordnung, 6. Axiom #PaulWatzlawick) angemessen reagiert werden kann.

Deutschsprachige Medienwissenschaft hat ein Reputationsproblem: Erklärt euch!

— Schweiz als Labor. #NoBillag #NoGEZ #NoGIS als Chance für #NextSociety

DIE SOZIALE FRAGE AUF DER HöHE DER ZEIT

DIE FORM DER UNRUHE® #dfdu AG | Umgang mit Information auf der Höhe der Zeit. Konstellatorische Kommunikation | Junius Verlag Hamburg 2009/2010 hier ausgelegt im KOSMOS, Zürich

[Textsorte: Drama, Tabu]

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Stefan M. Seydel/sms ;-)

(*1965), M.A., Studium der Sozialen Arbeit in St. Gallen und Berlin. Unternehmer, Autor, Künstler.

Ausstellungen und Performances in der Royal Academy of Arts in London (Frieze/Swiss Cultural Fund UK), im Deutsches Historisches Museum Berlin (Kuration Bazon Brock), in der Crypta Cabaret Voltaire Zürich (Kuration Philipp Meier) uam. Gewinner Migros Jubilée Award, Kategorie Wissensvermittlung. Diverse Ehrungen mit rocketboom.com durch Webby Award (2006–2009). Jury-Mitglied “Next Idea” Prix Ars Electronica 2010. Bis 2010 Macher von rebell.tv. Co-Autor von “Die Form der Unruhe“, Umgang mit Information auf der Höhe der Zeit, Band 1 und 2, Junius Verlag Hamburg. Mitglied im P.E.N.-Club Liechtenstein. Er war drei Jahre Mitglied der Schulleitung Gymnasium Kloster Disentis. Seit Sommer 2014 lebt und arbeitet er in Zürich: #dfdu.org AG, Konstellatorische Kommunikation. (Entwicklung von Pilot und Impulsprojekten, gegründet 1997 mit Tina Piazzi)