#NoBillag — SCHWEIZ ALS LABOR — #NoGEZ #NoGIS — NOCH SO EIN SIEG UND WIR SIND VERLOREN #ServicePublic #DearDemocracy #agree2disagree

http://communautic.org/ping (Beobachtungen von August 2017–4. März 2018)

LIVE-BLOGGING (Passagen & Fragmente | reload ;-)

[Textsorte: Traum, Blitz, Bekenntnis]

WARNUNG: Der hier Schreibende ist der empirisch bestätigte “König der UNKLAR #NoBillag Twitterer”. Bereits das Lesen dieses Textes könnte dich als “Sympatisant Libertärer Ideologien” identifizieren (Stichwort “Totale Überwachung”) und du könntest von Journalisten, welche ihre Leserschaft begeistern wollen gar als Supporter eines laufenden Euthanasieprogammes erkannt werden. Du wärst damit ein Unmensch. Du wärst damit mehr als überflüssig. Liquidiere dich von hier: Verdufte. (Gas.) ICH HABE DICH GEWARNT. Wir leben in gefährlichen Zeiten. Der ANSCHLAG AUF DIE DEMOKRATIE läuft. Geschichtsrevision von Links ist filmbar :-(

Sie finden, so zu schreiben sei empörend? Ja. Finde ich auch. Sich empören meint, sich empor zu heben. Aufzustehen. Den aufrechten Gang zu wagen. Nein: Nicht “die Wahrheit” gegen “die Lüge” verteidigen. (Das tun andere: Im Namen der Aufklärung, der Freiheit, der Demokratie.)

Lernen von der Schweiz” (Serie)

EINLADUNG PRESSEKONFERENZ
Montag, 5. März 2018, 12.05h, Asylstrasse 9, Zürich, LIVE ab 11.55h.
Die Pressekonferenz reflektiert das #SNAPeriment rebell.tv ˆping von Ende August 2017 bis zum 4. März 2018.
Dabei zeigt Stefan M. Seydel/sms ;-) wie er mit Twitter, Snapchat, Youtube, Soundcloud und einer simplen Homepage die #NoBillag Vorlage beobachtet, begleitet und für seine Forschungsfragen im Kontext der “Metamorphose der Sozialen Frage” (Robert Castel), Demokratieentwicklung, #medienlǝsɥɔǝʍ genutzt hat.

HARDfunFACTS ;-)

die vier beobachteten hashtags:

#NoBillag #ServicePublic #DearDemocracy #agree2disagree

beobachtungszeitraum:

29. august 2017–4. märz 2018 (6 monate)

die “backpage”, auf welcher die playlist läuft:

http://communautic.org/ping/

playlist auf youtube:

https://www.youtube.com/watch?v=1lgYtXBigpw&list=PLJQAa6OFxgKgR-kuPgvwtidlb1shH7Z3F

hashtag für das projekt: #5nach12

das nimmt bezug auf die uhrzeit, zu welcher die neuesten snaps der
“backpage” zugeordnet wurden. unter rebell.tv waren es
“10-uhr-nachrichten”

totale spieldauer der playlist: 12h 27m 6s

14h 14m 9s (inklusive am ende angehängt aus archiv http://rebell.tv)
total effektiv: 12h 27m 6s (aus dem zeitraum 2017/2018)
(berechnung)

integrierte social media plattformen

accountname jeweils @sms2sms
twitter, snapchat, youtube, soundcloud, instagram, medium
und zettelkasten http://dissent.is (wordpress)

workflow:

twitter — snapchat — youtube — backpage — twitter
(was eine massive reduzierung ist gegenüber rebell.tv. Vergl. dazu #dfdu band 2, junius verlag hamburg, 2010)

die beobachtung des hashtags #zukunftstag

mit einem 10-jährigen mädchen (die clips erscheinen ebenfalls innerhalb der playlist. der link ist ein outtake):
https://www.youtube.com/playlist?list=PLJQAa6OFxgKjmvC6ixwZTe9yUUmQhGO8u

impuls zum start?

von ((( rebell.tv ))) ˆping durch begegnung mit gilles marchand mit philipp bürkler (podcasting)? swiss radio day 2018 mit philipp bürkler (podcast)

parallel und integriert: #tweetupZRH

ein dreitägiges meeting. organisiert über ein offenes google doc:
https://goo.gl/2Czm98

parallel und integriert: #ServicePublic-stammtisch

zusammenarbeit mit philipp meier @metamythos: was wäre ein #ServicePublic auf der höhe der zeit. wöchentliche
meetings. organisation über ein offenen google doc:
https://goo.gl/8XKN34

Nur zwei Interviews in dieser Zeit

Nur zwei Erwähnungen in der Tagespresse

weitere highlights

  • bin am sammeln… ;-)
  • ars electronica
  • filmset #zwingli-film (was mir nicht nur den abschluss des projekte framte, sondern auch darüber hinaus: #MoMoFilmest ;-)
  • das manifest von republik. satz für satz in #NoRadioShow (vorher!)
  • hat soziale arbeit ein medienproblem? #zhaw — ja. ich habe es gefilmt ;-)))

reflektierende texte aus dieser zeit

welche unter “Passagen&Fragmente” auf https://medium.com/@sms2sms abrufbar sind:

“Lernen von der Schweiz” (Serie)
- #Bullshit — Wörter | Wenn Journalismus das weh!weh!weh! erklärt
- Woran erkennst du den Inhalt einer Volksinitiative?
- Anschläge auf die Demokratie — Was tun?
- Noch so ein Sieg und wir sind verloren.
- Warum es klug sein könnte, #NoBillag am 4. März 2018 anzunehmen.
- Was war #Kritik? (eine Hausaufgabe von #SmartCuration @zhdk)
- DAS MANIFEST der Ordnung durch #Computer

demnächst erscheint unser MANIFEST in einem sammelband zu #PaulWatzlawick
5 axiome nach 50 jahren auf 3x3 erweitert:
https://twitter.com/sms2sms/status/972870966077546499

twitter erklärt mit umberto eco:

https://twitter.com/i/moments/815861300576260096

reflektierende Podcasts

die WELT.de über rebell.tv

kanal geisteswissenschaften
https://www.welt.de/print/die_welt/kultur/article11855968/Kanal-Geisteswissenschaften.html
die unruhe der welt (piazzi/seydel erwähnt)
https://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article145023960/Warum-hat-es-das-Kalb-vor-der-Kutsche-so-eilig.html

kurze einführung in medienwechsel

durch prof. dr. dirk baecker in eine für mich wichtige denkformel: 
https://t.co/BOoGyPNdb9

stephan porobmka #MakingOf

Dass ich in den USA mehr Medienpreise erhalten habe als in der German-Speaking-Part-Of-Europe, finde ich angemessen. (so?)

Blurbings

Das 2010 zu Ende gegangene, nicht leicht fassbare Blogprojekt Rebell.tv von Stefan M. Seydel wurde von den Journalisten stets gründlich missverstanden.” (Ronnie Grob, Medienwoche.ch)

Stefan M. Seydel darf man im Schweizer Web-Kosmos ruhig einen Kult-Blogger nennen.” (Corinne Bauer, persoenlich.com)

Tatsächlich hat rebell.tv bis in die Sprache hinein vorgeführt, dass und wie man einem Rundfunkstaatsvertrag mit unkonventionellen, chaotischen, ja manchmal beinahe dadaistischen Mitteln nachkommen kann. (…) Den Bildungs- und Unterhaltungsauftrag, den bei den großen TV-Anstalten ein milliardenschwerer Gebührenapparat gewährleisten soll, hat rebell.tv in seiner Blog-Nische persifliert, torpediert und zugleich überboten. rebell.tv war die mit helvetischem Esprit unterlegte Web-2.0-Karrikatur einer öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt.” (Marc Reichwein, welt.de)

Bei rebell.tv werden die Möglichkeiten sichtbar, was im Internetzeitalter alles machbar ist. Zudem brach Seydel die gängigen Sparten Kunst, Wissenschaft, Politik und Medien auf. Denn es hat nichts mit der Realität zu tun, wenn das Weltgeschehen in der Zeitung auf verschiedene Bünde aufgeteilt wird. Alt Bundesrat Christoph Blocher forderte jeweils, der Journalismus soll «schreiben, wie es ist». Diesem Anspruch kam rebell.tv auf eindrückliche Art und Weise ziemlich nahe.” (Philipp Meier, kleinreport.ch)

Vom Konzept (und nicht zuletzt vom Begriff) der Unruhe muss der in Kiel lehrende Philosoph Ralf Konersmann seit Jahren fasziniert gewesen sein. Schon 2010 rezensierte er „Die Form der Unruhe“ — ein mediensoziologisches Buch von Tina Piazzi und Stefan M. Seydel, die unseren Umgang mit Informationen in einer Zeit, in der jedes Wissen jederzeit durch weiterführende Informationen destabilisiert werden kann, als Situation der Unruhe beschrieben hatten.” (Marc Reichwein, welt.de)

Kontext/Geschichte

Das Medienstartup rebell.tv wurde mangels Venture Capital im Dezember 2010 vom Netz genommen. Ein Angel Investment durch Dr. Daniel Model ermöglichte einem kleinen Team ab 2006 professionell an einem Workflow zu arbeiten, welche als eine “Suche nach einem Umgang mit Information auf der Höhe der Zeit” beschrieben und in zwei Bänden DIE FORM DER UNRUHE #dfdu, Junius Hamburg, publiziert wurde. Die auf der Basis eines Grounded Theory-Ansatzes gemachte Entwicklung hätte in einem grösseren Team geprüft werden wollen, um in einem dritten Schritt Implementiert zu werden. Für die zweite Phase wurden 13 Millionen Euro gesucht. Und nicht gefunden.

Es folgten drei Jahre als Teil der Schulleitung Gymnasiums Kloster Disentis, mitten in den Schweizer Alpen. Eine benediktinische Umgebung, in welcher der Medienwechsel von #Sprache zu (heiliger) #Schrift vor 1400 Jahren gestaltet wurde. Den beiden Autoren von #dfdu ermöglichte dies, mit grösserem Abstand ihre Entwicklung im Wechsels von #Buchdruck auf #Computer zu reflektieren. Die langjährige Sozialarbeitsprofessorin und der Sozialarbeiter, Künstler und Unternehmer nennen ihr Tun “Arbeit am Sozialen”. Jeden ersten Freitag im Monat gestalten sie von 16–18h einen #Sozialarbeit-Stammtisch in ihren Räumlichkeiten an der Asylstrasse 9, 8032 Zürich.

(WORK IN PROGRESS | aktueller Stand 7.3.18, 14.23h)

@sms2sms der eifrigste unklar #NoBillag Twitterer (Dennis Bühler, Mitglied Presserat Schweiz)

#NoBillag Kampagne .ch als Learnings für die Auseinandersetzungen in .at und .de?

In der Schweiz wird häufig abgestimmt.
Bürgerinnen und Bürger sind so geübt wie die Parteienpolitikernden:

— Ein JA meint nicht ein Ja. 
— Ein Nein meint nicht ein NEIN.

Es kommt nicht so sehr drauf an, wie am Sonntag 4. März 2018 das Abstimmungsresultat zu #NoBillag ausfällt. (Scheitern wird die Vorlag sowieso allerspätestens am Ständemehr!) Es geht um etwas ganz anderes. Es geht darum, Anderes anders zu machen. Langsam:

  • Eben noch diskutierten tausende von Menschen, ob Erwerbsarbeit noch das Mittel zur Sozialen Sicherung sei: #Grundeinkommen.
  • Bald werden tausende von Menschen darüber Rätseln, was Geld war, was Geld ist und was Geld sein wird. Und warum ausgerechnet Geld in dieser als ganz radikal hyperventilierten Halb-“Direkten Demokratie” der Schweiz nie der Kontrolle durch das Parlament unterstellt worden ist: #Vollgeld.
  • #NoBillag wirft die Frage auf, wie Menschen auf die Bedingungen einer “Computer vermittelten Kommunikation” #CMCzrh mit Daten, Informationen, Wissen umgehen werden. Wie sie sich vorzustellen haben, wenn plötzlich Dinge, Waren, automatische Zusammenstellungen und Auszüge aus Datenbanken mit diskutieren, mit argumentieren, mit entscheiden. Und was dann ein #ServicePublic auf der Höhe der Zeit zu sein hätte…

Die Schweiz war vor 200 Jahren ein gesellschaftliches Labor. Fasziniert von der “Französischen Revolution” 1789. Inspiriert von der radikal-liberalen Staatsidee der USA. Ganz in einer sozialen Tradition der Suche nach einem musterhaften Umgang mit Dissens: #agree2disagree. Nach der “Deutschen Revolution” von 1989, in welcher in rascher Folge das realexistierende Links:Rechts implodierte, stellt sich “DIE SOZIALE FRAGE” gänzlich neu:

Wir nennen es #Medienlǝsɥɔǝʍ

Die Soziale Frage auf der Höhe der Zeit
 — Arbeit am Sozialen
(Klar: Das ist Beruf, Profession, Disziplin von Soziale Arbeit. So What?)

Prof. Dr. Dirk Baecker mit eine Einführung zu #Medienwechsel

Wenn “1 grosses Learning” über die nachfolgende Liste — welche sich ganz bestimmt noch verlängert, verschiebt, verändert — gestellt werden kann, dann dies:

  • Politik mag diese Fragen nicht angehen.
  • Wissenschaft will diese Fragen nicht angehen.
  • Journalismus kann — ganz offensichtlich — keine vertrauenswürdige Vermittlerin in diesem Prozess sein.

Der Sieg ist gelungen. Aber die Opfer sind horrend.

noch so ein sieg und wir sind verloren. (bildquelle: #pyrrhussieg)

Die Sozialen Sieger von Neuzeit, Aufklärung, Moderne befinden sich in einer ähnlichen Situation wie der Klerus im Mittelalter, wie dieser durch die Printprodukte der Protest!TEST!testanten in eine reFORMation #reform500 gezwungen wurden…

Auch dieses Mal geht es anders weiter. Langsam:

Archiv rebell.tv (Projektabschluss 2010): Peter Weibel will die Gesellschaft zurück ins Labor führen.

Was es zu lernen gibt?

Könnte informationeller #ServicePublic heute frisch erfunden werden: Es wäre keine einzige “Sendung” dabei. /sms ;-)

(1) Die Arroganz der “Siegermächte”

Peter Sloterdijk diktierte einmal: “Heute ist die akademische Welt aus dem Printzeitalter fast in der Position des katholischen Klerus des 15. Jahrhunderts, der plötzlich mit diesen Druckerzeugnissen der Protestanten konfrontiert ist.” Er nimmt dabei Bezug auf eine schlichte Idee, welche ich über Dirk Baecker kennen gelernt habe. Studien zur nächsten Gesellschaft #SznG. Er selbst verweist dazu auf Niklas Luhmann. Gesellschaft der Gesellschaft. Kapitel 2 #GdG. Und ich verweise also nun auf diese drei Herren. Nicht, weil ich keine Bücher von Frauen kennen würde, welche für mich zu diesem Thema sehr entscheidend sind. Sadie Plant: Nullen und Einsen. (Sie lebt seit Jahren in der Schweiz. In Biel. Aber nicht einmal gegen mein Angebot von Geld ans profilierteste Journalistinnen und Publizistinnen wird sie interviewt und das Ergebnis auf tote Bäume gepresst.) Wie auch immer:

Es gibt Ideen, wenn die sich Mal in meinem Kopf eingenistet haben, dann kann ich nicht mehr wollen, nicht mit ihnen zu spielen. Diese Idee vom #medienlǝsɥɔǝʍ ist eine solche Idee. Sie generiert mir Unterschiede, die mir praktische Unterschiede machen. Ich stopfe eine Beobachtung in diese Gedankenmaschine. Und hinten purzeln fröhliche Hinweise raus. Die Idee ist so einfach:

Menschen sind soziale Wesen. Ohne zwei andere Menschen, kein dritter Mensch. Ohne monatelanges füttern, hüten und behüten überlebt dieses dritte Dingelchen nicht. Und das geht immer so weiter. Zuerst auf allen Vieren. Dann auf Zweien. Dann auf drei Beinen. Wir nennen es “Rollator”. Bis heute ist das so. Es könnte sich bald ändern. Immerhin: Wer heute zur Fortpflanzung nicht zu Spezialisten für Haplodisierung geht… (Das ist ein anderen Thema. Wo war ich? Ah. ja:) Menschen sind soziale Wesen. Sie tauschen sich aus. Sie sind ohne die anderen Menschen nicht. Das nennen wir DAS SOZIALE. (Als Unterscheidung von Physischem/Biologischem und Psychisch/Gedanklichem.) Und das, was zwischen diesen Menschen hin- und her geht, das nennen wir KOMMUNIKTATION. Und dabei bennenen wir vier MEDIEN, von welchen wir — als Gedankenspiel — annehmen wollen, dass sie dominant geworden seien...

Vertraue mir. Nicht. — Das ist die ganze Botschaft von #Neuzeit #Aufklärung #Moderne

Warum haben Affen plötzlich #SPRACHE entwickelt?
- weil es genervt hat, ständig gelaust zu werden?

Warum haben Menschen #SCHRIFT entwickelt?
- weil der hypnotische Gesang der Schlange Kaa nervte?

Warum haben Menschen #BUCHDRUCK entwickelt?
- weil die Exegese der “heiligen Schrift” durch diese hochgebildeten Pfaffen und Bischöfe genervt hat?

Warum haben Menschen #COMPUTER entwickelt. 
- weil die gigantische Bibliothek der Universität alles was den Menschen als seiend erschien, dermassen genial Granularisiert werden konnte, dass es bloss noch nervte und die Art und Weise des Zusammenhangs, der Konstellation von Information, in den Vordergrund geriet?

Besser, Sie hören zu, wie Dirk Baecker es erklärt, gell ;-)

Was ich in diesem ersten Punkt sagen wollte?

Die Arroganz von Parteienpolitik, Wissenschaft, Journalismus erinnert an eine Arroganz, welche mich “im Klang” an eine Zeit vor 500 Jahren erinnert.

Die Politik hat mit der Post und der Swisscom zwei Unternehmen, welche den technischen Wandel massivst und progressivst vorantreiben. Diese Doppelzüngigkeit ist wie Gift. Der Kongress “End Of Nation” war symptomatisch für dieses Dilemma. Der Lead in diesen Fragen wurde externalisiert. Ein dramatischer Fehler.

Die Wissenschaft meldet sich nicht mehr mit ihrem Wissen und Praxis in der Tradition von Kybernetik, Komplexität, Kontingenz. Ein Pseudoempirismus versucht die akademische Fassade aufrecht zu erhalten. Der Umbau der Hochschullandschaft ist aber fotografierbar. Das ist Gift.

Das Vertrauen in die Praxis von Journalismus hat die Kampagne für Republik Magazin pulverisiert. Wer offensives Interesse hat, am Funktionieren einer steuerbaren “Filterblase” ist offensichtlich. Steht im Impressum. Aber der Rand einer Zeitung markiert nicht das Ende von verfügbarer Information.

Noch so ein Sieg und wir sind verloren. #Pyrrhussieg
nicht zu sagen, bloss zu zeigen = keine macht, aber tonnenweise hinweise

(2) Mehr des Selben — Wandel 1. Ordnung

In wenigen Wochen sollte der Sammelband #PaulWatzlawick re:loaded vorliegen. Darin interpretieren wir die vor 50 Jahren entwickelten 5 Axiome von Paul Watzlawick et al neu. Wir gehen davon aus, dass wir erst heute nach vollziehen können, woran Watzlawick und seine Umgebung grübelten.

Es ist aber einfach zu zeigen, dass die aktuellen Bestrebungen der Politischen Kommunikation auf Wandel 1. Ordnung zielen… (Das führe ich vielleicht später hier noch aus… Jetzt grad nicht ;-)

(3) Desaströse Selbstbeschreibung von Journalismus durch @_project_r (als Vorbereitung auf #NoBillag)

Das sieht als ein sehr Schweiz-spezifischer Punkt aus. Ist es aber nicht wirklich. Wichtig ist, dass Journalismus zu jenen Jobs gehört, welche sich fast nur von der eigenen Zunft etwas sagen lässt. Wer “Lügenpresse” schreit, ist selbstverständlich ein dummer Lügner. Wenn aber “Edelfedern”, Journalisten welche für beste Qualität stehen, Jahrzehnte lang entsprechende Topsäläre von angesehensten Medienhäuser der Schweiz bezogen haben, nun plötzlich von “pervertiertem Journalismus” berichten, dann wird es aufregend:

Die #NoRadioShow zerpflückte das Manifest von Republik bereits im Mai 2017: Satz für Satz. Zu einem Zeitpunkt, wo andere Journalisten die Idee von Republik noch als Zukunftsmodell gefeiert haben und dem Projekt jede denkbare Publicity schenkten. Danach blieb nichts mehr übrig. Es wird als #Bullshit unter der Behauptung von #NoBullshit erkennbar. Was als Krise des Journalismus beschrieben wurde, wurde in einer einjährigen Kampagne mit allen fäkalen Tricks der Werbung durchgezogen. Der bisherige Höhepunkt: Daniel Binswanger scheut sich nicht, Wörter wie “Euthanasie” gänzlich neu zu definieren. Was reinhaut, ist Gebot der Stunde. Im Namen des Guten, der Demokratie, der Freiheit. Was weiss ich. MIT DIESEM JOURNALISMUS KEINE DEMOKRATIE. (so?)

Tatsächlich zeigen die “Edelfedern” aus dem Hause Tagesanzeiger im Exil der Republik eines: Sie machen das genau gleiche wie vorher. Jetzt bloss ohne Druckerpresse. (Das Subtraktionskonzept. In: Die Form der Unruhe, Band 2, Junius Hamburg, 2010.) Sie schimpften ein ganzes Jahr über ihre Verleger. Und nannten dann ihre Abonnenten genau gleich: Verleger. Und sie zeigen auch, was sie von ihnen halten: Kommentarspalten sind selten. Social Media inexistent. Sie wollen einfach in Ruhe das Gute aufschreiben. Zielpublikum: Wie eh und je: überforderte, desinformierte, doofe User.

Diese Stimmung war für die im Herbst 2017 anlaufende #NoBillag Kampagne prägend. Aus meiner Perspektive ging das auch nahtlos in einander über und kann vielleicht erklären, warum dieser Abstimmungskampf ungewöhnlich lang war. Aber eben: Wichtig ist: Journalismus hat sich selbst in einem desaströsen Zustand beschrieben. Diese Analyse kann für den deutschprachigen Raum genutzt werden. Und sie wird genutzt werden. Wetten, dass…?

(4) Die Krise der Parteienpolitik

Die Metapher vom Meer. @BazonBrock Theorie in Skizzen. @Maren_Lehmann

(5) Das Schweigen von Wissenschaft

(6) Das Schweigen des Staatsrechts(philosophie)

(7) Das Schweigen des Kapitals? — Nein.

#dfdu AG konstellatorische kommunikation dfdu.org | stefan m. seydel/sms ;-)

Stefan m. Seydel/sms ;-)

(*1965), M.A., Studium der Sozialen Arbeit in St. Gallen und Berlin. Unternehmer, Autor, Künstler.

Ausstellungen und Performances in der Royal Academy of Arts in London (Frieze/Swiss Cultural Fund UK), im Deutsches Historisches Museum Berlin (Kuration Bazon Brock), in der Crypta Cabaret Voltaire Zürich (Kuration Philipp Meier) uam. Gewinner Migros Jubilée Award, Kategorie Wissensvermittlung. Diverse Ehrungen mit rocketboom.com durch Webby Award (2006–2009). Jury-Mitglied “Next Idea” Prix Ars Electronica 2010. Bis 2010 Macher von rebell.tv. Co-Autor von “Die Form der Unruhe“, Umgang mit Information auf der Höhe der Zeit, Band 1 und 2, Junius Verlag Hamburg. Mitglied im P.E.N.-Club Liechtenstein. Er war drei Jahre Mitglied der Schulleitung Gymnasium Kloster Disentis. Seit Sommer 2014 lebt und arbeitet er in Zürich: #dfdu.org AG, Konstellatorische Kommunikation. (Entwicklung von Pilot und Impulsprojekten, gegründet 1997 mit Tina Piazzi)

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