Was Journalismus gut konnte. Und warum das nicht mehr geht.

(Ein Brainstorming)

PS: Work in Progress. (Es ist WIRKLICH erst ein Brainstorming.)
PS2: Es ist Februar geworden. Hier gehts es zu einer Sammlung von geeigneten #
Fallbeispielen der letzten Tage aus NZZ, SRF etc. Ich komme aktuell nicht dazu, eine “langsamere” Vertiefung des Themas zu machen. Update: 06.01.17, 15:59h | Die Ereignisse überschlagen sich. (Siehe ganz unten.) Und dieser Eintrag wird zum Beweisbeispiel, warum ein #Brainstorming eben NICHT auf MEDIUM gemacht werden darf, sondern in den Zettelkasten gehört :-( Statt einer neuen Struktur, versuche ich aktuell Thesen zu entwickeln… Update: 21.03.17, 11:02h | es ist august 2017 geworden. philipp meier gibt anstoss zur weiteren arbeit

Alternatives Storytelling könnte sein, die Frage nach der Systemrelevanz positiv zu beantworten!

Thesen: Traditioneller Journalismus als Teil von Problem. Und nicht Teil von Lösung.

(auch hier: #Brainstorming)

  1. Die nicht gelungene Entwicklung von einer Tätigkeit, einem Job, weiter zu einem Beruf, zu einer Profession, zu einer Fach/Disziplin, kompensiert Journalismus durch eine übersteigerte Inszenierung ihrer “Systemrelevanz” für das Funktionieren von #DearDemocracy. (Berechtigte Fragen, findet Philipp Meier gegenüber Vinzenz Wyss…)
  2. Ein Bevölkerung, welche um die 50% über Abschlüsse im tertiären Bereich (und über eine stetig wachsene #Medienkompetenz) verfügt, kann paradoxe Kommunikation, wissenschaftlich unhaltbare Begrifflichkeiten (Lüge, Wahrheit, Fake etc.), Spiele der Aufmerksamkeitsökonomie (Eskalationen, Katastrophen, Kriege etc) dekonstruieren und nimmt Produkte von Journalismus im besten Falle als “Begleitmedium” wahr.
  3. Das Problem des akuten und dramatischen Vertrauensverlust, öffnet neuen Angeboten Profilierungsmöglichkeiten. Kirchen, Salons, Theater, Quartiervereine, Wohngenossenschaften gehören ebenso zu den Profiteuren dieser journalistischen Krise, als auch Angebote im Bereich der “Kommunikation von Vielen mit Vielen”. (Aktuell und sozial stark unterentwickelt: Wikipedia, Wordpress, Youtube, Twitter — nicht zu verwechseln mit sozial platteren Formen: Facebook, Snapchat etc.)
  4. Journalismus hat freilich weiterhin Chancen, Märkte und Berechtigung. Einerseits entwickeln sowohl kommerzielle, politisch- und/oder wirtschaftliche orientierte, als auch Brands im Non-Profit-Bereich Newsrooms: News, Unterhaltung, Storytelling, Filtering, Bedarf nach ContentMarketing und NativeAdvertisment bleiben Felder von Journalismus. Was aber den klassischen Qualitätsanspruch von Journalisus angeht, wird eine radikale Prüfung der Verfehlungen im Nationalsozialismus und im Aufkommen der sog. Neuen Medien expliziert werden müssen. Ein Re:Load der Kritik der 68er-Bewegung an #Massenmedien ist unumgänglich, um einen Hauch einer Chance für eine nächste Vertrauensbildung zu bekommen.

Leseempfehlung: 
Dirk Baecker: Studien zur nächsten Gesellschaft, Suhrkamp, 2007
Piazzi/Seydel: Die Form der Unruhe, Band2, Junius, 2010 (logo: das ist mein eigenes Buch ;-)

noch so ein nachtrag:

bald ist dieses brainstorming ein irrwitz…

Hiltrud von Spiegel | die panische Angst der #Massenmedien vor Multiperspektive. ist eine angemessene Re:Aktion (so?) | #JakobTanner (Multiperspektive und Massenmedien)

tonnenweise material: 21.04.2017:

zudem: suche nach #komplexitätsdefizit

oh!mann… wann mache ich endlich neue struktur? — ohne anlass nicht (so?)

https://twitter.com/zierbuerger/status/862638745157283840

(ab hier das Brainstorming, welches sich insbesondere gegen unten, weiter entwickelt hat im Laufe der Wochen.)

Was Journalismus gut konnte?

Hecheln wir die 4 Punkte kurz durch. Gleich. Aber vorher noch dies:

Wissen ist Macht. Soll Francis Bacon gesagt haben. Er soll festgestellt haben, dass die Druckerpresse den Dingen ein neues Gesicht gegeben haben. Wie auch immer. Wir nennen es #medienlǝsɥɔǝʍ. Bacon lebte 1561–1626. Ihn wollen wir als Propheten hyperventilieren. Er spürte, fühlte, erahnte was passieren wird…

Den grossen Durchbruch, würden wir aber etwas später ansetzen wollen. So um 1919. Die Weimarer Verfassung setzte die Schulpflicht auf die Agenda. Lesen. Schreiben. Rechnen. Der im Vergleich dramatisch abgespeckte Bildungskanon der Aufklärung wurde zur allgemeinen Pflicht. Und mit Still sitzen & Gehorchen ergänzt. Aus nachvollziehbaren Gründen. Aber das wäre ein anderes Thema.

Sagen wir also: Journalismus hat sich vor ca. 200 Jahren professionalisiert. Die Druckerpresse wurde immer günstiger. Es konnten immer mehr Menschen schreiben und lesen. Nach “Sprache” und “Schrift” stellte “Buchdruck” zum dritten Mal das gesamte Zusammenleben von Menschen vom Kopf auf die Füsse.

Was aber hat nun also dieser hippste aller hippen Berufe vor 200 Jahren so unentbehrlich gemacht? Und so attraktiv! So anerkannt und geachtet? Bis heute wollen Kinder Journalist und Journalistin werden. Die Lehrgänge der Fachhochschulen sind überlaufen. Also? Was konnte Journalismus so gut? Und warum geht das heute gar nicht mehr? Schnelle 4 Punkte: Ein Brainstorming.

1 | News

Es war schwierig an Informationen zu kommen. Und es war schwierig Informationen weiter zu geben. Und es lief zur Zeit der Industrialisierung viel. Sehr viel. Die Menschen wurden unter Dampf gesetzt und standen unter Druck.

Journalismus lernte die sogenannten W-Fragen. Wer? Was? Wann? Wo? Und immer so weiter. Journalismus sammelte, bereitete auf, strukturierte, sortierte aus und ein.

Heute nennen wir das was daraus folgte: GateKeeping. Bei einem InformationOverkill konnte Journalismus sagen, was auf die Strassen gepresst wurde. Wer in der Zeitung nicht vorkam, gab es schon im eigenen Dorf nicht mehr. Und wer mit schlechten Nachrichten drin war, hatte gewonnen.

Und wie ist das Heute? —Peter Tiel tötete ein Magazin. Donald Trump jedes massenmediale GateKeeping. Es wird wieder rustikal. Alles klar?

2 | Bericht

Journalismus zeigte aber nicht bloss an, was los war. Sie ging auch hin und machte sich ein eigenes Bild von der Sache.

Der Bericht. Dort sein. Dabei sein. Aber wie unsichtbar. Ganz abstinent. Unparteisch. Neutral beobachtend. Und schon grad gar nicht den Mächtigen und Lauten und Einfluss oder anders reichen Honig um den Mund schmieren. Heute würden wir solches vielleicht auch “multiperspektivisch” nennen wollen.

Das Interview. Das braucht Zugang. Zugang bekommt, wer wichtig ist. Nützlich. Aber auch gefährlich. Unberechenbar. Kritisch. Radikal-liberale Unternehmen mochten zu allen Zeiten kritische Zeitgenossen. Das ist der Unterschied zwischen Bauern und Unternehmern. Bauern können sich auf die Natur verlassen. Unternehmer müssen aufpassen, dass sie nicht im falschen Moment das Entscheidende unterlassen.

Die Reportage. Das Komplizierte. Das Komplexe. Das Fremde. Das Neue. Das braucht Zeit. Es muss zuerst selbst verstanden werden, bevor es zielgruppengerecht vermittelt werden kann. All das kostet Zeit. Und Zeit ist Geld. Seit über 200 Jahren.

Text, Bild, Ton, bewegtes Bild. Die Entwicklung war rasant. Atemberaubend schnell. Zeitungen kamen mehrmals täglich mit Updates. Und mit diesen schnellen Wechseln, hatten es auch technische Errungenschaften leicht. Und so erstürmte das eben noch von der Kirchenwand heruntergerissene Bild bald die Zeitung. Die NZZ zwingelte noch am längsten. Wurde aber schliesslich in die Knie gezwungen. Erst jetzt beginnt sie breitere Spalten zu drucken. Grosse Zeitungen mit kleinen Schriften: Das war die Losung der Zeit auf dem Höhepunkt der Zeitung. Möglichst viel Information auf einer ausgebreiteten Seite in den Blick bekommen. Neue Technologien der Notation, bringen neue didaktische Herausforderungen mit sich. Journalisten waren Vermittler. Sie spezialisierten sich und schafften Konvergenz nicht mehr mit ihren Institutionen. Sie betonierten ihr eigenes Grab und spiegeln sich in ihre. Spiegel. “Sie nennen es Silo” und “Echokammer” und immer so weiter. Und darum reden wir bis heute von “den Medien”. Weil Zeitung als Massenmedium, die Journalisten, dazwischen standen. Zwischen allen und allem. Einsam und Zentral zur gleichen Zeit.

Und wie ist das Heute? — Nicht viel anders.

Nur “Glauben” fällt einem etwas schwerer. An Neutralität, an Unabhängigkeit, an Objektivität schon grad gar nicht. Warum es gewisse Leute nervt, dass Kinder so viele Selfies machen? Weil sie es ganz genau wissen: Wer selbst “irgendwas mit Medien” macht, weiss wie es geht. Weiss, wie voraussetzungsreich, wie gewollt, wie gemacht es ist. Die Deckung ist aufgeflogen. — Und Tschüss.

3 | Kommentar

Journalismus lernte sehr früh, News und Bericht von Kommentar zu unterscheiden. Der gute Journalismus — der Qualitätsjournalismus — trennt bis heute das Berichten über “Fakten” und deren Kommentierung. Das müssen zwei verschiedene Texte sein. Manchmal sogar in einer anderen Schriftart gesetzt. Unter den Fakten gibt es keine Signatur. Unter dem Kommentar den ganzen Namen. Und immer so weiter. Wir können unterscheiden:

  • Meinung
  • Würdigung
  • Kontextualisierung
  • Expertise

Und wie ist das Heute? — Die Journalisten inszenieren sich selbst als Brands. Ganze Geschäftsmodelle werden entlang von profilierten Stimmen entwickelt. Ich! Ich! Ich! Was über 20 Jahre lang komischen Leuten “welche im Internet leben” vorgeworfen wurde, ist jetzt etabliert und Teil des eigenen Konzeptes geworden. Es wird Meinung, Meinung, Meinung gefordert. Weil daran Geld und Werbung angebunden werden kann. Meinung! Aus freier Rede, wurde Meinungsfreiheit. Meinung: Die unterste Schublade einer verbalen Absonderung. Meinung ist so unverbindlich, dass nicht einmal der sprechende Mensch sich selbst daran halten muss.

Sie rufen postfaktisch und tun so, als ob sie die Paradoxie nicht kennten.

Alles klar. — Und Tschüss.

4 | Einordnen

Schreiben was ist? Für welche Perspektive? Die Revoluzzer? Die konservativen Katholiken? Die Arbeiter? Die Unternehmer? Die Bauern?

Das konnte Journalismus schon immer gut. Dafür liess sich schon immer Geld finden. Und wie ist das Heute? —Genau gleich.

Es ist PR.
Es ist Interessenvertretung.
Es ist Werbung.

Das ist nicht schlecht. Das war nicht schlecht. Es war ein Vorteil am nächsten Morgen vergleichen zu können: Die NZZ (die Unternehmer), der Tagesanzeiger (die Streiks unterlasser), der Blick (der besoffene Stammtisch). Über Jahre hinweg eine hervorragende Möglichkeit im deutschsprachigen Quartier der Kleinstadt Schweiz sich einen “gesellschaftlichen Überblick” zu verschaffen.

Und wie ist das Heute? Alles klar. — Und Tschüss.

Ein Zwischenfazit? Ein Zitat aus 2013? Oder früher!

Res Strehle: Wie würden Sie handeln, wenn Sie Chefredaktor wären — den Deal verweigern?
Peter Sloterdijk: Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder man schafft eine grosse Koalition der Abstinenten, die gemeinsam gegen den Zwang der Schreckensausbreitung streikt — oder man zeigt sich selber wegen Volksverhetzung an.

Und warum geht das alles heute nicht mehr?

Weil Journalismus nicht auf #medienlǝsɥɔǝʍ reagiert.

Weil Journalismus nicht nach einem Umgang mit Information auf der Höhe der Zeit fragt. Weil sich Journalismus nicht dem Wechsel von “Buchdruck” zu “Computer” stellt. Stellen kann. Darum.

Aber keine Sorge: Der Papst gibts auch immer noch. GOTT SEI DANK.

zum Video: Journalismus-Ausbildungsinstitutionen diskutierten Ende Mai 2008 in Berlin auf Einladung der Axel Springer Akademie über Entwicklungen und Zukunftsaussichten im Journalismus — und erstellten dazu Videos. Im Auftrag des MAZ und einer Brainstorming-Gruppe entstanden «Drei Ein- und Ausblicke». Der Autor dieses Eintrags wurde darin als Einen von Dreien vorgestellt.

#medienlǝsɥɔǝʍ

Mit der Inszenierung von vier Medienwechseln (Umstellung auf #Sprache, auf #Schrift, auf #Buchdruck, auf #Computer) wird eine Unterscheidung angeboten, welche einen praktischen Unterschied zu generieren vermag:

Es kann gezeigt werden, wie ein Nachfolgemedium sich selbst als eine ultimative Lösung für eine dem Vorgängermedium unterstellten Versprechen präsentiert und dieses so mit dessen eigenen Mitteln in die Überforderung treibt.

Um es kurz und abgekürzt und an einem beliebigen Beispiel zu explizieren:

Das Versprechen von #Sprache:

  • Das Abstrakte ist real.

Das Versprechen von #Schrift:

  • Das Abwesende ist anwesend.

Das Versprechen von #Buchdruck:

  • Das Ferne ist nah.

Das Versprechen von #Computer:

  • Das Einzelne ist verbunden.

Theorie ist auch Theater. Bloss nicht so verspielt.

War eigentlich Information schon immer gratis?

In einer (alten, klassischen) Zeitung lassen sich leicht unterschiedliche Elemente ausmachen. Es scheint so, als würden Inserate Geld bringen. Und Texte Geld kosten. Stimmt das auch? — Es kommt drauf an.

Tun wir so, als würden wir den Lokalteil einer Zeitung aufschlagen.

A | Wir sehen kleine Kästchen, welche auf Veranstaltungen hinweisen. — Das sind Texte, welche von den Veranstaltenden zum copy/pasten eingeschickt wurden. Vielleicht sogar über ein Formular eingereicht. Seit Jahren.

B | Wir sehen Berichte von Veranstaltungen. — Im schlechtesten Falle musste ein Journalist vorbeigeschickt werden. Ein Inserat unterstützt die Wahrscheinlichkeit, dass die Redaktionsleitung jemand dafür freigestellt hat. Es kann sein, dass das Foto vom Veranstaltenden bereitgestellt wurde. Kostenfrei. Selbstverständlich wurde auch eine “Pressemappe” zusammen gestellt, in welchen Textbausteine vorformuliert sind.

C | Wir kennen Berichte von Projekten, Unternehmen, Events: Da wurde vorgängig ein “Pressetermin” organisiert. Ein für Journalisten günstiger Tag, günstige Zeit wurde gesucht. Häppchen werden gereicht. Vielleicht wurde sogar eine Agentur dafür bezahlt, die Beziehung zu den Medienhäusern zu “organisieren”.

D | Was früher als “Publireportage” auf eigenen Seiten verhandelt wurde, ist längst in eigenen Bünden zusammengefasst und versteckt die Zusammenhänge mit Versicherungen, Banken, ThinkTanks … nicht mehr.

E | Kolumnen sind sehr beliebt auf Lokalseiten. Jedes Dorf findet seit 400 Jahren engagierte und mitteilungsbedürftige und halbwegs formulierungsfeste Beobachtende. Ganz kostenfrei. (Oder gegen einen Taschenrechner mit dem Logo der Zeitung. Ich weiss, wovon ich rede.)

Kurzum: Ich will sagen: Vor dem Internet war es für Unternehmende, für solche, die sich nicht aufs Unterlassen, sondern aufs Machen konzentrierten, sehr schwierig Informationen zu verteilen. Schon innerhalb des Dorfes. Erst recht innerhalb der Region. Und sowieso im ganzen Land und über die in der Schweiz stets sehr nahen Grenzen hinaus...

Zeitungen wurden zu “Gatekeepern”. Sich konnten Agenda setzend wirken. Was nicht in den Massenmedien auftauchte, das gab es nicht. Und wer drin war — selbst mit einer schlimmen, verunstaltenden Information — war besser dran. ANY NEWS ARE GOOD NEWS. Auch wenn galt, dass nichts älter ist als die Zeitung von gestern: Nicht in der Zeitung zu sein: Das war der Untergang.

Seit Internet ist aber die Verbindung von Informationsangebot zu Informationsnachfrage ideal erfüllt. Es braucht keinen Umweg über Zeitung, über Radio, über Fernsehen.

Und jetzt wird so getan, als hätten die Menschen früher für die Zeitung bezahlt, weil die Journalisten so tolle Arbeit geleistete hätten. Dabei wird deutlich, dass wir bloss Abos hatten, weil es sonst unmöglich war, an Informationen zu gelangen, an welche wir sowieso — weil beruflich, vereinstmitgliedschaftlich, männerchor, jassabenden am stammtisch und/oder turnriegen abenden — kommen konnten.

Nein. Möglichst einfach. Aber nicht einfacher.

Und wie geht das mit der Demokratie? Warum braucht es dazu Journalismus?

Einer der witzigsten Fakes dieser Tage: Es kommt niemanden in den Sinn, zu fragen, warum es unter den Bedingungen eines Internets eigentlich noch die Idee der Repräsentation braucht. Bzw: Wie sich diese Idee künftig verändern könnte.

Plötzlich schreien jene, welche seit 400 Jahren “Neuzeit” rufen, seit 200 Jahre “Aufklärung” und “individuelle Freiheit” per Schulzwang rücksichtslos realisieren, seit 150 Jahre zum davonlaufende Modernisierung durch Mechanisierung vorwärts brachten, dass…

… dass das Geplapper der Massen eine riesige Gefahr sei. Zum Beispiel.

Zum Beispiel: Wikipedia hat in rund 6 Jahren — von 2001 bis 2006 — die Qualität von Brockhaus erreicht. Empirisch belegt. Einfach so. Aus dem Stegreif.

Und was sagen die alliierten Siegermächte? Wissenschafter, Parteipolitiker, Journalisten und ihre öffentlichen Intellektuellen... Sie sagen: “Populismus bedroht uns!”, “Wir (also. natürlich: ihr… abernu) verblöden”, “Faschistische Verhältnisse wie 1930 sind zeigbar.” Und wo zeigen sie all das? In den Massenmedien. IN DEN MASSENMEDIEN! In den Massenmedien!

NIE WIEDER #vernunft

Wie dramatisch sich Journalismus ändert, muss im Unterschied zu früheren Idealen geprüft werden.

BigData

FAKE (do 2 list)

  • angehängte tweets führen zu div. links auf #bombe
  • buzzfeed

die ereignisse überschlagen sich… ich sollte hier eine neue struktur machen… und alles wird zum beweis, dass #brainstormings nicht auf MEDIUM gemacht werden sollten ;-)

/end

Stefan M. Seydel/sms ;-)
(*1965), M.A., Studium der Sozialen Arbeit in St. Gallen und Berlin.

Unternehmer, Autor, Künstler.

Ausstellungen u. a. in der Royal Academy of Arts in London, Deutsches Historisches Museum Berlin, Cabaret Voltaire Zürich. Gewinner Migros Jubilée Award, Kategorie Wissensvermittlung. Nominiert mit rocketboom.com für den Webby Award 2006 (Best Use of Video or Moving Image). Jury-Mitglied “Next Idea” Ars Electronica 2010. Sein Unternehmen wurde durch ein Angel-Investment zwischenzeitlich aufgekauft. Bis 2010 Macher von rebell.tv. Co-Autor von “Die Form der Unruhe“, Umgang mit Information auf der Höhe der Zeit, Band 1 und 2, Junius Verlag Hamburg. Mitglied im P.E.N.-Club Liechtenstein. Er war drei Jahre Mitglied der Schulleitung Gymnasium Kloster Disentis. Seit Sommer 2014 lebt und arbeitet er in Zürich: http://dfdu.org AG