#ZwingliFilm — “Dein Krug bin ich; brauch mich ganz oder zerbrichs!”

NEUE MEDIEN ermöglichen DER GESELLSCHAFT DER GESELLSCHAFT eine NäCHSTE Antwort auf DIE SOZIALE FRAGE.

Die Parabel #ZwingliFilm zeigt, wie vor 500 Jahren in der Sprache der Religion “Neue Medien” Politik, Gesellschaft, Werte- und Normen unterlaufen und herausfordern: Die Parallelen zu heute werden umstandlos und #fadegrad ausgesprochen. Das Lösungsblatt fürs ambitionierte Schulfernsehen. Kinostart Schweiz: 17. Januar 2019

(Die Playlist wird laufend ergänzt.— Reto Schläppi, aka @Cyberhelvetia, aka Frema AG, erkundet in seinem DailyVlog die Parabel vom #medienlǝsɥɔǝʍ, welcher der #ZwingliFilm in seiner linearen, schulbuchmässig vorgetragenen Erzählweise erzwingt. Der #CastelbergerNode in Zürich-Hottingen dankt herzlich ;-)
Trailer | Ohne Lösungsblatt, versteht du keine zeitgenössische Kunst. Nicht, weil es nichts zu verstehen gäbe.

Genau vor 500 Jahren — aufs Neujahr 1519 — kommt der 35-jährige Huldrych Zwingli in Zürich an. Und wird krank. Schwer. Krank zum sicheren Tod: Die Pest hat auch ihn ergriffen.

Der talentierte, junge Mann — weit gereist, sprachbegabt, Autodidakt, Pfarrer aus Berufung, musikalisch gesegnet, kommt — endlich! — in einem Machtzentrum an, gegen wilde Widerstände, in aussichtsreichster Position. Und wird ins Bett geworfen. Er fiebert, sabbert, schlottert. In dieser Not entsteht das Pestlied:

Din haf bin ich. Mach gantz ald brich”.

Haf meinte vor 500 Jahren Ton. Wie weichen Ton, knetet er — sich im Bette wälzend — Töne aneinander. Keine ganzen Sätze gelingen. Drei, vier Wörtchen bloss pro Zeile. Das Delirium dreht ihm die Gefühle um, wie eine Drehscheibe ihren klumpen Ton. Er erkennt sich selbst dabei als ein Gefäss. So verspricht er sein Leben: Kommt er zurück, will er unerbittlich schöpfen aus dem, was sich in ihm gesammelt hat. Wenn das Gefäss zerbricht, so will er sich nicht länger wehren...

So beginnt auch der #ZwingliFilm:

Ein Nerd trifft in Zürich ein. Er hockt auf einem Wagen und glotzt in jene “Neuen Medien”, wie das heute selbst die Alten machen, wenn sie auf Reisen sind. Die Welt, welche Huldrych Zwingli — im Film liebevoll “Ueli” genannt — durchfährt, lenkt ihn höchstens ab.

Zwingli weiss, was ihn interessiert, was wichtig ist, worum es jetzt zu gehen hat.

Der Buchdruck hat Europa erfasst. Den gewaltig Mächtigen erscheint dies wie die Pest. Der von den Toten aber Auferstandene weiss, wofür er nun zu leben hat:

Sola Scriptura.

“Die heilige Schrift” hat Zwingli nicht nur im Kloster Einsiedeln auf Hebräisch, Griechisch und Lateinisch lesen können. Er aber denkt und fühlt seit jeher in Deutsch und übersetzt sich Satz um Satz — zuerst nur für sich im Stillen murmelnd, bald für die Anderen laut und deutlich — das Verstandene in seine Muttersprache:

  • Eine soziale Ungeheuerlichkeit.
  • Ein wüster Tabubruch.
  • Eine aggressive Subversion.
Aber wogegen eigentlich? — Sind nicht jene, welche “Die Heilige Schrift” als kostbares Geheimnis Gottes hüten, ausgerechnet auch gleichzeitig die übelsten Brüder unter braunen und schwarzen Kutten gewesen? An welche Schrift halten die sich denn? Was genau, ist denen eigentlich noch heilig? Und wie lange schon, überdauert dieses betonierte Elend die Zeit? — Jan Hus machte einhundert — 100! — Jahre früher Versuche zu einer Reformation der Kirche…

Dennoch: Solch ketzerische Ideen hätte sich der junge Ueli, aus einer Bauernfamilie im Toggenburg kommend, nicht ohne weiteres zugetraut, wenn nicht plötzlich — wie ein Blitz aus heiterem Himmel — Schriften von ihm gänzlich unbekannten Menschen in seine Gefühle eingeschlagen hätten… Was in der Umgebung des mächtigen Benediktinerkloster Einsiedeln ideal hat gären können, war nun bereit im Überfluss:

In der Stadt finden sich leicht Gleichgesinnte.

Das war schon immer so. In wilden Zirkeln wird diskutiert. Um Bedeutung gerungen. Mit besten Könnern kann verhandelt werden. Jederzeit. Rund um die Uhr. Pausenlos. Hinter jeder Ecke eine nächste Inspiration. Und vor den Toren Zürichs — bloss ein bisschen den Hügel hinauf — da ging es noch viel ungehemmter zu und her…

Oben in Hottingen hockte ein Krüppel. Andreas Castelberger aus den Bündner Bergen. Gesegnet mit vielen schwachen Bindungen. Mit Zwingli seit vielen Jahren in regem Kontakt.

Während der Drucker Froschauer mitten in der Stadt zwar die neuesten Maschinen für bewegliche Lettern hatte, mussten diese Investitionen in innovativen Technologien den “Return on Investment” zurückpressen. Froschauer druckte. Alles. Gegen Geld. Die Literaten kamen und schon ging das Littering los. Gegen Geld.

Es ist nicht wahr, dass Tamedia die Gratiszeitung “20min” erfunden hat. Und dass Frau Bundesrätin Doris Leuthard dieses Geschäftsmodell nie verstanden hat, ist ein erhellender Witz am #JourTag18 gewesen.

Ganz anders der Castelberger Lesekreis.

Sie hatten ihr Thema gefunden. Und sie hatten nur ein einziges Thema. “Die Heiligen Schrift” bestimmt ihr ganzes Leben. Geht es um Leben oder Tod, um Arbeit oder Party, um Glück oder Not: Dieses wundervolle Buch weiss auf wundervolle Art und Weise auf alles die gottgefällige Antwort:

  • Ist ein Mensch anständig angezogen?
  • Verlangt ein Händler einen gerechten Preis?
  • Macht der Handwerker gottgefällige Kunst?

Der Bischof schaut im Streifall einfach in die Bibel. Er murmelt einen Spruch. Und ganz offensichtlich liest er die Antwort ganz unmittelbar ab.

Diese Unmittelbarkeit, dieser direkte Zugang zur Stimme, zum verschriftlichten, zum heiligen Willen Gottes, darum geht es ihnen.

Sie wollen dieses Buch in eigenen Händen halten. Ganz unvermittelt. Dieses Buch muss geöffnet, geknackt, gehackt werden. Es muss zugänglich gemacht werden. Barrierefrei. Damit ein jeder Eingang finden kann in die Geheimnisse Gottes, des Allmächtigen.

Die Übersetzung der Bibel:

Das ist das grosse Projekt, was diese jungen Medien-Nerds antreibt, fasziniert und in ihrem Handeln befreit.

Eine Übersetzung in eine andere Sprache ist aber immer auch eine Übersetzung in eine andere Zeit. Eine Translation ist eine Übertragung: Da muss sich einer schon zu einem Gefäss gemacht haben, aus welchem wiederum geschöpft werden kann:

“Machs ganz, oder zerbrichs!”

Und daran arbeiteten diese — selbstverständlich — als unanständige, vulgäre, grobschlächtige Horden Beschriebenen. Tag und Nacht. Unerbittlich. Und plötzlich konnten sie die Bibelstellen auswendig zitieren, welche die mächtigen Pestbeulen zum Spritzen brachte und Angst und Schrecken durch die Gassen trieb:

Schluss mit diesem akademischen “Hokuspokus”!

Dieses geleerte Gerede, was lediglich nimmersatte Verhaltensweisen schützte, nervte. Die Hostie wurde — ausgespuckt. Die wirkliche Präsenz Gottes, wird ganz anders real. — Jetzt murmelten die progressiven Kräfte: “Keine Vermittlung. Keine.” Und die Mächtigen purzelten und kullerten und liessen alle ihre verbliebenen Muskeln spielen. So lange es ging. (Bis heute!)

Schluss mit “We love to entertain you”!

In Lateinisch schwätzen und den Dummen Bildchen an die Wand flackern lassen, welche diese unter_halten, unter_werfen und in ihrem elenden Leben fesseln? — Nein: “Die Heilige Schrift” sagt was anderes. Die Täufer murmelten: Nichts als die Schrift. Nur die Schrift. “Sola Scriptura”. Und die Mächtigen purzelten und kullerten und liessen alle ihre verbliebenen Muskeln spielen. So lange es ging. (Bis heute!)

Schluss mit Last an der Lust!

Wenn Gott Menschen mit Lust geschaffen hat, dann ist die Last mit der Lust wohl eher Menschen gemacht.

(Ok. Den jungen, verheirateten Männern aus dem Castelberger Lesekreis war das kein Thema. Dem jungen Zwingli umso mehr...)

Aber ein anderes Thema — ein viertes — das wollte zuviel. Das ging zu weit. Bei allem konnte Zwingli mitgehen, bisher. Aber jetzt fiel ihm sein ganzes Anliegen — ins Wasser. Er ist selbst längst angekommen im Zentrum der Macht. Disputierte mit den besten Namen der Zeit. Quer durch Europa. Und so hat er ein fünftes Anliegen verraten:

  • Jenes zur Einforderung von Demut;
  • Jenes vom Abstand zur Macht;
  • Jenes wichtigstes Gebot zur Gewaltlosigkeit:

“Liebe deine Feinde.”

Diese bedingungslose Unterwerfung konnte Huldrych Zwingli nicht mitgehen. “Der Krug ging zum Brunnen. — Und er zerbrach.” Auf dem Schlachtfeld zu Kappel.

Aber was war die Frage, in welcher die jungen Menschen rund um jenen Castelberger Lesekreis keinen Kompromiss eingehen konnten?

Schluss mit der Kindertaufe!

Das tönt so harmlos. Und doch geht es um die ganze, gewaltige, weltliche Macht. Die Kindertaufe machte Zwingli zum Verräter. Zum Mörder an Freunden, Ermöglicher und Wegbegleiter.

Bis heute lastet die Abschätzigkeit auf diesen radikal-liberalen, auf diesen Anarchisten, auf diesen rigorosen Verweigerern von Vermittlern in jedweder Beziehung zwischen Menschen.

#Körpergeschichte

Damals bedeutete die Verweigerung der Kindertaufe die Verweigerung gesteuert zu werden. Die Verweigerung besteuert zu werden.

Plötzlich wären Menschen denkbar geworden, welche niemandem gehörten, ausser dem Einen. Welche sich jedweder Verwendung zu entziehen vermocht hätten, ausser jener einzigen: ein Gefäss Gottes zu sein. Menschen, welche ein Recht auf einen eigenen, selbstbestimmten Körper gehabt hätten. Menschen, welche in direktem, unverstelltem, unvermitteltem Gespräch mit Gott gestanden wären.

Gott— jenes ganz real präsente, jenes alles bestimmende, jenes nie anwesende Grössere als alles den Menschen zugänglichen.

Ohne Verweigerung der Kindertaufe — keine #Menschenrechte.

Diese Täufer fallen auf die Knie vor diesem Göttlichen. Jederzeit — aber um keinen Preis vor einem anderen Menschen — auch nicht vor einem Bot. Niemals — “Keine Vermittlung. Keine.”

Das Zeichen war ihnen die Taufe.

Sie tauften sich gegenseitig. Im Namen des Allmächtigen. Im Namen des Gestorbenen und Auferstandenen. Im Namen des Heiligen Geistes, welcher weht wo er will. Sie tauften sich gegenseitig als Erwachsene:

  • Selber denkend.
  • Selber schreibend.
  • Selber lesend.

Nicht, weil sie meinten, sie könnten es besser als die Gelehrten:

Ganz im Gegenteil.

Sie sahen sich selber als Geschöpf Gottes. Als Schöpfung Gottes. Als unverwechselbares, einmaliges, gewolltes Etwas.

  • In aller — verdammter! — Unzulänglichkeit.
  • In aller — verdammter! —Schwachheit.
  • Mit allen — verdammten! — Fehlern.

Dieses Geschenk ihres Schöpfers auszuschlagen, wäre ihnen als Gotteslästerung vorgekommen. Als unerträgliche Überheblichkeit. Als eine offensive Ablehnung, ein Gefäss Gottes zu sein.

“Die unantastbare Würde des Menschen” wurde später unter vielen Tränen, immer und immer wieder erneuert. Aber…

… der #ZwingliFilm inszeniert Heinrich Bullinger. Fast kommt er nicht vor. Die wichtigsten Sätze stehen im Abspann. Man muss sie ablesen. Als Schrift. Bild. Wie Trauben aus dem Weingarten des Textes. Aber dann ist es leicht zu verstehen:

Das ist die Botschaft des Films: #ZwingliWars

Der Krieg des Huldrych Zwingli ist nicht vorbei.

Während sich die Möglichkeiten ändern, wie Menschen miteinander kommunizieren, so bleiben die “menschlichen Bedürfnisse” (Silvia Staub-Bernasconi) doch sehr ähnlich. Wechseln aber die Möglichkeiten der Kommunikation, lässt sich “Die Soziale Frage” (Robert Castel) neu beantworten.

Die Möglichkeit des anonymen Publizierens und der massiven Verteilens dieser Lit(t)eratur war nicht nur ein Wandel der kommunikativen Möglichkeiten, sondern eine gewaltige Disruption: Ein Medienwechsel.

Während ein Medienwandel sanft Gewohnheiten ändert — etwa das bewegte Bild vom lichtscheuen Raum ins tageshelle Wohnzimmer, aufs herumtragbare Smartphone oder die kurze, schnelle Information vom Telegraphen, zum Teletext, zur SMS am Handy—so sind die dramatischeren Brüche durch die Erfindung von Sprache, Schrift, Buchdruck, Computer nicht zu übersehen:

Der Buchdruck erzwingt den Protest.

Argumente kommen angeflogen, auf Fragen, welche nur in einem verschwitzten Albtraum träumbar sind. Es wird urplötzlich deutlich, dass jenes nagende Gefühl auch andere haben. Und weil klar sein muss, dass wenn ich diesen Zettel in Händen halten kann, es wohl auch noch ein Zweiter tut…

…da wird aus Wut und Angst, leicht übermütiger Mut:

Am 5. März 1522 verkauften die Wirte einen Braten. In der Fastenzeit. (Kann ein Wirt die Fastenzeit toll finden? — Eben.) Da ruft plötzlich auch der Zunftmeister begeistert: “Sola Scriptura!” — Die feisten Pfaffen haben die Fastenzeit erfunden. In der Bibel steht davon nix.

Stunden später, am 9. März 1522, stärkte der Drucker Froschauer seine Mitarbeitenden mit einer Wurst: Erasmus von Rotterdam wollte ein Buch an der eben erfundenen, hippen Buchmesse zu Frankfurt ausgestellt wissen. Arbeitsdruck und überbordender Enthusiasmus befeuerten die Freude auf eine gänzlich andere Zeit. Auch Ueli Zwingli ist an der überdrehten Party mit dabei und handelt wie ein ganz grosser Polit-Stratege: Er isst nicht mit. Noch heute sprechen wir in Zürich kichernd vom “Wurstessen”.

Der Buchdruck — der Protest — die Protestanten.

Das, was eine Re:Formation des sozialen Gefüges erzwang, war die Möglichkeit, das was geglaubt werden sollte, selbst zu testen:

Die Reformation — die Protestanten — waren für den Test
— Das zeigt ja schon das Wort!

Und die Form, welche aufklären kann, was im Dunklen gehalten wird, ist die Re:Formation. 
— Das zeigt ja schon das Wort!

Ohne Täufer, keine Aufklärung.

Das was den Test härtet wie Feuer den Stahl, ist das Argument.

Ohne Täufer, keine Universität.

Das was das Argument beflügelt, ist der Konsens zur Uneinigkeit.

Ohne Täufer, keine Demokratie.

Aber was sagen die hohen Herren mit ihrer gewaltigen Macht in allen Phasen der Protestanten, welche eine Reformation erzwingen konnten? — Logo:

“DIESE KOMMUNIKATION LEHNEN WIR AB.”

Sie frassen sich zu allen Zeiten dick. Unanständig. Normenfrei. Gesetzlos. Wie der Bischof zu Konstanz im #ZwingliFilm zur Darstellung gebracht wird. Und plötzlich fällt es wie Schuppen von den Augen:

Der #ZwingliFilm ist eine Parabel.

Die gewaltig Mächtigen werden als Kinder eines ganz bestimmten Geistes zur Darstellung gebracht: Als Gefäss eines tönernen Götzen. Gegen genau diese Typen ging Huldrych Zwingli vor. Aber im Moment, in welchem er sich mit ihnen verband, zerbrach er. — Der Krug zerbrach. Der Zwingli zerrissen.


Die Szene der Ersäufung der Täufer

wurde am Sonntag, 4. März 2018 abgedreht. In Stein am Rhein. Es war der Sonntag zur Abstimmung um #NoBillag. Die massenleitenden Medien feierten ihren wilden Sieg. Es war der Auftakt zur Woche, in welcher 500 Jahre früher die Reformation ihren raschen Anfang gefunden hatte. Die Informationen wurden via Snapchat gefilmt, via Soundcloud vertont, via YouTube bebildert, via Blogs verteilt, via Twitter abgelegt. Und was rufen die gewaltig Mächtigen?

“DIESE KOMMUNIKATION LEHNEN WIR AB.”

Am Neujahr 2019 jährt sich zum 500. Mal, wie der junge Zwingli ins Delirium der Pest fiel und sein Leben zu einem Gefäss Gottes erklärte:

“Dein Krug bin ich; brauch mich ganz oder zerbrichs!”


Wir sehen uns drei grossen Krisen ausgesetzt:

  1. Die ökologische Krise (Die Grenzen des Wachstums)
  2. Die ökonomische Krise (1989/2008)
  3. Die kommunikative Krise (Medienwechsel)

Das gemeinsame der drei Krisen ist, dass die Orientierung von Links:Rechts und Progressiv:Konservativ keine Orientierung in der Bewältigung der Herausforderungen zu leisten vermag.

Präzis in diese Zeit fällt nun die Möglichkeit, gänzlich anders zu kommunizieren:

Wussten Sie, dass Tim Berners-Lee — der Erfinder von HTML und SemtanticWeb — ein Kind in der Tradition der Täufer ist? Wikipedia wüsste es.

Wikipedia und Wikidata können als kollektive Versuche gesehen werden, auf diese Herausforderungen zu reagieren. Jenseits von Politik und Wissenschaft. Ist es erstaunlich, dass es die Kirchen sind, welche unbefangen auf diese nächsten Möglichkeiten reagieren?

Die Frage, wie Menschen in der Schöpfung Gottes gemeinsam, gerecht, fürsorglich, im Einklang mit der Natur leben können, war schon immer ein zentrales Anliegen. Jetzt aber kommt die Frage dazu, was der Mensch eigentlich sei, unter den Bedingungen von “Computer vermittelter Kommunikation”. Und was aus dem Menschen geworden ist…

Der #ZwingliFilm bietet einen guten Anlass, die drängenden Fragen auf eine bessere Ebene zu heben als dies “professioneller Informationsjournalismus”, tagesaktuelle Parteienpolitik, akademische Forschung zu leisten vermag. (Ganz offensichtlich.)

Din haf bin ich. Mach gantz ald brich”.

Das Lösungsblatt*

Was zeitgenössische Kunst sein will — und dieses ambinionierte Vorhaben von #ZwingliFilm will das gemäss Eigenwerbung explizit — hat ein Lösungsblatt zu ertragen. Diese Lösungsblätter sind jene weissen Blätter, auf welchen die Kuration in kleiner Schrift erzählt, was auf den Bildern, Installationen und Screens ihrer Kunstausstellungen zu sehen ist. Das braucht es. Weil es nichts zu verstehen gäbe als beliebige Unter_haltung. Weil diese Kunstwerke, angetrieben aus dem Maschinenraum der Kunst, ganz anderen mechanischen Wirkungen ausgesetzt sind als ästhetische Wohlgefälligkeiten.

10. Februar 2019

Historische Einordnung der Figur Zwingli durch ex-rebell.tv-Hofhistoriker Herbert Lippenberger

14. Januar 2019 Vorpremieren #ZwingliFilm

8. Januar 2019

1. Januar 1515–1. Januar 2019–500 Jahre re:FORM pro:TEST

der aktuelle Stand des Lösungsblattes — scheint noch nicht zu funktionieren, wie das Feedback von /tp zeigt:
1.1.2019 — /tp hat das Lösungsblatt ausgefüllt... (es funktioniert nicht :-(

[Visionierung: 4.12.18; Erstellt: 6.12.18; Aktueller Status: 18.12.18, Diskussion im #CastelbergerNode | Podcast: 1. Lesung, 7.12.18; 2. Lesung, 10.12.18,17.11h | Textsorte: Bekenntnis]

das MAKING OF… einige Tweets während dem Schreibprozess

Filmbesprechungen

Doku 2. Lesung

Doku 1. Lesung

während ich den text eingelesen habe und ich ihn nicht hochladen konnte: eine eMail aus dem kloster mustér/dissentis. es könnte nicht passender sein…

#CastelbergerNode

Feedbacks

Kinostart 17. Janaur 2019 | zwingli-film.com

Quellen/Links:

Social Media: Twitter, Instagram, Soundcloud, Wikipedia via @sms2sms

Stefan m. Seydel/sms ;-)

(*1965), M.A., Studium der Sozialen Arbeit in St. Gallen und Berlin. Unternehmer, Autor, Künstler.

Ausstellungen und Performances in der Royal Academy of Arts in London (Frieze/Swiss Cultural Fund UK), im Deutsches Historisches Museum Berlin (Kuration Bazon Brock), in der Crypta Cabaret Voltaire Zürich (Kuration Philipp Meier) uam. Gewinner Migros Jubilée Award, Kategorie Wissensvermittlung. Diverse Ehrungen mit rocketboom.com durch Webby Award (2006–2009). Jury-Mitglied “Next Idea” Prix Ars Electronica 2010. Bis 2010 Macher von rebell.tv. Co-Autor von “Die Form der Unruhe“, Umgang mit Information auf der Höhe der Zeit, Band 1 und 2, Junius Verlag Hamburg. Mitglied im P.E.N.-Club Liechtenstein. Er war drei Jahre Mitglied der Schulleitung Gymnasium Kloster Disentis. Seit Sommer 2014 lebt und arbeitet er in Zürich: #dfdu.org AG, Konstellatorische Kommunikation. (Entwicklung von Pilot und Impulsprojekten, gegründet 1997 mit Tina Piazzi)