Die Einsamkeit des Bloggers
Wie wir schreiben, wie wir lesen
Der Rat an alle Blogger: Wollt ihr gelesen werden, dann nützt dem Leser!
Und so sehen wir Blogs, die Rezepte vorlegen, Werkzeuge erklären, Informationen verbreiten, ratgebern, empfehlen, wegweisen … Blogs, die sich dem Leser nützlich machen.
Das Netz hat die Werbung umarmt. Ein Geschenk waren die Blogs. Wir schreiben für Waren, für Umgebungen, für Werte. An der Hand gefasst der Zwilling des Netzes, immer dabei.
Und doch es gibt Dinge, die sind Halbdinge. Sie sind halb vorgestellt, halb stofflich. Es gibt Gedanken — wie wollen wir sie bepreisen? Und es gibt Träume, die sind uns aus dem Schlaf geraubt.
Was will die Werbung dort? Eine Farbe, einen Klang, einen Namen suchen? Für was? Vertane Zeit … die Werbung ist eilig, keine Träumerin. Ein Zähler ist kein Philosoph.
Genug gedunkelt! Schaut euch um hier!
Dies Medium.com ist die Idee eines Bloggens ohne Ziel und Wert. Zuerst seid ihr erschrocken. Die Stille hier ist groß. Ihr seid allein mit dem ungeschriebenen Wort, dem losen Gedanken. Medium ist Tage- und Traumbuch.
Lest, wann ihr schreibt. Wandert von Blog zu Blog. Schon ist nichts mehr karg. Holt euch die Bilder aus dem Text. Es gibt genug davon. Wie ein Strom kommt er heran. Gehört niemandem. Und ist von keinem Nutzen als dem Vergessen.
Bloggen ist Flüstern — das will uns Medium sagen ;-)