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Hallo, danke für die lange Antwort. Ich bin durch einen Link in den Kommentaren bei Magaziniac auf deinen Artikel gestoßen (wie wohl auch schon ein anderer Kommentator hier).

Dass Problem, das die großen Seiten / Verlage haben ist halt die Aufsplitterung des Spielemarktes. Viele Zocker interessieren sich nur noch für bestimmte Bereiche aber nicht mehr eine allumfassende Information. Die Welt ist halt schnelllebiger geworden und der Spielemarkt im Vergleich zu früher einfach zu groß und vielfältig.

Mich stören eigene eingebettete Player und ähnlicher Schnickschnack wie Popup- Werbung oder noch schlimmer, mit lautem Sound, auch, aber was sollen die Seiten denn machen? Auf reinen Abobetrieb umstellen? Wer nicht zahlt bleibt draußen? Dann gehen die Besucher eben woanders hin. Die großen Portale müssen die Massen ansprechen, deswegen wird alles was auch nur annähernd nach Meldung ausschaut verwurstet, egal ob Pressemitteilung oder einfach von englischsprachigen Seiten abgeschrieben.

Das interessiert aber wie gesagt viele Spieler auch nicht mehr und die suchen sich dann lieber kleinere Seiten, die mehr ihre Interessen abdecken. Das Problem da ist, der deutschsprachige Raum hat nur eine bestimmte Anzahl von Hardcore-Zockern. Selbst relativ bekannte Seiten wie Gamers Global haben nur 5000 registrierte Nutzer + ein gewisses Laufpublikum und können da dank engagierter Fans, die aktiv Inhalte kostenlos liefern und Abos zahlen ein Büro und drei Leutchen + ggf. Praktikant von zahlen. Bei Hooked haben sie letztens auch von 5000 regulären “Fans” gesprochen von denen immerhin ein kleiner Teil gelegentlich spendet was wohl irgendwie reicht um das Büro zu zahlen und gerade von zu leben. Wie Rocket Beans das macht mit großem Haus in Hamburg und unzähligen Mitarbeitern bei ihren durchschnittlich 5000 — 15.000 Zuschauern fasziniert mich immer wieder.

Die Crux im Netz ist halt, man muss kostenlos anbieten, weil es eben kostenlose Konkurrenz gibt. Und da zähle ich Hobbyblogger (wie ich selbst einer bin (rpcg.blogspot.com)) mit zu. Also was bleibt außer Werbung (und Spenden von Fans) an Möglichkeiten der Monetarisierung? Wenn ich da eine Antwort hätte, wie gesagt, würde ich sofort mein eigenes Portal aufziehen. Und ja, erfolgreiche You Tuber oder Twitcher verdienen gut, allerdings haben die auch fast immer ein internationales Publikum, selten ein richtiges Studio und nur gelegentlich noch Mitarbeiter, also kaum Unkosten. Zwei, drei deutschsprachige darunter hatten halt unglaubliches Glück. Der Rest macht das auch nur als Hobby nebenher.

Die großen Webseiten wie Gamestar oder PC Games / 4Players haben ja Printverlage in der Hinterhand, die ggf. die Webseite mitfinanzieren, trotz Millionen(!) an Hits. Aber auch die spekulieren ja darauf so viele Einnahmen im Web zu generieren wie möglich, damit sich die Seiten von selbst tragen.

Ich selbst als engagierter Zocker verfolge mehrere “Communities” bzw. “kleine” Spieleangebote wie Gamers Global, Hooked, Insert Moin, JPGames, Polygamia, Spieletipps, Gamersplattform usw. aber auch meine Zeit ist begrenzt. Und je mehr solcher kleinen Angebote es gibt, desto schwerer wird es ja für den einzelnen, denn die Zahl der richtigen Zocker, die nicht nur zocken sondern sich auch (allgemein) über das Spielen informieren steigt nicht unbedingt, je mehr kleine Portale es gibt, desto mehr teilen sich also die Nutzerzahlen auf alle auf.

Es wird also eher immer schwerer davon zu leben, insbesondere wenn man keinen Namen hat. Gamers Global lebt dank Jörg Langer, die Hooked-Leute waren bei Giga, die von Spieletipps z.T. bei Computec. Die haben ihre Fans also quasi mitgenommen und dadurch am Anfang eine gute Basis gehabt.

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