Das Wiederveröffentlichen von Inhalten und der unendliche Strom an Content

Wie geht man als SocialMedian oder Blogger mit der Tatsache um, dass die liebgewonnenen eigenen Inhalte keine Leser mehr finden, weil niemand deren Existenz mitbekommt?


Ein Thema, das viele Publisher egal welcher Couleur schon eine Weile beschäftigt. Man könnte jetzt achselzuckend darauf hinweisen, dass dies der Fluch der Demokratisierung der inhaltlichen Produktionsmittel ist. Oder sich schlaue Wege aus diesem Dilemma überlegen. Häufigeres Triggern auf diversen Kanälen, das Wiederverwenden von Inhalten etwa. Klaus Eck hat sich dieses Thema in einem kritischen Beitrag angenommen unter dem Titel “Content Recycling in Social Media. Im Content-Marketing sollten Sie das Republishing vorsichtig einsetzen”, auch mit einem Verweis auf einen Beitrag von KISSmetrics, der verschiedene Modelle vorstellt, wie zumindest mit dem Problem der schwindenden Sichtbarkeit in den SocialMedia-Kanälen umgegangen werden kann. Folgende Grafik veranschaulicht das Prinzip sehr treffend:

Dies betrifft aber nur die Verteilung der Information über einen Inhalt. Das “Re-Animieren” bestehender Inhalte selbst muss mit Bedacht eingesetzt werden. Klaus Eck hat dazu einige gute Tipps, auf Medium bezogen: “Alternativ können Sie auf Medium Texte anteasern und den Ursprungstext verlinken. Das funktioniert sehr gut, wirkt aber noch besser, wenn Sie den Teaser nicht identisch gestalten, sondern einen neuen, frischen Einstieg mit Bildern wählen. Genauso gut können Sie vorhandene Inhalte nutzen, diese neu arrangieren, um aktuelle (multimediale oder andere) Mehrwerte anreichen und sie erneut publizieren. Allerdings sollte es dann meiner Meinung nach keine reine Wiedergabe des Alten sein. Seien Sie hierbei lieber etwas vorsichtiger. Ihre Leser sind oft schlauer als Sie denken. Enttäuschen Sie diese lieber nicht und seien Sie beim Republishing transparent. Warum nicht auf den Ursprungs verweisen, wenn dieser noch erkennbar ist?”

Es bleibt weiter spannend zu beobachten, wie Content-Produzenten mit dieser Problematik umgehen, vor allem aber, wie kreativ sie im Sinne des Lesers arbeiten.

Für mich ist dies im Moment ein zentrales Thema — und ein hervorragender Anlass, mich selbst mit der Plattform Medium auseinanderzusetzen.