No Winterblues // Wie hat sie es gemacht!?

Alles, was diesen Winter blue is, san meine Hoa. (höhö)
Jaja ihr Käsebananen, ich, Simay Zwerger, 23 Jahre jung, habe zum ersten Mal KEINE Winterdepression. Obwohl ich mich schon darauf vorbereitet habe. Oder ist das vielleicht der Grund, warum sie gar nicht erst eingetreten ist? Meine Best-Of-Liste, warum ich gerade überwiegend happy bin.

Simay Zwerger
Jan 30 · 5 min read
C: Christopher Glanzl // RawCät & Swägmay bei der Gürtelsquad

1. No boys, no drama

Gaunz eifoch. Es ist zwar ein langer, trockener Weg und meinen Saft muss ich mir selber pressen, aaaaber ich bin wenigstens nicht mental mit irgendeinem Boi beschäftigt, der es mal wieder nicht schafft, zu antworten, zu schreiben, zu existieren.

Nein, ich stecke all meine Energie und Zeit in mich selbst und das heißt ich liebe gerade nur mich und das hab ich auch dringend nötig gehabt! Ich find mich total witzig und ich kann gut tanzen und ich hab geile Brüste inkl. genialem Underboob-Tattoo und fühle mich großartig in meiner Haut!

2. Raus aus der Comfortzone

Ich hab mir die ärgsten Adrenalinspritzen gegönnt: Open Mics! Gemeinsam mit Chilly „RawCät“ Jansoccer hab ich Anfang Jänner, am Geburtstag meiner Mami, an einem Hiphop Open Mic der Gürtelsquad teilgenommen. Erster Auftritt, abgesahnt. Aber wem sag ich das, ihr wart wahrscheinlich alle da. Wenn nicht, stay tuned! (Nächste Gelegenheit: 1.2. Femme DMC, Camera Club ab 23h)

Vor dem ersten Auftritt hatte ich eine Woche lang keinen Appetit, hatte zittrige Hände und musste mich zum Runterkommen … egal jetzt. Weil dann standen wir da oben und alles war wie in einem Kinofilm und dann haben wir meiner Mama ins Gesicht gerappt “Jetzt sind die Fotzen wieder da” und dann wars vorbei und dann haben wir eine Zugabe gespielt und dann habt ihr so lange geklatscht und gejohlt und diese Energie reicht noch bis ganz lang danach. Ich habe mich mit eurem Applaus besudelt und ihn in mich hineingezogen wie andere ihren Schnee. Schee!

Das ist die tollste Droge, das kann ich euch sagen. Raus aus der viel zu bequemen Comfort-Zone, exponiert euch, traut euch, scheißt euch nicht an und genießt davon jede Sekunde. Es macht lange glücklich, sowas! DANKE ❤

3. New year, new me (aber nachhaltig!)

Wenn mir fad wird mit mir selber, kommt entweder eine neue Frisurska, mein Zimmer muss umgestellt werden oder ich tobe mich auf einer Kleidertauschparty aus. Jede dieser Veränderungen belebt mich, und ich freu mich auch Tage danach noch wie ein kleines Hündchen. Zum Beispiel über mein schwarzes Cape, nachdem ich 6 Jahre danach gesucht habe. Oder die extrem genialen schwarzen Stiefel, die ich für 5€ am Firlefanz Flohmarkt bei einem super lieben Görl gekauft habe. Yay!

Geht nicht ständig shoppen, ihr Konsumsklav*innen, sondern kauft/tauscht euch gezielt Teile, die euch nachhaltig glücklich machen. Ihr habt den Hype um Marie Kondo mitbekommen — alles, was euch kein Lächeln auf die Lippen zaubert, kann weg. (Who the motherfucking fuck ist bittesehr Marie Kondo und warum sollte ich die kennen, oida, Simay, echt, du immer mit deinen Insidern)

4. Sport am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen!

Ich hätte es selbst nicht erwartet und ich weiß auch nicht, wie das sein kann: ich war trotz Wintersemester mit gelegentlichem Schnee- und Krankheitsfall fast jeden Dienstag um ZEHN UHR MORGENS in der Turnhalle, wo ich mit sanfter Lounge-Musik inklusive Vogelgezwitscher das sogenannte „Vitalkörpertraining“ gemacht habe.

Nicht nur, dass ich dort fast jedes Mal tatsächlich (wenn auch halbverschlafen) um 10 Uhr morgens anzutreffen war, oh nein, davor bestreitete ich stets den 15-minütigen Fahrradweg durch den Wiener Prater! Bei jedem Wetter! Ja, na, das gibt’s ja nicht!

Ich kann euch Morgensport nur empfehlen, der ganze restliche Tag fühlt sich intensiver an und selbst diese Freude dehnt sich — zumindest bei mir — noch auf die Folgetage aus, wo ich meinen Bizeps bestaune und meine Brustmuskeln abwechselnd wackeln lasse. (womp womp)

Hier sehen Sie mich warm eingepackt auf dem Weg zu meinem Vitalkörpertraining! (9:50 AM)

5. Drum’n’Bass is life

Ohne die unverhoffte Wiederentdeckung eines Musikstils meiner Jugend wäre ich heute nicht die, die ich heute bin. Ich bin heute die kleine Sportmaus Simay, die sich auch morgens gerne mal ein paar fettere Tunes in die Ohren schmeißt, die, ich zitiere meine Freundin Frau Berger, fürs gemeine Volk „am Morgen zu heftig“ sind. Ich selbst schwöre auf die rund 180 BPM zu früher Stund’, sie regen meinen Geist an und rawr, meine Playlist ist zum Schwachwerden! (Viele female vocals und liquid dnb und dann ein paar Klassiker zum AbroQQen)

Wenns mir mal wieder fad wird so mit mir selber, da muss dann eine Party her! Wer mich in letzter Zeit auf einer Homeparty „in action“ erlebt hat, wird nicht um das Phänomen „DJane Spotimay“ herumgekommen sein. DJane Spotimay ist für Playlists bekannt wie: „genau meins“, „fresh juice“ und „ultimat“. Letzte bietet die danceablesten Dancetracks meines 11-Jährigen Ichs und kann gerne für zukünftige Partys gebucht werden!

6. Die Basics

Rausgehen, rausgehen, rausgehen
=
halbe Miete. So viel Tageslicht wie möglich, bei Sonne bitte sowieso!

Viel Trinken
habe mir unabsichtlich 10 verschiedene Tees gekauft/geschenkt bekommen und habe nun eine famose Auswahl an den exquisitesten Sonnentor oder Demmers Teehaus Aromen!

Viel Schlafen
als unbekümmerte Studentin im wahrhaftig fünften Studienjahr ist mir mein Leben wichtiger als die Uni und daher wähle ich nur noch Kurse zu humanen Uhrzeiten. Nützt jedes länger Schlafen aus, nicht nur am Wochenende!

Immer warm essen
Nummer 1 Regel im Winter: iss wos gscheits. Jeden Tag. Selber kochen. Warm.

Wie bleibe ich warm?
abends IMMER heiß duschen gehen, morgens auch, falls viel geschwitzt

Ich bin aber krank
Trick 18 von den Expertinnen
SwägCät & RawMay: rohen Knoblauch und Ingwer ballern bis die Ohren flackern, auf Medikamente weitgehend verzichten, drei Schlafleiberl im Bett positionieren, das jeweils Schweißgetränkte alsbald wechseln und schnell weiterpennen. Dazwischen immer Ingwertee, Pro-Tipp für die Bowses (swag-Sprache für “Boss”, “Chef”) unter euch: ganze Ingwerstücke roh kauen, bis die Droge einschießt!

7. Das Beste kommt zum Schluss

Ich kann mich seit Wochen darauf freuen, dass ich den tristen, kalten, grauen und oft sehr uni-lastigen Monat Februar im schönen warmen Südamerika verbringen werde. In genau einer Woche sitz ich dann im Flieger und sag nur BYE BYE BITCHEZ, dann heißts noch März überstehen und dann ist das Schlimmste echt vorbei :)


Simay Zwerger

Written by

Idealistische Weltverbessererin mit Hang zum übersexualisierten Wortwitz. Manchmal in Rage, meistens in Anglizismen. Join the family ❤️

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