PR-Grundlagen: Was ich 2015 in einem Seminar gelernt habe – und was jeder davon mitnehmen kann

Tobias Körner
Jul 25, 2017 · 5 min read

Was sind die Grundlagen von PR-Arbeit? Welche Eigenschaften braucht man als Kommunikator? Mit welchen Tricks und Tools lässt es sich am besten arbeiten?
Takeaways eines PR-Seminars vom Dezember 2015 — immer noch aktuell, teilenswert und ganz bestimmt unvollständig.

Praxis schlägt Theorie, Geschichten können mehr als Fachtexte: Wenn es darum geht, (in den PR und der professionellen Kommunikation) etwas zu lernen, dann ist nur das Machen wertvoller, als Kollegen und andere Experten nach ihren Erfahrungen oder Meinungen zu fragen.

Andere um Rat zu fragen, ist dabei kein Zeichen von Schwäche — im Gegenteil: Wer bereit ist, Vorschläge von anderen anzuhören oder gar Tipps zu befolgen, der beweist Cleverness. Warum sollte man schließlich das Rad neu erfinden? Wer kreativ ist, entwickelt das fremde Know-how durch eigene Anwendung und Abstraktion weiter und macht es zu einem Teil seines eigenen Erfahrungsschatzes.


Aufmerksamkeit generieren, relevant bleiben, neugierig sein

Sachar Klein*, damals noch bei Glossybox tätig, und Lukas Jaworski*, zu diesem Zeitpunkt beim Company Builder Hitfox aktiv, haben im Dezember 2015 in der Startup-Hauptstadt Berlin ein Seminar über PR-Grundlagen gehalten; passender Titel mit dem Zeug zum Aufmacher:

„Mit PR und Kommunikation zu echter Wachstumsstrategie“

*

Am Anfang war… der 30-Sekunden-Pitch

Das Spiel um Aufmerksamkeit hat eine einfach Regel: Wer sein Produkt einer breiten Öffentlichkeit vorstellen will, muss erst einmal Journalisten davon überzeugen (die Möglichkeiten mit und die Rollen von Social-Media- und Content-Marketing in den PR einmal ausgenommen). Das geht per Telefon, Mail, Twitter oder direktem Gespräch auf einem Event. Die erste Lektion des Seminars hielt daher drei wichtige Kriterien für einen gelungenen Pitch bereit:

  • Relevanz: Der Pitch soll klar formuliert sein und alle W-Fragen beantworten, aber dabei eine Story erzählen: Was ist die USP, wie sieht die UX aus, welche Pain Points werden gelöst, wer steckt dahinter?

Grundlagen der PR — nützliche Tipps

Im Folgenden versuche ich, auf unnötige Prosa zu verzichten und gebe daher nur die Stichpunkte aus meinen Aufzeichnungen wieder:

  • Die persönliche Einstellung des Kommunikators ist das A und O. WORD. Man muss Geschichten erzählen wollen, dabei Konsistenz und Konsequenz zeigen. Ebenso wichtig: Das Zuhören und Hinterfragen.

Was ich aus dem Input gemacht habe

Der wichtigste Gedanke, den ich aus Berlin mitgenommen habe:

Ein Kommunikator muss offen, neugierig und experimentierfreudig sein.

Es ist nicht so, dass ich es vorher nicht war, im Gegenteil; aber die Bedeutung dieses Charakterzuges für diesen Job wurde mir erst durch die klare Formulierung richtig bewusst. Schließlich gibt es immer wieder Beispiele dafür, dass PR-Arbeiter sich sogar mit einer Anti-Haltung brüsten.

Außerdem:

  • Ich arbeite lieber mit Pitches als mit Pressemitteilungen. Neben den „3 R“ orientiere ich mich hier und beim Storytelling allgemein noch am PUZLA-Schema. Was dahinter steckt, habe ich im Marketing-Blog der Gelben Seiten erklärt.

To be continued.

Das Wort zum Schluss

Mit Sicherheit ist in meinen Aufzeichnungen der eine oder andere wertvolle Tipp für PR-Kollegen. Für manchen mag nichts Neues dabei sein — auch okay! Es schadet nicht, vermeintliche Plattitüden (noch) einmal zu lesen. Wer gar weitere Tipps, Kommentare oder Anmerkungen hat, kann sie gern unten ergänzen.

Ach und sage noch einer, solche Seminare würden nichts bringen.


* Zur Biografie der beiden hier nur so viel: Wenn ich mich recht erinnere, dann hat der eine damals vor allem mit den diversen Foto-Apps auf seinem Smartphone herumexperimentiert; der Homescreen des anderen dagegen war belegt mit allen denkbaren Social-(Media-)Apps.

Tobias Körner

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Vom Deutsch-LK übers Philosophie-Studium in die Corporate Communications und PR. |

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