Tuch und Riemen


https://commons.m.wikimedia.org/wiki/File:Tomb_of_Menna_-_funeral_boat_600dpi.jpg

Einst war eine Feder

welch zart glitt auf Leder

‘S sollt werden gar blass

Als ein Sturm stob durch's Gras


So ward denn ersonnen

behände gesponnen

ein Tuch auf stark Triebe

Gespannt ist’s bei Ebbe


Der Knabe am Ufer

bar Hornes. Doch Rufer

sei Schnur stet im Winde

Steig Drach' nur gelinde


Tanz hehr vor dem Blauen

In Lüften auch schauen

und nahe dem Spate

Minuskeln Zeug Paten


Errötend sein Wange

da Wolken ward banger

Stramm pausen sich Backen

der Junker strafft Nacken


Mark, Fleisch und Gebärden

Der Hauch über Erden

zu Tosen geronnen

Feixt Drache harsch Wonnen


Der Reck dünkt sich Mann nun

Stolz schreitet zum Kahn hin

Die Flut ätzet wider

Prüft Zug, Sinn und Glieder


Weiß kühn er zu knoten

und ziemen die Schoten

Doch dräut fest die Schnur dort

noch eh sticht in See fort


Die Fahrt will ihm locken

Fern hört er sanft Glocken

durch Gischt und Gebräu

Tuch und Sturmflut ihm treu


Bauet Wälle gleich Türm

Längst floh Faun und Gewürm

Drängt sein Nachen empor

Harm und Neptun im Chor


Das Lied weiß nun jeder

was floss einst aus Feder

geführt und betont nur

eh Tier noch gewohnt war


zu singen und preisen

von Händen und Fleiß

die gegerbt einst mit Schweiß

eh der Hauch ganz ein leiser


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