Wie mein iPad Pro mein MacBook Pro (fast) ersetzte

Als Steve Jobs im Jahr 2010 das erste iPad vorstellte, war mir als Apple-Fan klar, dass ich mir früher oder später auch das Tablet von Apple kaufen werde. Schließlich wurde es dann 2013 die vierte Generation des iPad, die bei mir zu Hause landete. In meiner Ausbildung hat es mir sehr weitergeholfen. Ich musste keine Ordner mitschleppen und konnte vieles schnell suchen und finden.

Nur das Gewicht und die Software-Tastatur waren aus meiner Sicht die Nachteile. Der erste Nachteil wurde mit dem iPad Air gelöst und mit dem iPad Air 2 nochmal übertrumpft. Dort habe ich wieder zugeschlagen. Anfangs hatte ich das wirklich leichte und super dünne Gerät noch oft dabei, doch durch das iPhone 6 Plus oder auch iPhone 6S Plus und meinem MacBook 15 Zoll gab es weiterhin eine Lücke für das iPad. Dennoch erledigte ich nachzu alles auf dem iPhone und MacBook, sodass es überflüssig wurde.

Für YouTube-Videos brauche ich nicht zwingend ein iPad. Es hat zudem immernoch die physische Tastatur gefehlt.

Dann kam die Wende

Das erste iPad Pro kam auf den Markt. Mit Stift (Who wants a stylus?), namens Apple Pencil und physischer Tatatur, dem Smart Keyboard. Ich war skeptisch, ob dieses Zubehör alleine das iPad attraktiver macht und für mich wieder eine Daseinsberechtigung ist. Erstmal habe ich nicht zugeschlagen und blieb bei iPhone und MacBook für meine tägliche Arbeit.

Ein Jahr später kamen spannende Infos durch Gerüchte vor der WWDC 2017 zutage. Ein iPad mit 10,5 Zoll Display und einem neuen Display, sowie ein neues iOS mit hilfreichen Funktionen für das iPad.

Da ich pro Monat mehr als 10.000 Kilometer auf der Schiene unterwegs bin und bewusst auf mein Gepäck achte, würde ich zudem gerne auch mein MacBook Pro 15 Zoll, was ich sowohl für Video, als auch für viel Textarbeit nutze, im Rucksack loswerden und es nur bei Bedarf einpacken müssen.

Der Tag

Anfang Juni war es dann soweit und Apple präsentierte das neue iOS als auch neue iPads. Genauer gesagt ein iPad Pro mit 10,5 Zoll Display. Dieses Display bietet zudem eine Bildwiederholungsrate von 120 Hz. Das Betriebssystem iOS 11 verwandelt das iPad zu weiten Teilen in Richtung MacBook. Es gibt ein Dock, Drag & Drop und einfaches öffnen von mehreren Fenstern.

Ich war begeistert und wusste eigentlich, dass dieses iPad genau das war, worauf ich gewartet habe. Ich wartete noch die Zeit ab und testete das neue iPad Pro erstmal im Apple Store, wo das Hightlight iOS 11 allerdings noch nicht anzutreffen war, da dieses erst vor kurzer Zeit veröffentlicht wurde.

Dennoch schaue ich mir bei YouTube ein paar Tests an und jedes dieser Videos bestätigt mein Empfinden. Dieses iPad kann einen Mac ersetzen. Ich wollte es nun testen.

Bestellung abgeschickt

Im August habe ich mir also das neue iPad Pro mit 10,5 Zoll Display bestellt. Dazu habe ich mir den Apple Pencil für Skizzen und Notizen und natürlich auch das Smartkeyboard von Apple als Physische Tastatur gekauft.

Das iPad Pro habe ich in der 64GB-Option und mit SIM-Karten Slot gewählt. Durch meinen Mobilfunkprovider hatte ich noch eine Option für eine Multi-SIM. Das wollte ich mir also nicht entgehen lassen.

Warum 64GB?

Dadurch dass ich nur Apple-Geräte für meine Arbeiten benutze, verwende ich die iCloud Drive (Vergleichbar mit der Dropbox, nur eben von Apple).

Dort habe ich 2TB Cloud-Speicher und kann dank Internet auf alle für mich relevanten Daten zugreifen. 64GB reicht zudem auch für eine große Auswahl an produktiven Apps und auch für das ein oder andere Spiel.

Wie hat sich mein Arbeiten verändert?

Seit dem Einkauf des iPad Pro habe ich probiert jede Aufgabe mit diesem Gerät zu erledigen. Ob es nun das einfache Schreiben dieses Beitrags ist oder das Beantworten von Kommentaren auf meinen Social Media Kanälen. Es geht schneller als mit dem iPhone und dank der physischen Tastatur auch mindestens genauso schnell wie am MacBook.

Ebenfalls lese und beantworte ich alle Mails seitdem nur noch auf dem iPad. Auf dem Mac öffne ich die App nicht mehr und auf dem iPhone habe ich die Benachrichtigungen ausgeschaltet.

Sämtliche Leseempfehlungen werden seither auf dem iPad abgearbeitet und das Organisieren meiner To-Do-Liste kann ich Dank der wunderbaren App „ToDoist“ auf meinem iPad machen.

Um eine weitere App-Empfehlung loszuwerden muss ich auch über die Bild-Postings auf meinen Social Media-Kanälen sprechen. Dank Adobe Spark Post kann ich alle meine Bilder, die ich zum Beispiel mit dem iPhone geschossen habe, schnell und einfach dank Vorlagen in der App für alle Social Media-Plattformen vorbereiten.

Lightroom übernimmt natürlich entweder davor oder danach die Fotobearbeitung. Dank Apple Pencil funktioniert das einfach und schnell.

Ich lerne jetzt programmieren

Durch die iPad-App „Swift Playgrounds“ habe ich anfangen Apple‘s Programmiersprache zu lernen. Ein Ziel, was ich mir Anfang des Jahres gesetzt habe.

Ich bin gespannt, wie sich das noch entwickelt und wie mich mein neues iPad dabei weiter unterstützt.

Was wird weiterhin auf meinem MacBook Pro erledigt?

Ich schneide pro Monat mehrere Videos für meinen YouTube-Kanal. Dazu kommen Podcast-Aufnahmen und der damit im Anschluss verbundene Schnitt der Episoden.

Bisher habe ich dafür keine Apps und damit keinen Ersatz gefunden um diese Aufgaben auch auf meinem iPad zu erledigen. iMovie ist definitiv eine Option, allerdings ist sowohl die Datenübertragung der Videoaufnahmen als auch die Detailtiefe beim Schnitt am iPad nicht optimal. Ob iMovie irgendwann einmal in der Lage sein wird, Final Cut Pro auf dem Mac zu ersetzen, bleibt abzuwarten, ist aber eher unwahrscheinlich.

Für Podcast-Aufnahmen sieht das schon besser aus. Es ist durchaus möglich ein Mirkophone an das iPad anzuschließen. Hier fehlt mir allerdings die richtige Software, die mit Adobe Audition zu vergleichen ist. Hier könnte man auch Adobe in die Pflicht nehmen. Bei Photoshop, Lightroom und vielen anderen Programmen von Adobe hat es schließlich auch funktioniert eine App für das iPad herauszubringen.

Nichtsdestotrotz sind diese beiden Aufgaben die einzigen, die ich aktuell nicht auf dem iPad erledigen kann. Alles andere funktioniert mittlerweile nach einiger Umgewöhnugszeit mit gleicher Geschwindigkeit auf dem iPad. Zusammenfassung

Zusammenfassung

Mit Blick zurück auf das Jahr 2010, als das 1. iPad auf den Markt kam, hat sich bis heute einiges getan und das iPad ist nicht nur das meistverkaufte Tablet, sondern auch in Verbindung mit der Software iOS das Tablet für die beste Produktivität. Durch den Apple Pencil und dem Smartkeyboard hat Apple dafür gesorgt, dass dieses Gerät für viele einen PC oder einen Laptop ersetzen kann.

Ich bin sehr zufrieden nach über einem Monat mit meinem neuen iPad Pro 10,5 und möchte es vor allem auf Reisen nicht mehr missen. Dennoch bleibt mein MacBook Pro weiterhin in meinem Apple Lineup und das wird bei gleichbleibenden Aufgaben und to-Dos auch weiterhin so sein.

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