5 Tipps für die digitale Immobilienvermarktung, die jeder Immobilienmakler wissen sollte

Digitale Kanäle stehen uns ‘en masse’ zur Verfügung. Welche sollten Immobilienmakler nutzen, welche nicht und warum nicht? Fragen über Fragen, die ich heute beantworten möchte.

1. Besondere Immobilien erfordern besondere digitale Aufmerksamkeit und Pflege

Digitale Immobilien-Marktplätze, wie z.B. Immoscout24, sind tolle Plattformen. Keine Marke ist im Bereich DACH so stark. Jeder, der eine Kaufimmobilie sucht, wird auch auf Immobilienscout suchen.

Aber: je ausgewählter eine Immobilie ist, desto ausgewählter auch die Kaufinteressenten. Daher ist es wichtig, mögliche Interessenten genau dort anzusprechen, wo sie sich aufhalten. Das muss und sollte nicht ausschließlich der digitale Immobilien-Marktplatz Ihres Vertrauens sein.

Es gibt heute wichtige Alternativen. Unternehmer und Manager nutzen z.B. LinkedIn, um sich über Trends in Ihrem Netzwerk zu informieren.

Wäre es nicht ideal, wenn die jeweils passende Immobilie genau im ‘Newsfeed’ des Interessenten auftaucht (noch bevor er sucht)?

2. Objekte mit passender Bildsprache verkaufen sich 2x schneller

Fast jede Immobilie zeichnet sich durch eine besondere Lage, grandiose Perspektiven oder spektakuläre Details aus.

Setzen Sie genau diese Details und Eigenschaften digital in Szene. Die digitale Welt liebt große Bilder und unterhaltsame Videos.

Fordern Sie von den Eigentümern die Bereitschaft ein, in die Darstellung des Objektes zu investieren.

Das war doch diese Wohnung mit dieser grandiosen Bergkulisse, oder?

Verewigen Sie sich im Kopf des Interessenten! Drücken Sie dem Exposé Leser den Stempel der Immobilie auf. Ich garantiere Ihnen, er wird sich an Sie erinnern.

Quelle: Cum Laude Immobilia
Quelle: Cum Laude Immobilia

3. Pinterest & Instagram sind visuell stark, Google ist bekannt, Facebook schlägt (fast) alle

Google ist neben Immoscout24 ein etablierter digitaler Kanal in der digitalen Vermarktung. Die Positionierung einer Immobilie oder der eigenen Referenz in den Google Ergebnislisten ist wichtig und richtig.

Aber: in der jüngsten Vergangenheit hat sich Facebook als sehr ernst zu nehmender Kanal etabliert. Aus den folgenden Gründen:

  1. Kein anderer Kanal bietet ein derart präzises Targeting an, da kommt auch Google nicht mit
  2. Die Kosten pro Exposé Aufruf oder pro Lead sind bei Facebook signifikant günstiger als bei Google
  3. Eine Google Anzeige ist funktional, Anzeigen auf Facebook sind grafisch stark und individualisierbar.
Quelle: stylondo

Digitale Kanäle wie Twitter, Instagram oder auch Pinterest sind gut. Wenn Sie sie nutzen ist das gut. Sie bauen eine Followerschaft auf, die Ihnen Reichweite verschafft.

Verstehen Sie es jedoch als eine Art Investition in die Zukunft und weniger als einen Beitrag zur unmittelbaren Vermarktung einer aktuellen Immobilie. Nehmen Sie alle Aufwendungen zusammen, so wird Ihnen keiner dieser Kanäle einen vergleichbaren RoI liefern wie Facebook.

4. Die Welt lebt von Geschichte, erzählen Sie sie

Wir leben in einer Zeit, in der wir von Informationen und Fakten überflutet werden. Egal ob im Fernsehen, im Radio oder auf digitalen Kanälen, überall erreichen uns News, Updates, Feeds oder Push Notifications.

Wie können Sie in dieser Welt herausstechen. Wie schaffen Sie es sich mit vertretbarem Aufwand für eine Immobilie Gehör zu verschaffen? Meine Antwort: erzählen Sie Geschichten.

Wir Menschen leben von Geschichten. Wir lieben es uns über außergewöhnliche Geschichten “das Maul zu zerreißen” oder es beim Lunch mit den Kollegen auszudiskutieren. Gute Geschichten überdauern die Zeit, sie werden erzählt und gehen nicht verloren.

Genau so funktioniert die Welt der sozialen Netzwerke. Egal ob es ein Facebook, ein Twitter oder eine andere Welt ist. Eine gute Geschichte wird aufgegriffen. Sie wird erzählt, sie wird ‘geliked’, sie wird ‘geherzt’, sie wird geteilt, immer und immer wieder.

5. Die Welt wird mobil, werden Sie es auch

Vor wenigen Tagen veröffentlichte Google ein neues Update. Webseiten und Firmenauftritte, die mobil-fähig sind werden bevorzugt. Webseiten, die auf mobilen Endgeräten eine eher unterdurchschnittliche ‘User Experience’ zeigen, werden im Ranking heruntergestuft.

Das ist ein ganz harter Schnitt!

Aber er ist folgerichtig. Wir verbringen immer mehr Zeit auf unseren mobilen Endgeräten. Egal ob im Auto, an der Haltestelle, im Zug oder mal schnell zwischendurch im Büro. Wir haben unser Smartphone, unser Phablet oder unser Tablet immer dabei.

Quelle: http://uk.businessinsider.com/

Auf diesen Trend müssen Sie reagieren. Finden Sie im mobilen Internet gar nicht oder nur unschön statt, so werden Ihre potentiellen Kunden es sie wissen lassen. Wer interessiert sich schon für eine Immobilie, die (auf einem mobilen Gerät) kaum oder nur wenig darstellt wer oder was sie eigentlich ist?