Der Schreckensturm der Burg Thurant

Altes Folterhandwerk an der Mosel

Auf halber Strecke zwischen Koblenz und Cochem liegt die Burg Thurant aus dem 12. Jahrhundert.

Zunächst alles, was zu einer anständigen Burg gehört, Zugbrücke, Gärtchen, Weinkeller, Fratzen (die steinerne am Portal :p ) etc.

In der Mitte, als Hauptanlage, dieses:

Sogar eine kleine Kapelle gibt’s.

Interessant wird es aber, wenn man den Turm erkundet:

Neben herrlichen Ausblicken grauslige Einblicke in den Wahnsinn der Zeit der Inquisition:

Käfig & Streckbank
Verschiedene Zangen zum Erhitzen
Daumenabschneider
Das beste Stück für u.a. das beste Stück

Auf dem Turm dann eine Art Katapult & andere Abwehrmaßnahmen gegen Eindringlinge

Nach diesen Schrecknissen brauchten wir erstmal einen frischlichen Moselwein für unsere noch nicht abgeschnittenen, aber durchaus trockenen Zungen.

Okay, jetzt noch ein paar Skulpturen. Nicht alles aus dem frühen MA, einiges eindeutig griechisch, z.B. der olle Athener Perikles. '45 haben die Amis noch ne Bombe reingehauen, dann war die Burg erstmal richtig kaputt (im 17. JH haben die Franzosen den Anfang gemacht). Die jetzigen Privatbesitzer richten das Teil mithilfe der Eintrittsgelder & dem Ausschank langsam wieder her.

Die Zuhauseseite der Burg. Wohnen auf Zeit kann man dort übrigens auch:

www.thurant.de

Ja so warn’s, de oide Rittersleut’. Gehabt euch wohl, Knappen & Mägdeleins*!

*so zumindest stand’s geschrieben, an den schweren Eichenpforten zu den Aborten der Notdürftigen :-)
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