Handy-Sucht. Digitaler Stress. Information Overflow. Social Media Addiction. Es gibt viele Begriffe, die ausdrücken, dass die digitale Kommunikation anstrengen und ablenken kann. Wie kann man damit umgehen? Die Musik zu diesem Stück kommt von Al Jarreau.

Die Frage, wie man mit den Instrumenten der digitalen Kommunikation so umgehen kann, dass sie uns nicht schaden, stellen sich vermutlich die meisten von uns. Und wir experimentieren immer wieder von Neuem. An sich stecken wir alle in einem dauernden Selbstversuch. Entsprechend zuverlässig kommt das Thema immer wieder in die Medien und Blogs. Auch zur Zeit. Unter Berufung auf aktuelle Bitkom-Zahlen berichtet die „Welt“, dass es eine Menge Leute gibt, die versuchen, zumindest zeitweise ihr Handy beiseite zu legen oder sich von Mails oder Social Media fern zu halten.

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Für ein solches Thema brauche ich ganz entspannte Musik und…

Ich werde überschüttet.
Überschüttet mit Versprechen.
Mein Zuhause wird viel besser.
Smart.

Eigentlich bin ich ja zufrieden mit meinem Zuhause.
Was also könnte besser werden?
Mein Zuhause könnte mir Untertan sein.
Vieles automatisch ablaufen.
Oder auf’s Wort gehorchen,
so raunen Werbung, Blogs und wichtige Fachredaktionen.

Klar, jetzt wo ich Alexa schon mal Asyl gewährt habe,
da wäre der Schritt nur klein.
Automatisierung.
Internet of Things.
Und der Einstieg?

Angepriesen werden mir Lampen,
die zu bestimmter Zeit bestimmte Farben annehmen.
Oder sich ein- oder ausschalten.
Oder ich könnte den Deckenventilator sich einschalten lassen
sobald eine bestimmte Temperatur erreicht ist.

Ich habe…

#onkomm-Studentin beim cosca16 (Foto: Alina Drewitz für PR-Fundsachen; flickr, CC BY 2.0)

Kurz vor Ostern hat bei uns das Sommersemester begonnen. Höchste Zeit, mal wieder einen Einblick in aktuelle Projekte zu geben, vornehmlich natürlich im Studiengang Onlinekommunikation. Das für mich aktuell spannendste Experiment: Eine Lernagentur zum Thema Gründung.

Aber es stehen noch eine Menge anderer Themen, an denen ich großen Spaß habe, auf dem Plan — übrigens auch eine Exkursion zur re:publica, die Begleitung des neuen Mittelstandscamps Kommunikation und des Content Strategy Camps mit Studierenden.

In den drei Jahren seit seiner Gründung ist der Studiengang Onlinekommunikation ja ganz schön gewachsen — auf beiden Seiten, den Studierenden wie den Lehrenden. Entsprechend vielfältig ist auch das Lehrangebot. Ich skizziere im Folgenden mal nur meine Aufgaben in diesem Semester.

LaDaDi: Verwaltung auf dem kommunikativen Prüfstand

Zum ersten Mal bin ich in einem Semester gleich an zwei Lernagenturen beteiligt. Jan-Kristian Jessen (quäntchen + glück) und ich coachen in…

In den ersten beiden Teilen (1 | 2) meiner Artikelserie ging es um die Veränderung der politischen Öffentlichkeit und wie sich Populismus festsetzen konnte. In der PR-Branche wird seit kurzem intensiver zu zwei Aspekten diskutiert: Vertrauen und Lügen (meist wird der Begriff “Fake-News” verwendet). Doch wie können wir — und dabei denke ich vor allem an Kommunikationsprofis — zur Lösung beitragen?

Die Sache ist sehr komplex. Die Gefahr, sich zu verheddern und zu scheitern, ist groß. Auf der anderen Seite bin ich überzeugt: In Zeiten wie diesen müssen alle, denen an Freiheit, Gerechtigkeit und Zusammenhalt in einer Demokratie liegt, für sich überlegen, was sie dafür tun können. Das gilt besonders für alle, die Mitverantwortung für die öffentliche, aber auch organisationsinterne Kommunikation tragen. Außerdem sollte es eine Ehrensache sein: Wer, wenn nicht Kommunikationsprofis sollten im Stande sein, einen Beitrag zu leisten?

Problemskizze: Die Rolle von Kommunikatoren und öffentliches Vertrauen

Mit meinen Überlegungen und den Vorschlägen anderer, die ich hier aufgreife, hoffe ich, die inzwischen auch unter Kommunikationsprofis beginnende Diskussion (z.B…

Trumps Krieg gegen die Medien, die bewusste Manipulation ihrer Agenda und damit der Öffentlichkeit standen im vorigen Artikel im Mittelpunkt. In diesem Teil fasse ich vor allem eine kommunikationswissenschaftliche Perspektive auf die Informiertheit von Bürgern in Sozialen Medien zusammen. Die zentrale These: Besonders gefährdet für Populismus ist die „politisierte Bildungsmitte“ (Wolfgang Schweiger).

Sprechen wir über den Wandel der (digitalen) Öffentlichkeit, müssen wir erst einmal verstehen, was da genau passiert. Das schließt die technischen Mechanismen und ihre Angreifbarkeit (um die es im Folgenden nicht geht) genauso ein, wie Erklärungsansätze für die zunehmende Polarisierung gesellschaftlicher Gruppen. Mein Kollege Wolfgang Schweiger (Uni Hohenheim) hat diesem Thema gerade erst ein Buch gewidmet: „Der (des)informierte Bürger im Netz“. Er strukturiert die vielfältigen Erklärungsversuche so: Soziologen sehen die Prekarisierung der Mittelschicht als zentrales Problem, Politikwissenschaftler argumentieren, etablierte Parteien hätten sich von Bürgern zu weit entfernt, Wirtschaftswissenschaftler wiederum vermuten Kapitalismus und Überforderung durch die Globalisierung als Auslöser — während…

Trump und andere Populisten sehen sich im Krieg mit den Medien. Und sie setzen auf Polarisierung. In drei Blogposts möchte ich ein paar Diskussionsstränge zu (digitaler) Öffentlichkeit aufgreifen und am Ende ein paar Vorschläge machen, was Marketing- und PR-Leute tun könnten.

Gefühlt habe ich mich durch Dutzende Artikel und Interviews gefressen, die sich mit Veränderungen der (politischen) Öffentlichkeit beschäftigen und Wege zu Populisten wie Trump nachzeichnen. Viele Auswege aus dieser dunklen Gasse scheint es noch nicht zu geben. Auf ein paar ausgewählte Artikel beziehungsweise ein neu erschienenes Buch zu desinformierten Bürgern im Netz möchte ich in meiner Mini-Serie eingehen.

Das politische Geschehen kann man in diesen Tagen nicht ausblenden, im Gegenteil. Deshalb blicken wir nach einer Woche Trump natürlich zunächst in die USA, denn was dort passiert, bedroht massiv die westliche Welt und ihre Werte. Dass die USA in einer globalisierten…

Still sei ich geworden, sagte mir die Tage ein Bekannter, anspielend auf meine Online-Aktivitäten. Er hat Recht. Für einen Teil dieser Stille habe ich mich bewusst entschieden, ein anderer ist — wie so oft — Umständen geschuldet. Heute berichte ich, warum ich mich ganz wohl damit fühle, Facebook kaum mehr zu nutzen.

Es kam, wie es immer wieder passiert: Kaum war ich mittendrin im Semesterbetrieb, arbeiteten wir zusätzlich an Forschungsanträgen und anderen Projekten und es blieb kaum noch Zeit zum Bloggen oder Twittern. Und ich gebe zu: Die politischen Entwicklungen seit 11/9 haben mich erstmal gebremst. Anstatt zu schreiben, habe…

(Foto: Communication Camp, CC BY NC 2.0)

Digital macht Schüler doof? Aber Alte und Junge nutzen dieses Netz trotzdem. Heute gibt’s ein paar Links zu einem etwas bizarren Bildungsstreit, Nutzungsstudien zum Web und Lesetipps für Webworker und Onlinekommnunikatoren.

Beginnen wir fundiert — mit einer Studie. Die ARD/ZDF-Onlinestudie ist in der aktuellen Ausgabe erschienen. Dabei handelt es sich um eine der wenigen repräsentativen Studien zur Onlinenutzung in Deutschland. Und sie bringt eine Überraschung: Während die Internetnutzung in den letzten Jahren immer nur ein bisschen zugenommen hat, gab es im vergangenen Jahr einen Sprung, und zwar um vier Prozentpunkte auf 84 Prozent. Und für die ist das Smartphone das…

Wer Onlinekommunikation studiert oder bereits im Job betreibt, muss unter anderem wissen, wie unterschiedliche Social Media-Plattformen funktionieren und sich immer wieder mal bei einem weiteren Dienst anmelden. Ein paar Einsteiger-Tipps dazu.

Eigentlich sollte es ja selbsterklärend sein, das sogenannte Onboarding neuer Mitglieder in Social-Media-Diensten. Und tatsächlich stecken die Anbieter solcher Plattformen meist eine Menge Mühe und guter Überlegungen in ihre Systeme, damit Neulinge möglichst einfach dabei sind, den Nutzen der Plattform schnell erkennen, sich vernetzen und idealerweise schnell selbst dort aktiv kommunizieren und dies vor allem regelmäßig. …

Die Sommerpause hat mir Schwung genommen. Viel zu lange ist es hier, seit ich die letzten Lesetipps veröffentlicht habe. Jetzt, da die Abende kühl werden, ist vielleicht ein guter Moment für einen neuen Anlauf. Ich taufe ihn mal: „Links und Senf“ — denn wie bisher möchte ich Links teilen, die für mich in letzter Zeit wertvoll waren. Und ab und zu gebe ich meinen Senf zu Themen, die mich beschäftigten. Keine Sorge, zu allem gebe ich nicht meinen Senf dazu — wen interessiert das schon? — aber gelegentlich könnte es thematisch über Marketing, PR und Onlinekommunikation ein wenig hinaus gehen.

Thomas Pleil

Teaching Public Relations in the B.Sc. programme Online Communications (onkomm.de) at Darmstadt University of Appl. Scs. https://thomaspleil.de

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