Social Media: Warum jeder die Denkweise eines Medienunternehmens haben sollte

Mit diesem Thema arbeiten wir bei tubeconnect bereits seit längerer Zeit. Das Internet bringt in der Distribution von Beiträgen so viele Vorteile mit sich, gerade daher gibt es keinen Grund nicht wie ein Medienunternehmen im digitalen Zeitalter zu denken.

Durch die sozialen Medien wird und hat sich Werbung revolutioniert — Marken und Kunden haben niemals zuvor beide die Möglichkeit gehabt, skalierbar Inhalte zu erstellen und zu distribuieren. Authentizität hat Qualität in der Priorität Nummer 1 ersetzt — das haben vor allem die Influencer als Markenbotschafter gezeigt. Vor noch 10–15 Jahren wurde ein riesiges Werbeetat benötigt, um einen einzigen Werbespot zu produzieren und bei der richtigen Zielgruppe zu schalten. Mittlerweile muss jeder nur sein iPhone zücken und ein interessantes Bild oder kurzes Video aufnehmen und mit einem Klick als Werbeanzeige auf Facebook oder Instagram schalten. Die Kosten, um Teil des Marktes zu sein, konnten um ein Hundertfaches sinken.

In erster Linie sollte man sich gar nicht unbedingt darauf konzentrieren, qualitativ hochwertige Inhalte zu veröffentlichen — jeder sollte beobachten, was passiert und welche Formate funktionieren — und dann selbst ausprobieren. Nutzer wollen nicht die Plattform wechseln, um Inhalte zu konsumieren. Wenn jedoch das Ziel darauf gesetzt wird, nativen Content auf den Plattformen zu veröffentlichen, auf welchen der Nutzer bereits unterwegs ist, so kann eine Marke sehr gut ihre Brand aufbauen, indem interessante Inhalte produziert und mit der Marke im Zusammenhang gebracht werden.

Die Denkweise eines Medienunternehmens bringt die zwei folgenden Dinge mit sich.

Inhalte und ihre Distribution

Es gibt absolut keinen Grund, warum du nicht über deine Person, dein Unternehmen, dein Produkt, deine Marke oder deine Tätigkeit Inhalte produzieren solltest. Du musst nicht unbedingt deinen Zuschauern eine tiefe Message mitgeben — dokumentiere, was du machst und zeige damit anderen Leuten, was du drauf hast und wo deine Stärken liegen. Die Möglichkeiten, Inhalte zu kreieren, sind mehr als vielfältig — Video, Text und Audio bieten die Grundlagen dazu. Du kannst einen Blog starten, ein wöchentliche oder sogar tägliche Videoreihe oder einen Podcast, in welchem du Antworten auf Fragen und damit den Zuschauern einen Mehrwert bietest.

Zeige, was du jeden Tag machst. Filtere das Interessante und Ehrliche und lade es hoch — in Form eines Selfies, in Form eines Interviews mit deinen Mitarbeitern oder deine Mutter. Veröffentliche jeden Tag einen kurzen Beitrag über die Neuigkeiten in deiner Branche oder teile andere Artikel. Du musst einfach nur anfangen — der Weg ist viel einfacher, als man denkt.

Wenn du wie ein Medienunternehmen oder Verlag denkst, dann steht für dich die Entwicklung deiner Marke an erster Stelle. Wenn du in deinen Leistungen gut bist oder ein wirklich gutes Produkt auf den Markt bringst, dann wird die Entwicklung einer Marke genau den Unterschied machen, warum die Kunden zu dir und nicht zu der Konkurrenz gehen — soziale Medien bieten tausendfach mehr Möglichkeiten, als du Fehler machen kannst. Jeder denkt, es wäre so schwer und kompliziert — aber am Ende ist es nichts, als Marketing im digitalen Zeitalter. Werbung, die solche gar nicht ist, weil du den Zuschauern für sie relevante und einen Mehrwert bietende Inhalte präsentierst und sie dadurch ein positives Verhältnis zu deiner Marke aufbauen. Brand ist alles, wenn du ein wertvolles Business aufbauen möchtest.

Vor Jahrzehnten konnten so viele Unternehmen nur 1–2 Werbekampagnen (maximal) pro Jahr schalten — sie hatten zwei Versuche, dass die Botschaft, die monatelang von so vielen Personen ausgearbeitet wurde, auch den potentiellen Kunden richtig erreicht. Aber heutzutage hast du jeden Tag 5, 10, 20, 50 Versuche, auf allen Plattformen einen viralen Hit zu landen — mit einem Bild, welches Interaktion erzeugt oder einem Behind-the-Scenes-Video, wie es bei euch im Büro ablauft.

Jetzt, in der modernen digitalen Medienlandschaft kannst du unfassbar viel Content produzieren — du hast die Möglichkeit, es jeden Tag so oft neu zu versuchen und deiner Marke ein positives Image zu verschaffen.

Damals hätte sich jeder gewünscht, dass eine solche Landschaft mit Autobahnen aus YouTube, Facebook und Instagram entsteht und sie ohne etwas dafür zu bezahlen jeden Tag neu Autos auf diese Bahnen setzen und schauen können, ob das Auto schneller läuft, als alle Anderen.

Und das nicht, weil besonders lange an ihm gearbeitet wurde, sondern weil es gerade in diesem Moment die Personen auf dieser Autobahn interessiert und das Auto dort steht. So viele Marken trauen sich jedoch nicht, ein Auto auf diese Bahn zu setzen, weil die Autobahn unendlich lang und unkontrollierbar ist. An jeder Ausfahrt bietet sie jedoch mehr Wert als Risiko — und das muss endlich verstanden werden.

Diese Möglichkeit allein hat eine komplett neue Weise des Marketing — direkt zu den Kunden — entwickelt. Anstatt, dass man Produkte tatsächlich verkaufen muss, besitzt man den Luxus mit unterhaltsamen oder informativem Content die Marke aufzubauen und die Zuschauer allein durch die Inhalte dazu zu bringen, mit der Marke in Kontakt zu kommen.

Es geht nicht darum, Inhalte zu veröffentlichen, die direkt mit dem Produkt in Verbindung stehen. Genauso kann es auch alles Andere sein, welches der Zielgruppe des Produktes einen Mehrwert bietet — “Hier sind deine favorisierten Artikel rund um Motorsport. Gruß, dein Autohersteller” funktioniert sogar noch besser, weil die Nutzer nicht das Gefühl haben, dass man ihnen Werbung verkaufen möchte, sondern, dass man ihnen etwas Gutes tun möchte. Und das tut man einerseits dem Nutzer selbst als auch der Marke, die dadurch eine positive Beziehung mit dem End Consumer aufbaut.

Meistens ist der relevante Inhalt jedoch nicht genug, wenn ihn niemand sieht. Er wird mit der Zeit irrelevant, weil er nie einen Teil der Nutzer erreichen, wenn er denen nicht direkt — in ihr Gesicht — präsentiert wird. Und das funktioniert durch Social Media Influencer oder das Kaufen von Werbeplätzen.

Jeder kann seine eigenen Beiträge auf Facebook, Twitter oder Instagram bewerben und nach Alter, Herkunft und jedem erdenklichen Interesse filtern. Die Aussteuerung von Werbung in sozialen Medien ist genauer als jedes OOH-Plakat oder TV-Werbung — sie ist ganz genau auf denjenigen abgestimmt, der hinter dem Endgerät sitzt.

Die zweite Möglichkeit ist aufwendiger, kann allerdings schneller zu einem “Boom” der Analytics und erreichten Reichweite führen. Es geht hierbei um Influencer.

Dafür musst du einfach nur Instagram öffnen (wer Instagram nicht kennt, sollte in diesem Moment auf Google “Instagram Tutorial für Einsteiger” suchen!) und im Entdecken-Bereich einen Hashtag suchen, der zu deiner Marke passt. Bei einem Autohersteller wäre es #carporn, #car oder besonders der Name der jeweiligen Marke, wenn diese bereits im aktuellen Business relevant ist. Daraufhin werden in der obersten Kategorie dem Nutzer die erfolgreichsten Beiträge der letzten Zeit angezeigt, die unter diesem Hashtag veröffentlicht wurden.

Alles, was ein Marketing Manager jetzt noch tun muss, ist das Profil durch einen Tipp aufzurufen und durch das Feld “E-Mail” oder die bereits dort vorhandene E-Mail-Adresse de Influencer zu kontaktieren. Wichtig dabei ist, ihm auf keinen Fall vorzuschreiben, was er zu posten hat. Jeder sollte sich vorher aktiv mit dem Influencer auseinandersetzen — wie gut ist die Anzahl seiner Likes im Verhältnis zu den Followern? Wie positiv sind seine Kommentare? Kommen seine Bilder gut an?

Eine Influencer Marketing Agentur könnte dem ausgewählten Influencer bereits ein Konzept präsentieren und dieser könnte sich überlegen, ob er in dessen Rahmen Teil davon und Inhalte dafür auf seinem Profil veröffentlichen möchte. Kein Direktkunde sollte dem Influencer vorschreiben, was er zu posten hat — lediglich die Experten in diesem Bereich können einschätzen, was funktioniert und was nicht.

In einer netten Mail kann man den Influencer wie bereits erwähnt fragen, ob er Inhalte dazu veröffentlichen möchte und ihn um einen Preis bitten, den er pro Beitrag nimmt. Außerdem sollte er der Marke schon einen ausgiebigen Einblick in das geben, was er in Kooperation mit ihr vor hat.

Und das kann dann mit den weiteren Influencern, die unter dem Hashtag einen relevanten Beitrag gepostet haben, ebenso geschehen. Manchmal muss man 20 gute Nutzer anschreiben, um eine Kooperation zustande zu bekommen. Ein Großteil dieser ist bereits “eingekauft” von Konkurrenten — ein Grund mehr, früher mit Influencer Marketing in der eigenen Branche zu starten.

Ein Shoutout eines Influencers kann mehr bringen als jeden Euro, den du in Facebook Werbung steckst. Es ist nur Distribution und die richtige Einschätzung davon, was es dir bringt.

Wenn du nicht anfängst, wie ein Verlag oder ein Medienunternehmen zu denken und deine Marke mit Inhalt anstatt mit Werbung zu priorisieren, dann wirst du ganz einfach in der digitalen Welt und damit der Zukunft verlieren. Es ist einfach Evolution des Marketings. Es ist der Punkt, an welchem die Aufmerksamkeit der meisten Leute gerade angekommen ist. Der Inhalt selbst ist der Preis, den du bezahlen musst — mehr nicht. Wenn du deine Marke nachhaltig aufbauen möchtest, ist dieser Artikel etwas für dich.

Viel Erfolg!

Like what you read? Give tubeconnect a round of applause.

From a quick cheer to a standing ovation, clap to show how much you enjoyed this story.