TXT x Die drei ??? x 12 Fragen x Stefan Große Halbuer

twelve x twelve
5 min readAug 19, 2022

Interview-Time! TXT hatte die Gelegenheit, im Rahmen der TXT x Die drei ???-Kampagne mit dem Künstler Stefan Große Halbuer zu sprechen: Er ist einer der ausgewählten Artists, der die legendären Episodencover von Aiga Rasch für die Kultserie Die drei ??? neu interpretiert.

„Ich würde anderen Artists empfehlen sich ganz viel zu vernetzen, mit anderen Kreativen neugierig sein und lernen, Fragen stellen. Web3 hat auch eine ganz neue Networking-Kultur unter Künstlern geschaffen. Und dann nichts überstürzen, sondern in Ruhe eine Strategie entwickeln“

— Stefan Große Halbuer

Stefan Große Halbuer © Farina Hannemann

Stefan Große Halbuer ist Designer und Illustrator. Seit seinem Studium an der Münster School of Design arbeitet er als Freelancer sowohl für Marken wie KIA, Lufthansa oder adidas, als auch für Magazine, NGOs oder Startups. Daneben veröffentlicht er künstlerische Projekte wie “Curious Cabins” oder “Cycle of the Shroom”, letzteres gemeinsam mit dem Cyberpunk-Autoren Richard Galbraith. Seine ausschließlich digitalen Motive zeichnen sich durch einen hohen Detailgrad, intensive Farben und Storytelling-Ebenen aus. Stefan lebt und arbeitet in Münster.

Curious Cabin, Season 1, by Stefan Große Halbuer

Interview

1. Für diejenigen, die deine Kunst noch nicht kennen: Wie würdest du diese in nur drei Worten beschreiben?

Linien, Details, Lila

2. Was würdest du sagen, waren die drei wichtigsten Etappen, die dich — künstlerisch gesehen, -zu dem Artist machen, der du heute bist?

Sehr jung anzufangen, Comics wie “Asterix und Obelix” oder alles rund um Donald Duck zu lesen und meine Lieblingscharaktere nachzuzeichnen. Im Designstudium den Raum und die Möglichkeit zu haben, jeden Tag intensiv zu zeichnen. Und mich vor ca. 3 Jahren dazu zu entschließen, mich anstatt auf Design auf Illustration und Kunst zu fokussieren.

3. Welche Berührungspunkte hattest du mit Die drei ??? bevor du mit diesem Projekt hier gestartet bist?

Es war als Kinder 80er/90er eigentlich unmöglich, ohne Kontakt zu Die drei ??? aufzuwachsen. Während meine Freunde eher die Hörspiele gehört haben, habe ich gerne die Bücher gelesen. Ich hatte dann in den letzten Jahren eher selten mit Die drei ??? zu tun, habe mich aber total über die Anfrage für das Artwork gefreut, da natürlich sofort Kindheitserinnerungen geweckt wurden.

4. In diesem Projekt geht es darum, ein Kunstwerk von Aiga Rasch neu zu interpretieren. Könntest du uns ein wenig über den Prozess erklären und was dir bei deiner Neuinterpretation besonders wichtig war?

Ich habe die Folge “Die gefährliche Erbschaft” insbesondere ausgewählt, weil ich die rätselhafte Schatzsuche spannend finde und es ein ständiges Hin-und-her gibt. Meine Arbeit sollte diesen Eindruck widerspiegeln und über mehrere Ebenen und Elemente kommunizieren, fast wie ein Filmposter. Ich hatte bei meiner Version des Covers alle Freiheiten, wollte aber gern eine visuelle Verbindung zum Original beibehalten. Die Macbeth-Figur fand ich dafür interessant, da sich erst ganz am Ende des Hörspiels erschließt, was es damit auf sich hat. Ich habe die Figur dann eher wie einen Hauptdarsteller in Szene gesetzt.

5. Was waren deine ersten Berührungspunkte mit Web3/NFTs?

Ich beschäftige mich seit 2016 mit der Blockchain-Technologie und Cryptowährungen und habe auch in meiner Masterarbeit (Information & Kommunikation an der Münster School of Design) zum Thema gemacht. Daher hatte ich einen recht “weichen” Einstieg in Web3 und NFTs, während viele Künstler eine gewisse technologische Barriere überwinden müssen. Ich habe 2020 das erste mal wahrgenommen, dass befreundete Künstler NFTs verkaufen, und mich intensiv damit auseinandergesetzt. Anfang 2021 habe ich dann selbst meine ersten Arbeiten geminted.

6. Worin siehst du für dich und deine Kunst den größten Vorteil bei NFTs?

NFTs geben mir die Möglichkeit, maximal frei zu arbeiten und gleichzeitig damit Einnahmen zu erzielen. Ich liebe meine Freelancer-Tätigkeit und arbeite gerne mit meinen Kunden. Freie, 100% eigene Projekte sind aber immer noch etwas Besonderes.

7. Was würdest du einem Artist empfehlen, der seine Kunst auch mit NFTs verknüpfen will, aber sich noch gar nicht auskennt?
Sich ganz viel zu vernetzen mit anderen Kreativen, neugierig sein und lernen, Fragen stellen. Web3 hat auch eine ganz neue Networking-Kultur unter Künstlern geschaffen. Und dann nichts überstürzen, sondern in Ruhe eine Strategie entwickeln.

8. Der NFT-Realm ist gerade noch der wilde Westen, wenn es um rechtliche Regelungen und streamlined Prozesse geht — was sind für dich als Artist die wichtigsten Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt?

Die Fülle an Möglichkeiten — und in der täglichen Flut an Möglichkeiten zwischen Scam und interessanten Angeboten zu unterscheiden, finde ich sehr herausfordernd. Ansonsten ist mir wichtig, finanziell und steuerlich auf der sicheren Seite zu sein — da hilft mir mein zum Glück sehr engagierter Steuerberater. Ansonsten versuche ich, mich auf meine Kunst zu fokussieren und nicht zu sehr ablenken zu lassen.

9. Wenn du deine Zeit als Artist vor dem Hype der NFTs vergleichst und jetzt, was würdest du sagen, hat dir diese neue Technologie ermöglicht?


Viele Freiheiten, meine Projekte und Ideen umzusetzen — und viele neue Kontakte und Freunde in der Kreativszene.

10. Sammelst/Investierst du selbst in NFT Projekte? Wenn ja, welche sind deine Top3 und warum?

Ich bin auch selbst Sammler, für mich gehört es einfach dazu, auch selbst in andere Künstler zu investieren. Handgemachte Collections sind eher das, was mich interessiert, wobei ich auch in PFP-Projekte investiert habe. Eine Top 3 zu nennen wird schwierig, aber ich habe zuletzt z.B. NFTs von Or Yogev (Empress Sisters), Lewes Herriot und Griff gesammelt. Ich hätte super gerne z.B. ein Let’s Walk von DeeKay, oder einen Clay Boy von Nguyen Nhut.

11. Wenn du dir gerade ein Kunstwerk bzw. NFT aussuchen könntest, was du sofort und kostenlos bekommen könntest; welches wäre das?

Wie wäre es mit…Life and Death von DeeKay? Cozomo de Medici wäre darüber eher nicht erfreut.

12. Was denkst du, können NFTs für Kreativschaffende in Zukunft ermöglichen?

Das, was sie jetzt auch schon ermöglichen: die Freiheit, eigene Ideen zu verwirklichen und dabei finanziell unabhängig zu sein. Die Technologie wird auf jeden Fall noch einige weitere Use Cases hervorbringen und ich sehe für alle kreativen Bereiche und Nischen Potenziale.

Wir TXT, sind davon überzeugt, dass NFTs die beste Lösung sind ein Gleichgewicht in der Kunstwelt zwischen Künstlern, Kunstliebhabern und Fans herzustellen.

NFTs bieten die Möglichkeit dem Künstler direkte Anerkennung durch den Kauf eines ihrer Kunstwerke zu geben.

Über dieses und vieles mehr, rund um das Thema NFTs und natürlich auch um über die aktuelle Drei ??? NFT Kampagne zu sprechen, haben wir unseren 6 Künstlern 12 Fragen gestellt.

Follow the link here to go deep down in the rabbit hole.

--

--