Datenschutz, Cloud und kein Ende

Nach dem Datenschutztag an der THM in Gießen



Was haben wir gelernt?

Wir haben gelernt das cloud computing eigentlich eine richtige tolle Idee ist, aber in der Realität eben kompliziert wird, sobald man sich Datenschutzfragen stellt. Interessant auch, dass AGB und andere Nutzervereinbarungen niemand so wirklich liest, obwohl 80% der Menschen die man danach fragt, sagen, dass das doch super wichtig sei.

Was ich im Nachgang des Datenschutztages bei der THM gemacht habe, ist simpel. Ich habe meine digitalen “Inseln” daraufhin überprüft, ob ich mich im Hinblick auf den Schutz meiner Privatsphäre und wichtiger geschäftlicher Daten einigermaßen gut verhalte. Und siehe da, natürlich habe auch ich “Baustellen” wie z.B. die Nutzung des Google-eigenen Browsers Chrome, den ich zwar “nur” privat nutze, aber dennoch nicht optimal im Hinblick auf Datenschutz.

Sehr hilfreich fand ich in diesem Zusammenhang das Informationsportal “iRights Cloud” . Hier kann man sich umfassend informieren über rechtliche Aspekte der Cloud-Nutzung, über die Anbieter und über Verschlüsselung.

Außerdem haben wir gelernt, dass die NSA so ziemlich alles kann, außer mir meinen Schwarztee holen. *geht Schwarztee holen*

Verschlüsselungstechniken machen es der NSA (und den anderen “Bösen”) aber beispielsweise zumindest schwerer — hier sollte man also alle Möglichkeiten nutzen. Also noch etwas für meine To-Do-Liste.

Für den Firefox-Browser kann man zum Beispiel das Add On “Ghostery” nutzen, um jeden Tracking-Versuch mit einem Klick zu unterbinden. Geblockte Dienste sehen Sie in einer kleinen Box am oberen rechten Fensterrand von Firefox.

Lernen konnten wir außerdem, wie Datenbrillen (wie z.B. Google Glass) rechtlich einzuordnen sind und wo Sie Rechte anderer verletzen. Spannend war auch die Präsentation der technischen Möglichkeiten in diesem Bereich. Mit dem vorzeitigen Stopp des Vertriebs von Google Glass hat Google sicher auch gezeigt, dass das Datenbrillen-System in dieser Form nicht massentauglich ist. Viele Menschen fühlen sich — zurecht — von der Kamera, die man bei Google Glass direkt im Gesicht trägt, behelligt. Zudem hat man tatsächlich als Außenstehender wenig Möglichkeiten mitzubekommen, ob gerade ein Foto von einem aufgenommen wurde oder nicht.

Für den beruflichen Bereich wie z.B. in der Medizin ist eine Datenbrille sicher auch jetzt schon sehr hilfreich, da man den Vorteil hat, beide Hände frei zu haben. Auf die Umsetzung im privaten Bereich bin ich gespannt, den diese wird zweifellos in irgendeiner Form kommen.

Ich werde in den nächsten Tagen genau überlegen, in welchen Punkten ich mich weiter verbessern kann, wenn es um Datenschutz und Privatsphäre geht.

Es würde mich freuen, wenn ich dazu inspirieren konnte, sich mit dem Thema etwas intensiver zu beschäftigen. Ich denke jeder hat in irgendeiner Form hier Handlungsbedarf.

Oder wie sehen Sie das?

Ergänzung:

Hier ein Link zu einem lesenswerten Beitrag zum Thema Datenschutz:

Datenschlussverkauf in Brüssel | G! gutjahrs blog