Interview mit Etna Marx #brandhofffragt2017

https://www.ub-brandhoff.de/interviewreihe2017-etna-marx/

Hallo Etna, bitte stell Dich kurz vor

Mein Name ist Etna Marx, ich bin Mentorin für Erfolg mit Sinn — aktiv. kreativ. bewusst. SEIN. Außerdem biete ich Seminar-Urlaube, Ausbildungen und Abendveranstaltungen an — aber dazu später mehr.

Wo findet man Dich im Internet?

Webseite: https://etnamarx.com/

Facebook-Seite: https://www.facebook.com/www.etnamarx.de/

Facebook-Profil: https://www.facebook.com/jagadamba.marx

Xing: https://www.xing.com/profile/Etna_Marx

YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=POHXAYhHgkg

Als erfolgreiche Geschäftsführerin im Mittelstand hast Du vor über 20 Jahren (leider) selbst erfahren müssen, was ein Burn-Out ist. Wie hast du das für Dich gemeistert und hast Du Tipps für Betroffene?

Den Ursprung sehe ich bereits in meinem Elternhaus. Meine Eltern waren beide sehr leistungsorientiert. Als Kind übernahm ich das unreflektiert als normal an. Natürlich wurde ich auch entsprechend erzogen. Lob, Anerkennung bekam ich für Fleiß im Haus, Garten und in der Schule. Unbewusst habe ich Verantwortung für meine Eltern übernommen, die schwer kriegstraumatisiert waren. Der Druck dieser vermeintlichen Verantwortung übernahm ich in mein weiteres Leben, machte mir während der Schulzeit und Ausbildung sehr viel Druck, um — in meinen Augen — kein Mittelmaß zu sein.

Ich war dann in der Folge auch in meiner beruflichen Laufbahn sehr perfektionistisch, leistungsorientiert und entsprechend erfolgreich ohne für Ausgleich zu sorgen. Der negative Stress hat sich dadurch weiter verstärkt. Meinem Höhenflug hatte ich als Geschäftsführerin eines mittelständischen Unternehmens mit dreifacher Belastung. Erst durch körperliche Krankheitssymptome aber zum Glück nicht zu spät habe ich erkannt, wie sehr ich in einer Überlastungs-Situation war.

Ein Tipp, den ich geben kann, ist, dass es wichtig ist, einen kreativen Ausgleich zu suchen, womit man komplett abschalten kann. Bei mir war es die Malerei (http://www.etnamarxart.de/), aber es gibt ja noch viele andere Möglichkeiten, sich kreativ zu betätigen. Körperliche Bewegung, am besten in der Natur wirkt auch sehr ausbalancierend auf uns. Wichtig ist auch, die Verantwortung für sich und die Situation zu übernehmen und ganz bewusst neue Kanäle zu öffnen. Das könnte z.B. mit Yoga, Meditation oder eine Kampfkunst sein.

Wenn man sich diese Gallup-Studie anschaut und feststellt, dass ein großer Teil der Arbeitnehmer innerlich gekündigt hat. Denkst Du, dass das auch ein Zeichen von Überlastung sein kann? Ich meine, nicht alle Chefs können so schlecht im Thema Führung sein, oder?

Schaut man sich die Gallup-Studie an, ist das natürlich alarmierend. Führung ist immer auch eine Verantwortung, für die man Menschen mit hoher sozialer Kompetenz benötigt, die statt Konkurrenz Kooperation fördern und werteorientiert agieren. Den Menschen, seine Gaben und Fähigkeiten wertzuschätzen und zu entwickeln und ihn natürlich auch in die Verantwortung zu nehmen, zu delegieren, damit sie einen tieferen Sinn in ihrem Dasein erkennen können. Eigenschaften, die (leider) immer noch nicht Grundvoraussetzung für eine Führungsposition sind. In meinem Unternehmen waren die Mitarbeiter sehr motiviert, identifizierten sich mit der Firma, was sich in langjährigen Arbeitsverhältnissen und kaum Fluktuation zeigte.

Bezüglich der angesprochenen Überlastungs-Situation kann ich sagen, dass bei innerer Getriebenheit auch normaler Urlaub keinen nachhaltigen Erholungswert hat. Es braucht eine sinnstiftende Aufgabe hinter der eine Mission steht, damit Menschen nicht nur Ihre Arbeitsanweisungen abarbeiten, sondern in Ihrer Arbeit aufgehen können.

Den Urlaub und die Freizeit gilt es auch dahingehend zu nutzen, seine inneren Kapazitäten zu entfalten um aus einer stabilen Mitte zu agieren.

Du bezeichnest Dich u.a. als „Spiritual Business Teacher“. Kannst Du kurz erklären, was das genau ist und wie Du damit Menschen weiterhilfst?

Spiritualität im Business bedeutet für mich Werteorientierung. Geschäftspartner, Kunden und Mitarbeiter wertzuschätzen und Win-Win-Situationen herzustellen, nicht zu vergessen, das eigene Wohlbefinden als Unternehmer*in und Mensch in den Fokus zu nehmen. Nur, wenn wir uns wohlfühlen, wir in unserer Kraft sind, macht der Erfolg unseres Unternehmens auch Sinn. Viele Selbständige versklaven sich selbst regelrecht. Sie sind rund um die Uhr erreichbar, grenzen sich nicht ab.

Für wichtig halte ich eine Unternehmensphilosophie der Nachhaltigkeit und ganzheitlichen Sicht auf die Dinge. Spiritualität bedeutet für mich, unsere wahre Größe in uns selbst zu erkennen und zu entwickeln, damit wir frei sein können von Abhängigkeiten und für alles Verantwortung übernehmen was in unserem Leben geschieht.

Wir können die Macht über unser Leben wieder zurücknehmen und so zu Schöpfern unseres eigenen Lebens werden. Dann können wir unser Business im Einklang mit unserer wahren Bestimmung kreieren. In unserem tiefsten Innern finden wir die Weisheit, Geborgenheit und Sicherheit, den Schutz und die Liebe die die meisten Menschen im Außen suchen. Spiritualität im Business bedeutet, dass wir ganz natürlich in der Fülle leben, wenn wir unsere Berufung leben und uns selbst wertschätzen. Spiritualität im Business bedeutet, Erfolg mit Sinn zu leben.

Dabei unterstütze ich meine Klienten mit meinen vielfältigen Angeboten, ob es nun im Mentoring oder meinen Seminaren ist.

In Deinen Seminar-Urlauben (z.B. nach Glastonbury/Avalon, UK oder Malta) nimmst Du die Teilnehmer mit auf eine Reise. Wie muss man sich die 7 Tage mit Dir vorstellen?

Wir besuchen wunderschöne Kraftorte in der Natur und alter Kulturen. Mit Wahrnehmungsübungen und geführten Mediationen nehmen wir Kontakt mit unserer eigenen inneren Stimme, unserer eigenen inneren Weisheit auf.

Mit einfachen Methoden und Techniken lernen die Teilnehmer sich selbst umfassend zu erkennen und ihr wahres, authentisches Sein mit seinen gelingenden und erfolgreichen Lebensstrategien in Beruf und Alltag zu leben. Die Teilnehmer lernen, Ihr eigenes Ding zu machen und ein sinnerfülltes Leben zu führen, Verantwortung zu übernehmen und emotionale Freiheit von Menschen und Themen zu finden.

Mehr dazu hier: https://etnamarx.com/seminarreisen/

Du malst auch Meditationsbilder. Wie bist Du zur Malerei gekommen?

Wie zu Anfang des Gesprächs geschildert, war das für mich ein kreativer Weg aus der Überlastungs-Situation. Man könnte durchaus sagen eine Art Therapieform für mich. Heutzutage habe ich einfach Freude daran und freue mich, wenn es Anderen auch so geht.


Hier eins von Etna‘s Bildern mit freundlicher Genehmigung von ihr:

Mehr hier: http://www.etnamarxart.de/


Vielen Dank für das Gespräch, liebe Etna!

Das Interview gibt es auch in meinem Blog und hier gibt es Infos für die Teilnahme an meiner Interviewreihe.


Folgt mir gerne auf Facebook, Twitter und Instagram.