Werkzeuge für die journalistische Recherche

Auszug (Vorabdruck) aus meinem “Arbeitsbuch journalistische Recherche”, erscheint im Sommer 2017

Hier aus dem ersten Kapitel “Werkzeuge” der Text ohne Fußnoten und Illustrationen:

Papier und Stift, natürlich, das ist klar. Ein wacher Blick, auch für Details, ist unabdingbar. Was braucht es sonst für Recherche?

Im ersten Kapitel geht es um den systematischen Check der eigenen Ausrüstung, für fundierte Recherche, effektives Arbeiten und lückenlose Dokumentation.

1.1 Sichern

Wohin mit den gesammelten Quellen, den Notizen, den Dokumenten, den Entwürfen?

1.1.1 Analog

Papier ist nicht zu verachten. Abhörsicher. In allen Größen verfügbar. Nutzbar auch ohne Strom. Lesbar auch bei intensiver Sonneneinstrahlung.

Nur eine Systematik bei der Benutzung sollte man haben. Strukturierte Notizen helfen. Cornell Notes beispielsweise bieten ein einfaches System, das sich bewährt hat.

Die einfachste Grundstruktur der Cornell-Notes sind 3 Felder: links eine Spalte für Schlagworte (erleichtert später das schnelle Finden einzelner Notizen), rechts davon der Kasten für die Gesprächsnotizen und unten eine Querspalte für „To Do“, beispielsweise noch zu klärende Fragen, nächste Gesprächspartner, Kontaktadressen für weitere Recherche. Ein Beispiel von mir für etwas erweiterte Cornell-Notes finden Sie auf Seite 14; passende Kopiervorlagen erstellen Sie sich zum Beispiel mit www.cornell-notes.com und sichern sich die Kopiervorlage als PDF.

Noch einfacher ist es, ein klassisches Notizbuch zu kaufen, bei dem Sie die rechte Seite jeweils für Ihre Mitschriften und Recherche-Ergebnisse verwenden und die linke Seite nur für die Verschlagwortung sowie dort immer unten links zusätzlich für To-Do-Anmerkungen. Die Schlagworte links erkennen Sie schnell und einfach beim Blättern — ohne immer erst den gesamten Text der Notizen überfliegen zu müssen. Etwas ausgefeilter wird das System, wenn Sie zwei verschiedene Arten von Schlagworten nehmen und diese mit unterschiedlichen Farben oder Textmarker hervorheben: übergeordnete Themen-Stichworte plus Detail-Schlagworte; oder Sie kombinieren Orte und Personennamen mit Themen-Schlagworten.

Die To-Do-Anmerkungen jeweils unten auf der linken Notizbuch-Seite nutzen Sie unbedingt dazu, um offene Fragen, zu prüfende Fakten, fehlende Informationen zu notieren. Auch „Bauchgefühl“-Notizen gehören hier hin: Hat der Gesprächspartner an dieser Stelle wirklich alles gesagt oder die Wahrheit gesagt?

Und schließlich ist die linke Seite (eher innen zum Bundsteg hin) der Ort, um konkrete Kontaktadressen für weitere Gespräche oder konkrete Lesetipps zu notieren, die mit den Notizen auf der rechten Seite korrespondieren.

Zusammenfassung:

  • Entscheiden Sie sich jetzt für ein System
  • und legen Sie das Material bereit.
  • Oder lesen Sie erst die nachfolgenden Informationen zur digitalen Materialsammlung.

Folgende Seite: Kopiervorlage erweiterte Cornell-Notes

Diese erweiterte Notiz-Lineatur sorgt für schnelle Struktur:

  • links eine Spalte für die Verschlagwortung
  • unten links vier Felder zur Priorisierung
  • oben das Hauptfeld für die Notizen
  • unten die Querspalte für weitere Aufgaben

1.1.2 Digital

Gehen wir zuerst einmal davon aus, dass Sie keine sensiblen Daten sichern müssen:

Auf dem Rechner sollten Sie zumindest ein Werkzeug für die schnelle Sicherung und Indexierung von Webinhalten haben. Zotero etwa steht als Add-on für Firefox-Browser und als eigenes Programm für Mac, Windows, Linux kostenlos zur Verfügung.

Mendeley für die gezielte Suche und Verwaltung von (wissenschaftlichen) Studien und Materialien im PDF-Format ist kostenlos für Mac, Windows, Linux und iOS.

LitLink als lokale Datenbank zur effizienten Verwaltung aller Notizen und Dokumente ist ein umfassendes und flexibles Wissensmanagement-Tool, kostenlos für Mac und Windows.

Evernote bietet eine einfache Sicherung via App auf mobilen Geräten, inklusive automatischem Datenabgleich auf allen verknüpften Geräten. Verschlagwortung und Ordner sorgen für Stuktur. Die interne Suche verknüpft schnell ähnliche Einträge. Auf mobilen Geräten dient die Fotokamera als Dokumentenscanner. Audio-Aufnahmen sind ebenfalls direkt aus Evernote möglich. Die Basisversion ist kostenlos für Mac,

Windows, iOS, Android, Windows Phone und Blackberry; für professionelle Nutzung empfiehlt sich aber ein Premium-Abo. Auch Microsoft OneNote und Google Keep leisten gute Dienste, vergleichbar mit Evernote. Es gibt inzwischen zahlreiche weitere Notiz-Software, die schnelle und automatische Synchronisation ermöglicht.

Natürlich können Speicherdienste wie GoogleDrive, Box und Dropbox hilfreich sein, gerade für grosse Datenmengen, die von unterschiedlichen Rechnern aus erreichbar sein sollen, etwa für Teamarbeit. Nutzen Sie dabei nur populäre Webdienste statt exotischer Services, da beispielsweise GoogleDrive häufig auch mobil von Nicht-Google-Apps zur Datensicherung genutzt werden kann.

Das alles gilt, wie gesagt, nur solange es um Informationen geht, die nicht mal annähernd sensible Daten enthalten.

Um bei den Recherche-Themen komfortabel auf dem Laufenden zu bleiben, bestenfalls sogar auf neue Quellen, Experten und Aspekte zu stossen, lohnen sich Tools wie Flipboard auf dem Tablet oder Smartphone. RSS-Reader sind selten geworden, aber immer noch sehr nützlich. Mit RSS kommen die Infos auf den eigenen Rechner. Es entsteht eine Art digitales Archiv, automatisch aktualisiert und nach Stichworten durchsuchbar. Auch für RSS gibt es allerlei Tools, sogenannte RSS-Reader, Feedly gilt derzeit als eine der besten Lösungen, flexibel einsetzbar und einfach zu nutzen.

RSS lässt sich auch direkt im Web-Brwoser Firefox einsetzen mit dem Addon Newsfox; eine kurze Übersicht zur Bedienung folgt auf den nächsten Seite:

Mit RSS kommen die Informationen aus den von Ihnen ausgewählten Quellen automatisch auf Ihren Rechner.

Als Ergänzung dazu braucht es nun noch eine spezifische Suchmaschine — für spezifische Suchen in selbst ausgewählten Quellen. Das bietet die benutzerdefinierte Suche bei Google.

Zuerst benötigen Sie dazu einen Account bei Google, den Sie bereits haben, sofern Sie beispielsweise eine Google-E-Mail-Adresse besitzen oder GoogleDocs verwenden.

Die Anleitung für die benutzerdefinierte Suche bei Google folgt auf der nächsten Seite:

Exkurs: Ein öffentliches Notizbuch?

Bei manchen Recherche-Themen lohnt es sich, die Plattformen des Social Networks frühzeitig einzubinden, um Anregungen, Informationen, Meinungen von Betroffenen und Neugierigen zu erhalten. Tumblr, Medium, Postach und Google+ sind neben Twitter und Facebook momentan oft lohnenswerte Plattformen. Dort lässt sich ein öffentliches Recherche-Notizbuch anlegen, mit dem Publikum bzw. gezielt mit Multiplikatoren verknüpfen, ein Recherche-Dialog anzetteln. Mehr dazu später im Kapitel „Storytelling“.

Auch für den Aufbau eines eigenen Experten-Netzwerkes braucht es eigene Publikationen. So weist man die eigene Expertise und Ernsthaftigkeit nach. Um Solche Netzwerke aufzubauen, ergänzen Sie die eigenen Publikationen wie etwa ein Blog um zusätzliche Präsenzen bei Profi-Plattformen wie ResearchGate, LinkedIn (samt dem digitalen Magazin Pulse und dem Präsentationsarchiv Slideshare) und Xing — meistens müssen Sie überall präsent sein, weil die Communities regional wie fachlich unterschiedlich sind.

Backup organisieren! Was auch immer Sie tun, Ihre digitalen Schätze müssen gesichert sein, idealerweise lokal auf einer separaten Festplatte. Und zwar nicht mit proprietärer Backup-Software, sondern in Formaten, die sofort auch auf anderen Rechnern nutzbar sind, also in der Regel in PDF- und/oder Text-Dateien. So können Sie im Notfall sofort weiterarbeiten.

Metadata Extraction Tools zur Unterstützung bei der Verfikation von digitalen Daten sollten auch in der Basis-Ausstattung nicht fehlen. Sie erleichtern die Arbeit. Verschiedene Varianten sind als Addon für Firefox- bzw Chrome-Browser etwa für EXIF-Daten meist kostenlos zur Installation verfügbar.

  • Entscheiden Sie sich jetzt für ein digitales System
  • mindestens Zotero auf dem Desktop und Evernote für mobile Anwendung
  • sowie ein Backup-USB-Stick
  • und installieren Sie die Software bzw. registrieren Ihre Accounts
  • Oder lesen Sie erst die nachfolgenden Informationen zur kombinierten analog/digitalen Materialsammlung.

Und wenn Sie mit sensiblen Daten arbeiten? Dann vergessen Sie alle Online-Tools, installieren lokal LitLink in einem gesicherten Festplattenbereich oder auf einem USB-Stick, den Sie mit Software oder SecureStick verschlüsseln oder sogar verstecken.

Und wenn Sie mit sehr sensiblen Informationen arbeiten? Finger weg. Lassen Sie die Finger von der Technik und holen Sie sich Experten. Grundregel ist: Ihr Rechner bleibt sauber, keine Verschlüsselung, keine Anonymisierungsdienste, keine Steganografie, keine heiklen Recherchen. Nicht auf dem Büro-Rechner. Nicht auf dem privaten Rechner. Nie.

Warum? Selbst wenn niemand Ihre Daten lesen kann, so sieht doch jeder, der Sie überwacht, dass Sie etwas zu verbergen haben. Seien Sie sicher, dass derjenige Mittel und Wege suchen wird, um an Ihre Daten heranzukommen. Der britische Journalist und Geheimdienst-Experte Duncan Campbell beschrieb das bei einer Konferenz mal so: Wenn er Verschlüsselungssoftware auf dem eigenen Rechner installiere, könne er sich auch gleich ein großes Plakat umhängen „Ich recherchiere Geheimnisse“.

Was tun? Zum Beispiel ein mobiles Zweit-Büro auf dem USB-Stick mit verstecktem Software-Container und ein unverdächtiges, handliches Mini-Notebook,

ein billiges Zweitgerät, das in gar keiner Weise mit Ihrer eigenen echten Identität verbunden ist und nur öffentliche WLAN-Netze verwendet. Keinesfalls im Firmennetz einsetzen.

Damit ist natürlich nicht für jeden Fall vorgesorgt. Diese schnelle Aufzählung soll nur erahnen lassen, was möglich ist. Wie gesagt: Finger weg und Experten fragen.

Übrigens: Kopien und Scans von Papierdokumenten sind ebenso mit Vorsicht einzusetzen, denn moderne Kopierer und Drucker bringen Kodierungen auf den Ausdrucken an. Damit lassen sich diese möglicherweise zurückverfolgen zu Ihnen bzw. Ihrem Arbeitgeber.

1.1.3 analog & digital

Beide Arbeitsweisen lassen sich auch prima verbinden, das analoge Notizbuch und die digitale Speicherung: Dazu eignen sich bereits kostenlose Apps wie Evernote. Mit Hilfe der Smartphone-Kamera fotografiert man die Notizen ab. Die Bilder werden automatisch als Evernote-Notiz gespeichert und synchronisiert. Farbige Haftnotizen sortiert Evernote sofort in die richtigen Ordner, je nach Konfiguration.

Der Digitalstift Livescribe „fotografiert“ die handschriftlichen Notizen nicht nur vom Papier, sondern macht sie auch auf dem Computer im Volltext durchsuchbar, speichert parallel Audiomitschnitte hinzu und synchronisiert diese relativ genau mit den handschriftlichen Notizen.Dazu braucht es allerdings Spezialpapier. Synchronisiert werden Tonaufnahmen und Handschrift via WLAN, Bluetooth bzw. USB.

Etwas rudimentärer in der Scan-Technik arbeitet Evernote mit speziellen Moleskine-Notizbüchern und Whitelines mit eigener App Whitelines Link. Beide arbeiten mit speziellen Markierungen auf dem bedruckten Notizpapier: Smartsticker bei Evernote und Shortcodes bei Whitelines sorgen dafür, dass die Scans richtig einsortiert bzw. mehr oder weniger automatisch weiterverarbeitet werden (z.B. Weiterleitung via E-

Mail). Bei Whitelines sind App und einfache Notizseiten in A4 und A5 zum Download und Ausdrucken kostenlos.Beide Apps erkennen die handschriftlichen Notizen und digitalisieren diese als jeweils neue Notiz in der App.

Beispiel Whitelines-Papier (Ausschnitt vergrössert):

Diverse Notiz-Apps für Mobiltelefone ermöglichen das einfache Schreiben und Zeichnen, etwa iA Writer, das besonders für das Tippen auf Tablets und Smartphones optimiert ist. Die Apps von Evernote, Spacedeck und Notability beispielsweise verknüpfen zusätzlich zum Text, auch Fotos, Grafik, Web-Inhalte sowie Audio-Aufnahmen mit einer Notiz.

Gerade bei den Apps gibt es eine Vielzahl von Angeboten. Bei der Auswahl sollten Sie darauf achten, dass

  • Ton-Aufnahmen zusammen mit der Notiz gespeichert werden
  • Dokumente abfotografiert werden und zwar in guter Auflösung und möglichst mit integrierter Option, den Bildausschnitt vor dem Scan verändern zu können
  • OCR, die Umwandlung von Text in Fotos in bearbeitbaren und zumindest zuverlässig durchsuchbaren Text
  • handschriftliche Notizen und Zeichnungen schnell erfasst und automatisiert sortiert werden
  • das Tippen einigermassen fehlerfrei funktioniert
  • Notizen nicht nur in der App gespeichert werden, sondern möglichst automatisch auch synchronisiert werden, etwa mit GoogleDrive oder Dropbox oder eine passenden Software auf dem Desktoprechner oder Laptop.
  • Notizen auch per E-Mail weitergeleitet werden können

Separate Scanner-Apps können auch bei der Materialsammlung und -sicherung helfen; auch hier ist relevant, dass diese Apps ihre Aufnahmen automatisch extern sichern, etwa in GoogleDrive oder Dropbox. So sind alle Recherche-Dokumente aus dem Scanner nicht nur lokal auf dem Gerät, sondern auch als Kopie extern gesichert.

Übrigens: Die üblichen Ton-Aufnahmen solcher Apps sind nicht unbedingt sendetauglich für Radio und Fernsehen. Prüfen Sie das vorab genau und nutzen Sie im Zweifel lieber professionelles Equipment für derlei Aufnahmen. Externe Mikrofone sind dabei auf jeden Fall nötig.

Um Ton-Aufzeichnungen zu transkribieren und zu codieren lohnt die Software „f4 analyse“ bzw. „f5“. Sie läuft auf Windows, Mac, Linux sowie vom USB-Stick.

Entscheiden Sie sich jetzt für Ihr System:

  • mindestens Zotero auf dem Desktop und Evernote für mobile Anwendung
  • mindestens ein Notizbuch zur Nutzung mit Evernote
  • mindestens ein System zur Ton-Aufzeichnung und Auswertung
  • sowie ein Backup-USB-Stick
  • GoogleDrive oder Dropbox zur Synchronisierung
  • und installieren Sie die Software bzw. registrieren Ihre Accounts

Sie haben mit sensiblen Informationen zu tun? Holen Sie sich Experten für die Sicherung und Aufbereitung des Materials.

1.2 Aufbereiten

Filtern, Strukturieren, Visualisieren

Zur schnellen Sortierung und Filterung nutzen Sie die Stichwort-Systeme in der o.g. Software, etwa die Tags bei Evernote, plus Ordner-Strukturen („Notizbücher“ bei Evernote). Struktur in PDF-Dokumentensammlungen schafft Mendeley, das zudem Online-Recherche im Wissenschaftsbereich organisiert.

Wenn Sie mit MindMaps gut zurecht kommen, lohnt sich natürlich auch dieses bewährte System, sei es als Software oder als App (z.B. mit MagicalPad HD) oder an der Bürowand mit Hilfe von Haftnotizen in unterschiedlichen Farben.

Für umfangreichere Produktionen, große Reportagen, Dossiers etc. sind Software-Produkte aus dem Bereich Literatur und Film-Drehbücher interessant: Sie helfen bei der Planung der Dramaturgie, der Konzeption der Figuren und Szenen, sowie Sortierung des Quellenmaterials.

Egal ob auf Papier, im Notizbuch oder an der Wand, in der App oder auf dem Bürorechner: Eine einfache, aber durchdachte

Visualisierung ist unverzichtbar. Feste, immer wiederkehrende Icons beispielsweise für handelnde Personen, für Fragen, für zu prüfende Fakten und Gewissheiten und offene Fragen. Oder eine Bild-Metapher für den roten Faden der Story. So etwas zu zeichnen , lernt man schnell. Ein guter Einstieg ist das Buch „Auf der Serviette erklärt: Mit ein paar Strichen schnell überzeugen statt lange präsentieren“ von Dan Roam. Zur Vertiefung und Hilfe für die erweiterte Nutzung für Recherche-Notizen: „The Sketchnote Handbook: The Illustrated Guide to Visual Notetaking“ von Mike Rohde.

Je nach Thema kann auch eine Zeitleiste als durchgehendes Visualisierungswerkzeug für die Recherche sehr nützlich sein: Für die Umsetzung braucht es eigentlich nur eine Zimmerwand und einen Stapel Haftnotizen. Nutzen Sie unterschiedliche Farben für Zitate, Fakten, Orte, Menschen. Das hilft Ihnen in den drei Phasen für eine Zeitleiste:

1. sammeln und wissen

2. sichten und verstehen

3. sichern und erzählen

Siehe auch Kapitel 5 „Storytelling“ zur weiteren Aufbereitung der Recherche-Ergebnisse.

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