Ersties, Dritties, Fünfties. So lernst du smart. Klausurrelevantes abgrenzen!

Allzuoft sieht man Ersties und auch viele Dritties und Fünfties immer noch diesen Fehler machen: „Falsches“ Lernen. Es ist die Art des Lernens, bei der man viel lernt und trotzdem nicht die Note bekommt.

Du muss nicht extrem viel lernen, um gute Noten zu bekommen. Und mit „guten“ Noten meine ich den Bereich von 1,3–2,3. Für diejenigen, die dieser Bereich interessiert:

Work smarter, not necessarily harder

Work smarter:

Finde die relevanten Themen. Nein, es ist nicht alles relevant — auch wenn die Dozenten das behaupten. Die Klausur dauert in der Regel 120 Minuten, es ist nicht möglich hunderte Folien und Literatur detailliert abzuprüfen. Stattdessen versuchen Prüfer großflächig Themen abzudecken. Bei 20% des Lernstoffs werden 80% der Klausurpunkte erzielt („Pareto Prinzip“). Im Absatz „Not harder“ wird beschrieben, wie du 80% des überflüssigen Lernaufwands eliminieren kannst.

Not harder:

Viele machen den Fehler, dass sie (nicht anwesenheitspflichtige) Veranstaltungen besuchen, obwohl sie kaum etwas daraus mitnehmen. Es sei „gut für´s Gewissen“. Besuche nur die Veranstaltungen, von denen du eindeutig weißt, dass du bisher viel aus ihnen mitnehmen konntest. Wenn nicht — lass es sein. In der Zeit kannst du beispielsweise auch in der Bibliothek lernen (oder einfach learn & chill auf Viduals.net betreiben).

„Pflicht“ lektüren: nur einzelne Seiten lohnt es sich in bestimmten (seltenen) Fällen anzuschauen. Wenn es hunderte Folien gibt und zusätzlich Tutorien oder Übungen, dann wird die Klausur nicht von der Lektüre handeln (Rangordnung der Klausurrelevanz: Tutorium > Vorlesung > Lektüre). Es können zwar vereinzelt mal Lektürefragen in der Klausur rankommen, sind aber nicht ausschlaggebend für die Note. Der Bereich 1,3–2,3 ist in diesem Fall auch ohne Lektüre (außer man studiert Literatur oder Ähnliches) erreichbar.

In welchen Fällen lohnt es sich in die Lektüre zu linsen?

Genau dann, wenn es eine Übungs- oder Vorlesungsfolie erklärt, die man sonst nicht verstanden hat. Wenn man eine klausurrelevanzverdächtige Folie hat, die man noch nicht ganz durchblickt hat, dann lohnt es sich gezielt in der Lektüre den Abschnitt zu finden, der den Inhalt dieser Folie erklärt.

Was, wenn ich die Folie nicht verstehe, ich aus Präsenzveranstlatungen nicht viel mitnehme und die Lektüre auch nicht hilft? Da bleiben nur noch drei Möglichkeiten übrig:

1) Kommilitonen fragen, die es erklären können

2) Selbstrecherche, und zwar so: Bei der Selbstrecherche wird man wahrscheinlich erst auf Google eingeben und bei spezielleren Fragen dann auf Foren landen mit dubiosen Antworten oder sich so lange durchklicken, bis man eine „gerade so“ zufrieden stellende Antwort findet. Man kann sein Glück auch auf Youtube versuchen und nach einem Lernvideo suchen, das möglicherweise den Inhalt erklären könnte. Das Problem: man weiß erst ob das Video nützlich ist, nachdem man es durchgesehen hat. Es kann dennoch bei nicht allzu speziellen Fragen hilfreich sein. Sollte sie spezieller sein, kann man sie beispielsweise auch auf der Lernplattform www.viduals.net stellen. Auf der Seite werden individuelle Fragen beantwortet.

3) Das unterschätzte Angebot von Sprechstunden nutzen. Dabei lohnt es sich all die Folien und Aufgaben zu sammeln, die man nicht genau verstanden hat. Wichtig ist es hierbei sich im Voraus sehr konkrete Frage zu überlegen und sie dann gezielt zu stellen.

Starte ins Semester — by working smarter, not necessarily harder.