Es könnte ein Jahresrückblick sein

Eigentlich wollte ich mit den schönen Dingen anfangen. Etwas, was mir positiv im Jahr 2016 aufgefallen ist. Leider ist das nur sehr wenig und betrifft mich nur persönlich.

Ich habe über Twitter mehrere Menschen kennengelernt, mit denen ich mich 2017 vielleicht mal treffen möchte. Wenn das überhaupt gewünscht wird. Ich bin ziemlich schlecht in sozialer Planung. Vielleicht ergibt sich da was. Mit diesen Menschen digital zu reden hat mich schon etwas Überwindung gekostet.

Ich habe mich wieder selbstständig gemacht, weil ich mich in Konzernen eingeengt fühle. Das wird zwar schwieriger werden, aber dieses Risiko werde ich eingehen. Selbstverwirklichung ist mir wichtiger als Sicherheit. Zudem fange ich an, mich ernsthaft für Informationssicherheit zu interessieren.

Ich wohne immer noch mit meinen Mitbewohnern zusammen und das freut mich sehr. Auch wenn das an einigen Stellen schwierig ist. Das Leben ist nie einfach und trotzdem möchte ich dieses nicht missen.

Ich habe wieder angefangen zu lesen. Ist in den letzten Jahren ziemlich abhanden gekommen und monatlich wird jetzt ein Buch bestellt und auch gelesen. Das ist keine Entscheidung für das neue Jahr, denn ich habe damit schon August angefangen. Mir ist halt aufgefallen, dass ich nur noch Fachliteratur aus der Informatik lese und den Tellerrand vernachlässigt habe.

Kunst ist wieder ein Thema für mich. Nachdem ich vor zehn Jahren an der Kunstakademie Düsseldorf abgelehnt wurde, hatte ich sehr starke Selbstzweifel, ob ich überhaupt dazu geeignet bin mich mit Kunst zu beschäftigen. Ich habe einen eigenen Stil, mein Handwerk ist mehr als verbesserungswürdig, trotzdem kann man mit dieser Basis arbeiten. Bisher standen nur meine eigenen Gedanken im Weg.

Kommen wir zu den Punkten, die nicht so gut gelaufen sind.

Soziale Medien, die Medienlandschaft, die Politik und die Gesellschaft in der ich lebe, haben sich sehr negativ entwickelt. Ich kann keine einzelnen Gruppen benennen und pauschalisiere hier einfach mal. Ich hasse euch. Dich, der hetzende Versager auf den Montagsdemos. Du, der an der Bevölkerung regierende Politiker. Die Medien, die nur noch für die Quote huren. Du Hater bei Facebook und Twitter. Dieser unnötige Hass, diese verachtenswerte Kommentare, die Überwachung. So viel, was ich an euch hasse. Wenn es nicht diese aufopfernden Menschen geben würde, die gegen eure Dummheit arbeiten würden. Wir würden wieder Bücher verbrennen, Menschen in Lager stecken und für den nächsten Krieg rüsten.

Ich kann nicht alles aufschreiben, weil ich daran zerbrechen würde und das will ich nicht. Ich werde meine persönliche Freiheit nicht für euch opfern, denn ihr seit weniger Wert als der Abfall in der Biotonne. Ich will nicht, dass ihr für mich bestimmt, wann ich Angst vor Terror, Flüchtlingen, einem veganen Schnitzel und fehlender Sicherheit habe. Ich will mir nicht vorschreiben lassen, was ich zu denken habe.

Warum macht ihr meine Heimat kaputt? Das Internet. Nur, weil ihr zu dumm seid unsere Kultur zu verstehen?

Das sind Dinge, die in diesem Jahr falsch gelaufen sind. So sehr falsch. Gibt es schon eine Wikipedia Liste mit Dingen, wie scheiße 2016 ist? keine Ahnung. Ich will es auch irgendwie nicht wissen. Es ist mir egal.

Ich hatte mir so viele Punkte aufgeschrieben, die ich in meinem Jahresrückblick mit euch besprechen wollte. Ich habe den Zettel geschreddert. Trotzdem sollten wir nicht aufgeben. 2017 wird besser.

Fragt sich nur für wen.

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