#Microsoft #Windows

Screenshot Windows App Store

Da ich in Zukunft meinen Fokus auf proprietäre Software legen werde, habe ich mich mal mit dem Windows App Store auseinandergesetzt. Sieht auf dem ersten Blick alles ganz schön aus. Insgesamt sehr aufgeräumt und sortiert. Habe ich im Google Android App Store nicht so gesehen. Es soll hier aber nicht um den App Store gehen.

Ich bin seit Jahren Linux und Android User und bin damit immer ziemlich gut gefahren. Trotzdem gibt es einige Punkte, die mich arg stören. Open Source lassen wir jetzt einmal außen vor. Wenn es für Linux z.B. ein bestimmtes Programm gibt, muss man es sich selber hacken oder schauen, ob es nicht eine andere Lösung gibt. Das raubt meistens ziemlich Zeit und kann schon arg an die Substanz gehen. In meiner Freizeit beschäftige ich mich damit gerne für ungewöhnliche Probleme eine Lösung zu finden. Für meine Arbeit kann ich das aber nicht brauchen. Darum habe ich mir keine eigenes Blog aufgesetzt, sondern verwende Medium. Eine schnelle Lösung. Nicht hübsch, keine Frage, aber sie erfüllt ihren Zweck.

Gerade heute benötige ich die X Software. Ein ganz bestimmtes Programm um auf meinem Laptop eine Aufgabe schnell zu erledigen. Zwar gibt es Open Source Software Lösungen, aber die gefallen mir nicht vom Design her oder sind einfach nur Imba. Die meisten Funktionen benötige ich nicht und das ist auch meistens ein Problem bei öffentlichen Projekten. Da will Günther die Funktion A, Franz B und Marie möchte auch die C Funktion implementiert haben. Die Community entscheidet sich für alle und in der nächsten Version werden alle in die bestehende Software eingepflegt. Das ist dynamisch, aber leider nicht individuell, denn um meine Aufgabe zu erledigen, benötige ich nur Funktion B. A & C sind Spielereien, die zwar die Software aufwerten, sind aber nicht nötig um die Aufgabe zu erledigen. Viele Open Source Software Projekte wollen immer eine Eier legende Wollmilchsau sein und vergessen einer der wichtigsten Regel, bei der Softwareentwicklung.

  • Schreibe Computerprogramme so, dass sie nur eine Aufgabe erledigen und diese gut machen. ~ Malcolm Douglas McIlroy

Daher finde ich die App Philosophie von Microsoft und Apple etc. interessant, denn damit kann man kleine Softwaremodule installieren und sich sicher sein, dass diese schnell eine Aufgabe erledigen und was für mich auch wichtiger its (jedenfalls im Moment), ich kann mit kleinen Applikationen ein Zubrot verdienen. Klar, es gibt Millionen von Anwendungsentwicklern im Netz und bisher unterscheide ich mich nicht wirklich von denen (doch, denn ich habe noch keine Software veröffentlicht). Ich mache das aber auch aus zwei sehr eigennützigen Punkten heraus. Ich benötige diese Software für meine Arbeit. Klar, ich könnte auf Online Services und Cloud Anwendungen zurück greifen, aber wenn ich mal in Ghana unterwegs sein sollte und ich keine Internetverbindung habe, kann ich auch auf einem Stein tippen. Bringt genauso viel. Zweitens: Ich lerne dabei und lernen finde ich unglaublich geil. Bereitet mir wirklich Spaß.

Schöne Nebeneffekte können sein. Geld verdienen, Neue Kontakte oder vielleicht sogar Aufträge in einem ähnlichen Bereich, zu lernen, wie eigentlich Softwarekapitalismus funktioniert und bestimmt noch einige mehr, die ich jetzt übersehen habe. Ich muss nur ein wenig zeit investieren und schauen, ob sich das irgend wie rentiert. Dafür muss man vorher sich einfach ein paar Tage hinsetzen und einen Mini Gesch erstellen. Was will ich, wohin will ich und wie soll das mit der Finanzierung aussehen. Alles wichtige Fragen, die die meisten coolen Projekte zum scheitern bringen. Yea! Wir haben was cooles gemacht, können uns aber nicht den Microsoft, Apple oder Google Developer Acc leisten und einen Grafiker haben wir auch nicht, daher sieht unsere App aus wie ein Haufen Scheiße und egal, die Endbenutzer werden das schon für unseren illusorischen Preis schon kaufen. Nein, werden sie nicht. Es gibt drei einfache Regeln, die man für eine App Entwicklung beachten sollte.

. Übernehme oder klaue ein bestehendes Modul/Idee und kille alle überflüssigen Funktionen z.B. das Internet zwingend benötigt wird.
. Verwende ein minimalistisches Zen Design oder kaufe jemanden, der das wirklich sehr gut kann*.
. Ein Geschäftsplan bzw. ein Projektplan gehört zum leidigen Handwerk, hilft dir aber deine Idee zu konkretisieren und das Geld im Auge zu behalten.

Vielleicht ändern sich die Regeln in Zukunft noch, aber bisher bin ich mit dieser Philosophie ziemlich gut gefahren und es hat mir dabei geholfen Projekte in die Tonne zu kicken, obwohl sie sich im ersten Moment gut angehört haben. Damit habe ich keine unnötige Zeit oder Ressourcen verschwendet. Deshalb habe ich mich entschieden zuerst im Microsoft App Store zu verkaufen, weil da auch meine Zielgruppe liegt. Diese werde ich dann in Zukunft auf Apple ausweiten. Android werde ich nicht beachten, weil Android User immer alles umsonst haben wollen und bei ihrem Feedback bzw. Kritik nicht sehr geschickt sind. Der Google App Store ist in meinen Augen das neue Facebook. Kann ich gerne darauf verzichten.

*und bezahle ihn ordentlich für seine Arbeit, denn professionelle Designer müssen auch Miete bezahlen und brauchen Brot auf dem Tisch. Wird immer wieder gerne vergessen.

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