Leipzig – Rom 2015 (Impressionen der 1. Woche)
Mitte Juli 2015
Nun bin ich eine Woche unterwegs, mittlerweile in Bayreuth gelandet, wo die Vorbereitungen auf die großen Wagner-Festspiele in vollem Gang sind. Dennoch regnet es. Und die Stadt schaut wenig einladend aus.
Deshalb nutze ich die Zeit und lasse die Eindrücke der ersten Woche Revue passieren:
Schwand, Hof und Helmbrechts — Das grenzenlose Grenzland
Für mich bedeutet Hof Westen, und Plauen Osten. Und ich hatte keine Ahnung, dass die beiden Orte lediglich einen Tagesmarsch entfernt voneinander liegen. Und das in bester, erholsamer und freundlicher Natur. Dass es sich um das ehemalige Grenzgebiet der beiden deutschen Staaten handelt, wurde mir schnell klar, als ich keinerlei Gastwirtschaften, Kneipen oder sonstige Treffpunkte der noch ansässigen Bevölkerung vorfand. Das gilt freilich nur für den “ostdeutschen” Bereich des ehemaligen Grenzgebietes, in denen es stets und überall verboten war, derlei Wirtschaften zu betreiben. Derlei “Hotspots” waren einfach hinderlich, diese Gebiete bevölkerungsfrei und damit besser kontrollierbar zu bekommen.
Oberfranken
Was für eine schöne Gegend! Die Wälder sind gesund, soweit ein Stadtmensch das beurteilen kann, die Menschen herzlich und die Tiere zurückhaltend. Einen Hasen habe ich gesehen! Das ist schon eine kleine Enttäuschung, kein Hirsch, kein Wolf, auch kein Bär. Vögel zählen nicht.
Also halte ich mich ans Bier, das es hier in unglaublicher Vielfalt gibt.
Die nächsten Tage bis Nürnberg bringen mich durch die Fränkische Schweiz, die ähnlich aufregend wunderbar sein soll, wie die Sächsische und Ruppiner Schweiz. Nun, wenn die vergangenen Tage der Maßstab sind, dann freu’ ich mich auf die Zeit, die angebrochen ist.







