Private Equity: Mit Blockchain von hohen Gewinnchancen profitieren.

Die Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus war sicherlich eine der ersten und erfolgreichsten Private Equity Unternehmungen. Über 500 Jahre später ist diese Form der finanziellen Unterstützung durch private Investoren angesagt wie nie zuvor. Wir haben für Sie einmal die Vorzüge und Risiken von Private Equity zusammengefasst und zeigen Ihnen, wie wir mit Blockchain den Markt endlich auch für private Anleger öffnen.

wevest AG
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Jun 6 · 8 min read


den Börsen geht es derzeit ungemütlich zu. Die Kurse der meisten Aktien haben seit einigen Wochen wieder deutlich nachgegeben und schwanken weiterhin stark. Viele Anleger sind deshalb verunsichert und zögern, ihr Geld zu investieren.

Für Aktionäre, deren Aktien nicht an einer Börse notieren, sind solche kurzfristigen Marktschwankungen ohne Bedeutung. Diese sogenannten Private Equity Investoren verfolgen langfristige Absichten und kümmern sich nicht um kurzfristige Aktienkurse. Oftmals verkaufen sie ihre Unternehmensanteile erst nach vielen Jahren und erst dann zeigt sich, wie erfolgreich die Investition war.

Die heutige Fielmann AG ist ein Beispiel für erfolgreiche Direktbeteiligungen in nicht-börsengelistete Unternehmen. Anfang der siebziger Jahre startete Günter Fielmann sein erstes Optiker Geschäft. Die Idee war einfach: Markenbrillen zu günstigen Preisen. Für die angestrebte Expansion fehlte das notwendige Kapital. Eine Private Equity Gesellschaft erkannte das Potential und ermöglichte durch die Bereitstellung zusätzlicher finanzieller Mittel die Expansion über die Grenzen Deutschlands hinweg. Die Investition ging auf: Heute beschäftigt das Unternehmen mehr als 10.000 Mitarbeiter und ist nicht nur Marktführer in Deutschland, sondern größter europäischer Augenoptiker.

Wie funktioniert Private Equity heute?

Der direkte Zugang zu privaten Unternehmensbeteiligungen ist heute den meisten verwehrt. Ein zentraler Marktplatz wie eine Börse existiert nicht. Um heute in nicht-börsengelistete Unternehmen investieren zu können, muss meist ein Umweg über komplexe Fonds-Strukturen in Kauf genommen werden. Und selbst dann gibt es hohe Hürden wie Mindestzeichnungssummen, so dass sie nur für vermögende private und institutionelle Anleger zugänglich sind. Solche Private-Equity-Fonds, sammeln Geld von Anlegern ein und erwerben damit ein Portfolio von Unternehmensbeteiligungen. Ziel ist es, den Wert dieser Beteiligungen durch operative Verbesserungen oder/und schnelleres Wachstum rapide zu steigern und sie nach vier bis zehn Jahren mit signifikantem Gewinn zu verkaufen. Während der Laufzeit ist das Kapital der Anleger an den Fonds gebunden.

Strategisch streben diese Fonds eine Sperrminorität an, also eine Minderheitsbeteiligung am Unternehmen von mindestens 25,1 Prozent, sodass für sie die Möglichkeit besteht, wichtige unternehmerische Entscheidungen zu treffen oder zu verhindern. Auf eine vollständige Kontrolle über das Unternehmen wird allerdings in der Regel nicht abgezielt.

Die Finanzierung erfolgt dabei meistens nicht alleine durch den Fonds. Andere externe Investoren und Banken werden in einer Co-Finanzierung zusätzlich hinzugezogen.

Das Problem:

In gutes Private Equity zu investieren, ist für private Anleger mit geringeren Investitionsvolumen aktuell nahezu unmöglich. Das Wachstumspotential von Private Equity ist damit nicht nutzbar.

Lassen Sie uns einen Blick auf die Vorteile von Private Equity werfen. Soviel vorweg: So interessant Private Equity auch ist, es gilt der Grundsatz der Risikostreuung. Sein gesamtes Vermögen in diese eine Anlageklasse zu investieren ist kein guter Ratschlag. Als Beimischung in einem breit aufgestellten Portfolio ist es jedoch sehr attraktiv.

Darum investieren erfolgreiche Anleger in Private Equity

Private Equity ist für Anleger geeignet, die ihr Geld langfristig investieren können. Denn bei Private Equity handelt es sich um eine illiquide Anlageklasse: Die Anleger kommen mehrere Jahre lang nicht an ihr Geld. Große institutionelle und hochvermögende Anleger (HNWIs) investieren schon seit Jahrzehnten in Private Equity. Über Fonds oder direkt kaufen sie Unternehmen, die nicht börsennotiert sind, nehmen Einfluss auf das Management, partizipieren an deren Wachstum oder setzen eigene Führungskräfte ein.

Hohe Renditen bei weniger Volatilität?

Die Vorliebe für Private Equity bei institutionellen Investoren ist leicht zu erklären: Hohe Renditen, geringe Volatilität und eine niedrige Korrelation mit traditionellen Anlageklassen werden regelmäßig als Vorteile genannt.

Die Private Equity-Renditen in den Vereinigten Staaten haben sich nach Angaben von Cambridge Associates langfristig besser entwickelt als verschiedene Aktien- und Anleihen-Indizes. In einer umfassenden Studie wurden die Private Equity-Renditen aus 1.481 amerikanischen Private Equity-Fonds zusammengestellt.

Rendite Private Equity vs. S&P 500 Index

Ausgehend von diesen Daten wurde ein Private Equity Index erstellt. Das Ergebnis lässt sich blicken: Seit 2000 konnte dieser Index den S&P 500 mit den 500 größten US-amerikanischen börsennotierten Aktien mit deutlichem Abstand übertreffen.

Der Private Equity Index hat nicht nur eine bessere Performance, sondern soll Aussagen vieler Experten zufolge auch eine deutlich geringere Schwankung als der S&P 500 an den Tag legen. Dies ist zweifellos ein Appell an interessierte Investoren. Da Private Equity-Portfoliounternehmen jedoch in der Regel nur vierteljährlich bewertet (folglich existieren keine täglichen Zeitreihen) werden, dürfte die eigentliche Volatilität höher liegen und der des S&P 500 Index ähneln.

Nichtsdestotrotz liegt hier eine äußerst attraktive Anlageklasse vor, die der persönlichen Portfolioperformance einen deutlichen Schub geben kann. Dem Risikoprofil des Portfolios schadet Private Equity mit Sicherheit auch nicht.

Mehr Diversifikation, mehr Performance

Anleger (private & institutionelle) investieren gerne in andere Vermögenswerte, als in die traditionellen. Der Hauptgrund dafür ist, dass sie Diversifikationsvorteile anstreben.

Diversifikation ist einer der Grundpfeiler der modernen Portfoliotheorie und ein wichtiges Werkzeug für Anleger. Sie bietet eine Vielzahl von Vorteilen, wie z.B. die Verringerung der Portfolioschwankungen, die Erhöhung der risikobereinigten Renditen und die Verringerung der Abhängigkeit von einzelnen Unternehmen, einer Branche oder eines Landes.

Anleger, die in Private Equity investieren, fügen ihrer Vermögensstruktur ein zusätzliches Diversifikations-Element bei, das im Regelfall die Wertschwankungen des Gesamtportfolios reduziert. Denn wenn die Aktien- oder Anleihenmärkte einmal stagnieren oder rückläufig sind, kann ein Private-Equity-Investment durchaus weiter an Wert zulegen.

Zusätzlich wirken Private Equity Investments als Performance-Turbo: Vielfach sind es stark wachsende Unternehmen wie Start-ups, die zur Überperformance von Private Equity beitragen. Typischerweise erfolgt die erste Börsennotiz für Unternehmen erst dann, wenn bereits eine gewisse Größe erreicht ist und das größte Wachstum hinter sich gelassen wurde.

Als Private Equity Investor können Anleger schon in einer Frühphase investiert sein und oft den größten Wertzuwachs begleiten. Auch andere Anlagestrategien im Bereich Private Equity setzen besonders stark auf Wachstum: Sie beteiligen sich an wirtschaftlich angeschlagenen Unternehmen und setzen über eine aktive Einflussnahme auf das Management Restrukturierungsmaßnahmen um. Angesichts von drei bis fünf Prozent historischen Überrenditen gegenüber den börsennotierten Unternehmen in den vergangenen Jahren stehen die Chancen gut, dass Anleger auch weiterhin mit Private Equity die Gesamtrendite ihres Portfolios verbessern.

Illiquidität als Nachteil von Private Equity?

Die lange Bindungsfrist des Kapitals scheint zunächst aus Anlegersicht ein Nachteil von Private Equity zu sein. Doch wie viel Wahrheit liegt in dieser Aussage? Die Mehrheit der Anleger neigt dazu, bei größeren Unruhen an den Börsen mit Verkäufen ihrer Aktiendepots zu reagieren. Hektisch kaufen oder verkaufen sie einzelne Positionen, weil sie sich von der allgemeinen Marktstimmung beeinflussen lassen — und tappen somit in psychologische Fallen. Andere versuchen durch Timing beim Kauf und Verkauf ihren Gewinn zu erhöhen. Manche wiederum entdecken ein vermeintliches Schnäppchen, investieren größere Summen und verkaufen schnell wieder, wenn sich der Deal nicht innerhalb kürzester Zeit als Börsengranate entpuppt.

Von diesem Hin und Her in den Depots profitieren indes nur die Banken. Denn sie kassieren ordentliche Transaktionsgebühren von ihren Kunden und dürften sich über die ein oder andere unruhige Stimmung freuen. Für die Anleger ist das jedoch meist ein Minusgeschäft, denn:

“Hin und Her macht Taschen leer.”

Studien belegen, dass Anleger, die einmal investieren und langfristig im Markt bleiben, deutlich höhere Renditen erzielen als Anleger, die versuchen, durch geschicktes Timing den Markt zu schlagen.

Die folgende Grafik zeigt: Eine langfristige Anlage in den DAX hätte Anlegern im 10/20 und 30-Jahres Zeitraum positive Renditen gebracht. Wer jedoch auf kurzfristige Kursschwankungen (einjährige Investments) gesetzt hätte, hätte in 9 von 30 Jahren deutliche Verluste hinnehmen müssen — 2002 sogar knapp die Hälfte des eingesetzten Kapitals.

Mit Direktbeteiligungen, die deutlich schwieriger zu kaufen und verkaufen sind, kann Anlegern das nicht mehr passieren. Während der Laufzeit der Fonds können sie ihre Beteiligung nicht verkaufen. Dadurch geraten sie gar nicht erst in Versuchung, ihre Beteiligung oder Anteile kurzfristig abzustoßen. Private Equity diszipliniert die Anleger also — und sorgt dafür, dass sie sich ihre Rendite nicht selbst kaputt machen.

Volkswirtschaftlicher Einfluss

Ein umstrittener Aspekt rund um Private Equity Investitionen sind mögliche Restrukturierungsmaßnahmen der neuen Eigentümer und dem damit verbundenen Abbau von Mitarbeitern. Der Vorwurf: Um schnelle Erfolge sehen zu können, treten Private Equity Fonds bei den Unternehmen zuerst auf die Kostenbremse.

In diesem Zusammenhang prägte einst der damalige SPD-Vorsitzende Franz Müntefering den Begriff der Heuschrecke als Negativbeispiel für skrupelloses Geschäftemachen. Teile der Belegschaft zu kündigen oder die Arbeitsbedingungen zu verschlechtern könnte kurzfristige Renditepotentiale für Investoren implizieren. Aus einer volkswirtschaftlichen Betrachtung sind diese Maßnahmen ohne Zweifel mit langfristig negativen Externalitäten verbunden und führen zu hohen sozialen Kosten für die Gesellschaft.

Akademische Studien aus Cambridge jedoch sprechen dafür, das Private Equity keine Jobvernichtungs-Maschine ist, wie es viele Kritiker der Branche gerne darstellen. In einer Gesamtbetrachtung kompensieren sich die Effekte auf die Belegschaft. Während es kleine, aber nicht signifikante Netto-Abnahmen in den Beschäftigungsraten bei PE-finanzierten Unternehmen gibt, entstehen Produktivitätssteigerungen durch neue (höher qualifizierte) Mitarbeiter in den einzelnen Unternehmensbereichen.

Kommt jetzt Private Equity für private Anleger?

Dank Digitalisierung und neuen Technologien sind in den letzten Jahren zahlreiche Möglichkeiten entstanden, die Finanzwelt zu demokratisieren und auch privaten Anlegern die Chance zu geben, wie professionelle Anleger zu investieren.

Ein Beispiel sind private Kreditvergaben über Crowdlending-Plattformen. Mit unserem Service für elektronische Wertpapiere möchten wir nun den Markt für Private Equity öffnen und den oben genannten Nachteil der Unzugänglichkeit für kleinvolumige Investments beheben. Warum über überteuerte und komplexe Private Equity Fonds in Unternehmen investieren, wenn das mit moderner Technologie zu deutlich geringeren Kosten und dazu noch besonders einfach geht?

Elektronische Wertpapiere als Zukunft von Private Equity

Fazit der wevest

Private Equity ist für Anleger eine ertragreiche und diversifizierende Anlageklasse. Die Vorteile für ein gut gestreutes Portfolio sind heute jedoch nur sehr vermögenden oder institutionellen Anlagern zugänglich. Mit teuren und komplexen Private Equity Fonds haben private Anleger in der Vergangenheit meist Schiffbruch erlitten.

Melden Sie sich hier zum Pre-Launch unserer Plattform an. Unser Service für elektronische Wertpapier geht demnächst live und Sie erhalten schon bald die Möglichkeit Ihr e-Depot zu eröffnen. Wir halten Sie auf dem Laufenden.


Über den Autor

Jens Siebert, CEO der wevest Digital AG

Jens Siebert ist CEO der wevest Digital AG und verantwortet in dieser Position die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens. Vom Berater bei KPMG in Berlin über den Bundesverband der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken kam

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