Stolz sein

Im Juli fand in Erlangen der Tag der Franken statt. Eine Feier, die seit 2006 jährlich stattfindet, um an einen Reichstag von 1500 zu erinnern. Damals wurden die geographischen Grundlagen für die Region gelegt, die sich heute als „Franken“ bezeichnet.

Der Erlanger Oberbürgermeister Dr. Florian Janik hatte geäußert, dass er den Tag nicht brauche und einen politischen Shitstorm geerntet.

Besonders von konservativen Kommunalpolitikern bekam man erbosten Widerspruch wenn man den Tag und die Aufregung über das relative Desinteresse Janiks nicht teilte.

Wo kommst Du her?

Diese Frage bekam man häufiger zu hören, wenn man den Tag der Franken kritisierte.

Das ist wichtig!

War eines der häufigsten Argumente.

Aber: Was ist denn wichtig?

Einen Tag der Franken feiern, dessen Festakt durch VIP Einladungen hervorsticht?

Einen Tag der Franken, der irgendwie sehr generisch daherkommt?

Ja, dann bin ich halt Franke. Ja, mir gefällt es hier auch ganz gut, obwohl ich die Provinzialität, die Franken durchaus hat, nicht mag.

Hinter allen diesen Fragen schwingt eine grundlegende Frage mit. Nämlich die, ob es wirklich wichtig ist, sich über eine regionale Abstammung zu identifizieren.

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