Was Sind Die Besten Temperaturen, Um Cannabis Zu Verdampfen?

Verbessere Deine nächste Vape-Session, indem Du die Temperatur variierst. Finde heraus, wie Dir die Temperatureinstellung dabei helfen kann, das beste aus Deiner Bud herauszuholen.
Verdampfen ist ein einfacher und diskreter Weg, um Cannabis zu sich zu nehmen. Anstatt alles mit einer pauschalen Temperatur zu verdampfen, kannst Du mit kleinen Temperaturanpassungen für einen wesentlichen Unterschied bei der Art des Highs sorgen.
WARUM IST DIE TEMPERATUR SO WICHTIG?

Die Temperatur, die Du zum Vapen wählst, hat einen starken Einfluss darauf, wie Du Dich anschließend fühlst und wie die Aromen sich entfalten, unabhängig davon, ob Du jedes Mal die gleiche Sorte verdampfst. Wenn Deine Verdampfertemperatur zu niedrig oder zu hoch eingestellt ist, kann es auch sein, dass Du auf diese Weise nicht das beste aus der Sorte herausholst. Zu wissen, welche Cannabinoide und Terpene bei welchen Temperaturen aktiviert werden, kann eine ganz gewöhnliche Vape-Session auf den Kopf stellen.
Die niedrigste wirksame Verdampfertemperatur ist 93°C, obwohl anekdotische Berichte gezeigt haben, dass bei dieser Temperatur der Dampf praktisch nicht vorhanden ist. Am anderen Ende der Skala wird fast jedes Cannabinoid aktiviert, bevor Du die Verbrennungstemperatur von 227°C erreichst. Wenn Du eine so hohe Temperatur eingestellt hast, verbrennt Dein Pflanzenmaterial und Du inhalierst schädlichen Rauch.
DIE WISSENSCHAFT HINTER CANNABINOIDEN

Cannabinoide sind aktive chemische Verbindungen, die in der Cannabispflanze vorkommen. Es existieren über hundert Cannabinoide in Cannabis, auch wenn Du wahrscheinlich hauptsächlich von den wichtigsten wie THC, CBD und CBN gehört hast.
Wenn wir Cannabis einatmen oder einnehmen, binden die Cannabinoide an die CB1- und CB2-Rezeptoren in unserem Endocannabinoid-System. Dieses Regulierungssystem verfügt über Rezeptoren in unserem gesamten Nervensystem und den lebenswichtigen Organen. Wenn ein Cannabinoid an einen Rezeptor bindet, kann es biologische Reaktionen auslösen, wie z.B. die Verringerung von Ängsten oder die Herbeiführung psychoaktiver Effekte.
Um das komplette Spektrum der Nutzen von Cannabis ausschöpfen zu können, müssen wir alle vorhandenen Cannabinoide aktivieren, doch genauso wie sie unterschiedliche Auswirkungen auf unseren Körper haben, haben sie auch unterschiedliche Siedepunkte.
CBC (Cannabichromen)
Siedepunkt: 220°C
Obwohl es auffallende Gemeinsamkeiten mit CBD gibt, liegt der Hauptunterschied darin, dass es zehnmal so stark wie sein Cannabinoid-Cousin wirken kann. CBC stärkt die natürlichen antiviralen, antikarzinogenen und entzündungshemmenden Fähigkeiten des Körpers.
CBD (Cannabidiol)
Siedepunkt: 180°C
Das zweithäufigste Cannabinoid in der Cannabispflanze. Es ist ebenfalls sehr berühmt für seine gesundheitsfördernde Eigenschaften, denn es hilft Schmerzen, Stress und Angstzustände zu lindern und den Verdauungsvorgang zu verbessern.
CBDa (Cannabidiolsäure)
Siedepunkt: 120°C
Ähnlich wie CBD bietet Cannabidiolsäure mit seinen entzündungs- und tumorhemmenden Eigenschaften einen gewissen medizinischen Nutzen. Neuere Marihuana-Kreuzungen wurden mit einer höheren Konzentration an CBDa gezüchtet. Es ist ein natürlicher Vorläufer von CBD.
CBG (Cannabigerol)
Siedepunkt: 52°C
CBG ist wegen seines unglaublich niedrigen Siedepunkts sehr flüchtig. Wenn Du Deinen Verdampfer so einstellst, dass er andere Cannabinoide freisetzt, wird das CBG wahrscheinlich zerstört. Aber selbst bei niedrigen Temperaturen kann CBG das Knochen- und Zellwachstum stimulieren.
CBN (Cannabinol)
Siedepunkt: 185°C
CBN ist vor allem für den beruhigenden Effekt verantwortlich, den Anwender beim Vapen von Cannabis erleben. Sorten, die viel von diesem Cannabinoid enthalten, werden genutzt, um zu einem erholsamen Schlaf zu verhelfen.
THC (Tetrahydrocannabinol)
Siedepunkt: 157°C
Das meistvorkommende und bekannteste Cannabinoid in Cannabis. THC ist dafür verantwortlich, dass der Konsument high wird und ist die entscheidende Komponente für ein psychoaktives Erlebnis.
THCa
Siedepunkt: 105°C
Trotz der Namensähnlichkeit ist THCa nicht psychoaktiv so wie es bei THC der Fall ist. Stattdessen kann THCa den Appetit anregen, Schlaflosigkeit bekämpfen und die Linderung von unerwünschten Muskelkontraktionen unterstützen. Darüber hinaus ist THCa in allen THC-reichen Sorten in großen Mengen vorhanden. Es ist der natürliche Vorläufer von THC.
WAS SIND TERPENE?

Terpene sind der Baustein, aus dem Cannabis und viele andere Pflanzen ihre unverwechselbaren Aromen bekommen. Durch sorgfältige Kombinationen von Terpenen prägen sich verschiedene Gerüche und Geschmacksrichtungen aus. Abgesehen davon haben Forschungen ergeben, dass Terpene auch viele Eigenschaften haben, die unseren Körper ganz ähnlich wie Cannabinoide auf unterschiedliche Weise unterstützen.
Gemeinsam mit Cannabinoiden verbessern und verstärken Terpene die Gesamteigenschaften einer Sorte. Sorten, die viele Cannabinoide und Terpene besitzen, sorgen für stärkere Highs und haben einen größeren medizinischen Nutzen, ein Phänomen, das allgemein als “Entourage-Effekt” bezeichnet wird. Zudem sollte erwähnt werden, dass dieser Effekt auch zwischen bestimmten Cannabinoiden wie z.B. CBD auftritt, um die Wirkung von THC zu regulieren. Terpene gehen allerdings noch einen Schritt weiter.
α-PINEN
Siedepunkt: 155°C
Sofort erkennbar an seinem frischen Kieferaroma, ist α-Pinen reichlich vorhanden in Orangenschalen und Nadelbäumen. Aus medizinischer Sicht wird es als traditionelles Mittel zur Behandlung von Asthma eingesetzt.
β-CARYOPHYLLEN
Siedepunkt: 160°C
β-Caryophyllen bindet ähnlich an CB2-Rezeptoren wie CBD und bietet ähnliche entzündungshemmende, tumorhemmende und antiseptische Eigenschaften. Es ist auch verantwortlich für ein pfeffrig-würziges Aroma in Marihuana.
β-MYRCEN
Siedepunkt: 168°C
Eines der stärksten und einflussreichsten Terpene. β-Myrcen ist in Mangos, Lorbeerblättern, Zitronengras und einer Vielzahl anderer Pflanzen enthalten. Ein einzigartiges Merkmal ist die Fähigkeit, die Wirkung von THC um einiges schneller herbeizuführen.
CARYOPHYLLENOXID
Siedepunkt: 257°C
Erste Studien haben einen möglichen Zusammenhang zwischen diesem Terpen und der erhöhten Aufnahme von Cannabinoiden gezeigt, die mit CB2-Rezeptoren interagieren. Ein bekanntes Merkmal sind die antioxidativen Eigenschaften von Caryophyllenoxid.
ZITRONELLOL
Siedepunkt: 225°C
Es mag überraschen, dass Zitronellol seit Jahrhunderten als natürliches Insektenschutzmittel verwendet wird. Trotz seiner Verwendung als dieses hat es eine unglaublich geringe Toxizität für den Menschen, wenn es eingenommen wird und verfügt über starke entzündungshemmende Eigenschaften.
HUMULENE
Siedepunkt: 198°C
Humulen ist verantwortlich für die Schaffung des hopfigen Aromas in Cannabis-Sativa-Pflanzen und kann verwendet werden, um den Appetit zu dämpfen und Fressflashs in Schach zu halten.
LIMONENE
Siedepunkt: 176°C
Der Name sollte ausreichen, um die Aromen dieses Terpens erraten zu können. Ein starker Zitrusgeruch und ein bitterer Geschmack sind sichere Zeichen von Limonen. Es unterstützt ebenfalls die Aufnahme von anderen Terpenen und hilft bei der Bekämpfung von Verdauungsstörungen.
PHYTOL
Siedepunkt: 204°C
Phytol besitzt antioxidative Fähigkeiten und ist das Nebenprodukt von abgebauten Chlorophyllmolekülen.
TERPINOLEN
Siedepunkt:185°C
Terpinolen hat seinen Ursprung als traditionelles Mittel gegen Schlaflosigkeit sowie als starkes Antioxidans und antibakterielles Mittel. Terpinolen ist in Flieder, Kreuzkümmel und Oregano vorzufinden.
DIE TEMPERATURANPASSUNG IST ENTSCHEIDEND

Das richtige High für Deine Bedürfnisse zu finden ist ein natürlicher Prozess des Ausprobierens. Wenn Du Dich an die vorgegebene Einstellung Deines Verdampfers hältst, wirst Du normalerweise nicht enttäuscht; wenn Du die Temperatur allerdings änderst, kannst Du das High weiter anpassen, um die gewünschten Effekte zu bekommen. Damit Dir Zeit und Komplikationen erspart bleiben, kannst Du Dir die folgenden Hinweise zu den von uns empfohlenen Temperaturen ansehen (bitte beachte, dass sich die Wirksamkeit bei unterschiedlichen Sorten und ihren verschiedenen Wirkstoffgehalten ändert).
SCHLAFFÖRDERENDES HIGH
Siedepunkt: 220°C
Auch wenn eine der Nebenwirkungen ein ordentlicher Fressflash sein könnte, werden bei dieser Temperatur CBC und Linalool aktiviert, um einen erholsamen Schlaf zu ermöglichen.
EIN ENTSPANNENDES HIGH
Siedepunkt: 160°C
Um high zu werden, solltest Du auf jeden Fall keine niedrigere Temperatur als diese wählen. Ideal für THC, Pinen und β-Caryophyllen.
BELEBENDES HIGH
Siedepunkt: 185°C
Wenn Du Deine nächste Vape-Session benötigst, damit Du angetrieben wirst und loslegen kannst, ist diese Temperatur die richtige Wahl für Dich. Dabei werden Myrcen und Limonen aktiviert, was die THC-Absorption unterstützt. Diese Temperatur sorgt auch für ein ruhigeres Erlebnis beim Inhalieren, da sich der heiße Dampf nicht zu kratzig anfühlt.