Print und die Krise!

My current outfit, Easter 2020.

Von Andreas Weber, Head of Confidence, Frankfurt am Main, Ostern 2020 — Allen #PrintLovers gewidmet. Nicht nur in Deutschland, sondern rund um den Globus!

Zum Geleit

Kapitel 1: Prolog

Kapitel 2: Ouvertüre — Angst essen Seele auf

Kapitel 3: Richtig entscheiden. Wie geht das?

Meine Empfehlung

  1. Das A + O: Die Schulung unserer eigenen Aufmerksamkeitsfähigkeit.
  2. Wir müssen die Dinge und v. a. auch uns selbst so mögen wie sie sind. Bedingungslos.

Kapitel 4: Krisen meistern durch Achtsamkeit und kritisches Denken

Erst die Freude, dann der Schock!

Kein Tanz ums Goldene Kalb!

Fakten zur Fachmedien-Kommunikation

  1. Das Leserinteresse an den meisten Print-Fachzeitschriften hat einen historischen Tiefpunkt erreicht.
  2. Viele Titel sind verschwunden.
  3. Dank der massiven Beauftragung von PR-Agenturen und der ubiquitären Verteilung von Pressemeldungen (über eigene Websites, Presseportale, eNewsletters etc.) sind die Fachmedien quasi gleichgeschaltet.
  4. Nur solche (leider wenige) Print-Fach-Titel sind noch beliebt, vor allem bei Lesern, die einen hohen Anteil eigenrecherchierter Stories bieten.
  5. Jetzt in der Krise — wie auch schon zuvor — sind die meisten Redaktionen sprachlos. Wahrscheinlich auch deswegen, weil ihre Anzeigenkunden keine #badnews lesen wollen.

Copy&Paste als Maxime?

MyTake

Kapitel 5: Zuhören, lernen, diskutieren, neu denken und handeln

Durch die Krise entsteht die Katharsis

Das Gegenteil von GUT ist GUTGEMEINT!

  1. Achtsamkeit, Transparenz und kritisches Denken kultivieren.
  2. Plumpes Männer-/Macho-Gehabe sein lassen. Und endlich Frauen als lebenswichtig akzeptieren und nicht weiter klein halten wollen.
  3. Be.More.Human: Wir haben es nicht mit ‚der Mitarbeiterschaft‘, ‚den Kunden‘, den ‚Anlegern/Investoren‘, ‚den Lieferanten‘ usw. zu tun. Sondern immer mit Menschen und Persönlichkeiten.
  4. Beziehungsfähigkeit ausbauen, über persönliche Kontakte, Peer-Groups, bei Kontaktverbot vorzugsweise über Social Media-Plattformen.
  5. Relevante Botschaften finden, die bei Menschen ankommen (können). Stichwort: Smart Communication (siehe LektüreTipp unten!).
  6. Im Idealfall: Knowledge-Worker werden.
  7. Das Prinzip der Hermeneutik verinnerlichen. Es geht immer um die Sinnhaftigkeit unseres Handeln und Tun. Weniger für uns selbst, sondern für uns alle.

Kapitel 6: Thought-Leadership — wie funktioniert es?

Quelle: Wikipedia
  • Downloading — passiv (durch Berieselung)
  • Seeing — kognitiv (beginnt mit aktivem Zuhören)
  • Sensing — offen (durch die Empathie)
  • Es geht dabei um das Erspüren und Realisieren von Zukunftsperspektiven durch Innovation.
  • Das A + O: Die Schulung unserer eigenen Aufmerksamkeitsfähigkeit.
  • „Wir müssen die Dinge und v. a. auch uns selbst so mögen wie sie sind. Bedingungslos.“
  • „Theorie U von Otto Scharmer ist auch ein geeigneter Weg, um andere Menschen nicht länger als Objekte zu betrachten und zu behandeln, sondern ihnen von Subjekt zu Subjekt zu begegnen.“
  • Wer sich auf diesen Weg begibt, macht eine neue Erfahrung. Er erlebt zunächst sich selbst wieder als Subjekt (das sich zu öffnen und auf sein Gegenüber zuzugehen vermag). Er macht dabei aber auch die Erfahrung, dass dieses Gegenüber eigene Vorstellungen hat und eigene Ziele verfolgt, also ebenfalls ein Subjekt ist.
  • Und indem sich beide dann auf eine Begegnung in dieser jeweils eigenen Subjekthaftigkeit einlassen, machen sie dann beide die Erfahrung, dass sich aus dieser Begegnung und dem offenen Austausch etwas entwickeln kann, was keiner von beiden vorher für möglich gehalten hätte.
  • Von außen lässt sich so ein Prozess beobachten und beschreiben. Aber das Entscheidende in diesem Prozess spielt sich nicht auf dieser sichtbaren Ebene der Beziehung zwischen zwei Menschen ab. Das Entscheidende vollzieht sich dabei — von außen unsichtbar — im Inneren der beiden Personen. Sie machen beide eine neue Erfahrung, die in ihrem jeweiligen Gehirn verankert wird.
  • Wenn diese Erfahrung intensiv genug ist, verfestigt sie sich als eine neue innere Einstellung und Haltung — sich selbst gegenüber und auch dieser anderen Person gegenüber.
  • Die Herausbildung dieser anderen inneren Einstellung ist für mich das Entscheidende. Wenn sie nicht entsteht, kann jemand endlos üben, was Otto Scharmer beschreibt, er oder sie kann sich anstrengen und sich Mühe geben, so sehr es geht. Eine wirkliche Begegnung wird so nicht zustande kommen.
  • Und umgekehrt wird eine Person, der es auf irgendeine Art und Weise gelungen ist, sich selbst wieder zu mögen und die deshalb keine Angst mehr davor hat, sich gegenüber anderen zu öffnen, eine Subjekt-Subjekt-Beziehung eingehen können, ohne dazu irgendeine Anleitung zu brauchen. Sie wird andere einladen, ermutigen und inspirieren können, weil sie nicht nur sich selbst, sondern auch diese anderen Menschen mag, weil sie es spannend, bereichernd und faszinierend findet, zu entdecken, was in ihnen verborgen ist und darauf wartet, sich entfalten zu können.

MEIN FAZIT

  1. Thought Leadership ist weder Worthülse noch Modebegriff, sondern entspricht fundamentalen wissenschaftlichen Erkenntnissen, die sich um Kohärenzgefühl, Aufmerksamkeitsfähigkeit und letztlich das Wohlbefinden ranken.
  2. Thought Leadership fällt nicht vom Himmel. Sie basiert auf allem, was es möglich macht Menschen zu berühren, ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen und zu erhalten. Und führt dazu, Individuen nicht wie bis dato per Massenkommunikation und Information-Overload zum Objekt zu machen, sondern durch Smart Communication Subjekt-Subjekt-Beziehungen von Mensch zu Mensch zu pflegen.
  3. Thought-Leadership durch smarte Menschen muss sich in der jetzigen heftigen Krise durch die sinnvolle Nutzung von digitalen Kommunikations-Möglichkeiten beweisen: Vom Video-Chat bis hin zu Social-Media-Kommunikation findet per Downloading das Seeing und Sensing statt. Wunderbar.

Kapitel 7: Wir brauchen im Print eine wirksame Debattenkultur!

Andere können’s. Warum im Print kaum einer?

Debatten folgen Regeln. Und das ist gut so!

Kapitel 8: Keine Panik vor Digitalisierung

Die Lage ist ernst. Sehr ernst!

Entscheidungen brauchen Klarheit

INFO-BOX mit Lesetips als Diskussionsgrundlage:

Wer sich inspiriert fühlt, kann sich aktiv an offenen Diskussionen zu allen relevanten Themen rund um Print beteiligen:

  1. Per Online-Dialog „Over the Skype“ via INKISH.TV (auf englisch, für ein globales Fachpublikum)
  2. Per INKISH.News mit eigenen Blogbeiträgen (auf englisch und via INKISH D-A-CH auch in deutscher Sprache).

Kapitel 9: Print & Social Media — Wie funktioniert’s!

Richtig oder Falsch? — Einige Tipps

Lichtblick

Fazit

Kapitel 10: Ratschläge

  • Position überdenken — Perspektive wechseln!
  • Fundamental-Irrtümer unterlassen.
  • Sich persönlich durch aktive Social-Media-Arbeit kundig machen, um einen klaren Fokus zu finden.
  • Das Wesen moderner Kommunikation im Digitalzeitalter verinnerlichen: „Interaktion durch Konversation“ in den Mittelpunkt stellen und stringent verfolgen, um sich smart ins Gespräch zu bringen und als attraktiver Partner für Innovation und Transformation zu profilieren.
  • Nicht mehr den falschen Propheten folgen, sondern lieber eigene Wissensnetzwerke aufbauen.
  • Angesichts der Tatsache, dass sich im Zuge der Transformation der Print-Branche die bereits enorm große Komplexität noch steigert, z. B. durch Themen wie Künstliche Intelligenz, IoT, B2B Subskriptions-Modelle, Blockchain etc., sind kontinuierliche Konversationen in Netzwerken und auf Plattformen zwingend.

Kapitel 11: Anregungen

  1. Denken Sie um. Die Technologieentwicklung bringt uns nach vorne, indem sie uns zum Ursprung werthaltiger Kommunikation zurückführt.
  2. Bewerten Sie anders. Dienstleister oder Mittler in der Kommunikationsarbeit sind weniger relevant als kreative Innovationspartner mit Smart Technology-Kompetenz, um im Team ein neues Kommunikationsverständnis zu definieren und zu etablieren.
  3. Balancieren Sie neu. Technologie-Ignoranz ist genauso tödlich wie Technologie-Verliebtheit.
  4. Experimentieren Sie ungeniert. Finden Sie Wege und Möglichkeiten, um mit Ihren Kunden und Partnern einen ständigen Dialog über den Wert Ihrer Beziehungen führen zu können.
  5. Agieren Sie anders. Kommunikation mit System macht die Relevanz, Attraktivität und allgegenwärtige Präsenz gemeinsamer Inhalte zu den Schlüsselkriterien für persönlichen und wirtschaftlichen Erfolg.
  6. Netzwerken Sie richtig. Wissensarbeit profitiert vom Streben nach werthaltiger Kommunikation und Vernetzung.
  7. Philosophieren Sie mal. Descartes‘ Leitsatz, der Klarheit und Differenziertheit des Denkens zur Maxime erhob, braucht ein Update als zeitgemäße Variante, um den Wirren eines Pseudo-Pluralismus zu entrinnen. Anregung: Das Cogito ergo sum‹ (Ich denke/zweifele, also bin ich) wandelt sich in „Communico ergo sumus“ (Ich kommuniziere, also sind wir).

Kapitel 12: Addendum zur Gutenberg-Ära

Über den Autor Andreas Weber

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CEO Value Communication AG, Mainz. Germany's leading Biz Communications Analyst & Innovation Expert http://value-communication.mixxt.de/networks/legal/imprint

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