Das sind die besten Tipps für Arbeitgeber mit Trainee-Programmen 2018/2019

Trainee-Programme sichern in vielen Unternehmen den Führungskräftenachwuchs. Viele Insights rund um die internationale Ausrichtung von Trainee-Programmen, Potenzialdiagnostik und digitale Tools beim Recruiting zukünftiger Trainees sowie aktuelle Daten und Fakten gab es am 13. November 2018 beim Trainee-Summit 2018 in Holzwickede. Hier die wichtigsten Erkenntnisse:

1. Internationale Konzerne profitieren von länderübergreifenden Trainee-Programmen

Konzerne, die international agieren, benötigen unter anderem auch Führungskräftenachwuchs mit dem notwendigen internationalen Blick auf Geschäfte, Entwicklungen und Kulturen. Der weltweite Logistiker Rhenus Logistics mit Sitz in Holzwickede setzt hierzu beispielsweise auf verschiedene Trainee-Programme mit jeweils mindestens einer Station in Europa, den USA oder Asien. Damit das Modell gelingt, muss im Unternehmen ein gemeinsames Verständnis davon geschaffen werden, wie Trainees in die Arbeit eingebunden werden. Aber auch die Beantragung von Visa und Arbeitsgenehmigungen kann eine Herausforderung in der Planung sein. Doch der Aufwand lohnt sich: Nach dem Programm bieten sich den Trainees internationale Karrierepfade und sie profitieren von ihrem länderübergreifenden Wissen sowie der interkulturellen Erfahrung.

2. Trainee-Programme müssen regelmäßig überarbeitet werden

Einige Unternehmen bieten schon seit etlichen Jahren erfolgreich Trainee-Programme an. Damit das auch künftig so bleibt, sollten Arbeitgeber jedoch regelmäßig überprüfen, inwiefern sich ihre Zielgruppe und der Bewerbermarkt ändern und ggf. Anpassungen nötig sind, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Das Wirtschaftsprüfungs- und -Beratungsunternehmen EY beispielsweise, bietet schon seit rund 15 Jahren Trainee-Programme an. Durch gezielte Anpassungen an der Gestaltung der Programme, hat EY beispielsweise auf die deutlich jüngeren Bewerberinnen und Bewerber seit der Bologna-Reform reagiert — so sind die Programme heute stärker auf Ausbildung ausgerichtet, als früher. Auch den veränderten Vorlieben der Kandidatinnen und Kandidaten trägt EY Rechnung: Trainees erhalten inzwischen in der Regel unbefristete Arbeitsverträge und profitieren so von einer langfristigen Perspektive.

3. Geeignete Bewerber nicht aufgrund zu engstirniger Kriterien aussortieren

Zu wenige Praktika, zu schlechte Noten? Vielerorts sind die Bewerberzahlen rückläufig, doch die Kriterien, nach denen die Auswahl erfolgt, sind häufig streng und lassen wenig Raum für Abweichungen von der Norm. Doch potenzialdiagnostische Eignungstests können die Zahl der Fehleinstellungen und die der Fehlabsagen deutlich reduzieren. Solche Verfahren, wie sie beispielsweise bei der FDM Group angewandt werden, bewerten nicht, welche Fähigkeiten Bewerberinnen und Bewerber bereits mitbringen, sondern, über welche Potenziale sie verfügen, sich bestimmte Kenntnisse anzueignen. Neben einem Intelligenztest kommen auch teilstrukturierte Interviews zum Einsatz. Der Erfolg gibt dem System recht: Das Unternehmen spart viel Geld durch die Verfahren und die Akzeptanz bei den Kandidatinnen und Kandidaten ist hoch.

4. Digitale Tools können das Recruiting deutlich verbessern

Facebook Messenger oder Slack kennen und nutzen Sie? Dann kennen Sie vielleicht auch die Bots, die beide Programme mitbringen. Nicht jeder Bot, ist mit aufwändiger Künstlicher Intelligenz versehen. Es gibt auch einfachere, regelbasierte Bots, die Ihnen gute Dienste leisten können. Statt Bewerber aufwändige Formulare ausfüllen zu lassen, könnte zum Beispiel ein einfacher Bot im Dialog die wichtigsten Daten abfragen. Das Gute daran: Die Absprungraten sinken signifikant und im freundlichen Dialog sind Menschen sogar geneigt, mehr Information preiszugeben, als beim Ausfüllen eines Formulars.

5. Evaluieren Sie Ihr Trainee-Programm

Wissen Sie, was Ihren Trainees wichtig ist? Kommen Ihre Versprechen bei der Zielgruppe an? Ein regelmäßiger Qualitätsaudit, wie beispielswiese mit der Auszeichnung „Faires Trainee-Programm“ von Trendence, hilft Ihnen, jährlich zu erheben, wo Ihre Trainee-Programme stehen. Sie vergleichen sowohl die Perspektive der Trainees, als auch die Perspektive des Unternehmens bzw. des Programmverantwortlichen und geben Ihnen wertvolle Hinweise darauf, in welchen Punkten Ihre Programme bereits sehr gut sind oder sich noch weiter verbessern können. Vergleichen Sie sich auch mit anderen Anbietern, z. B. in der gleichen Branche oder Region.