Denk dir mal was Neues aus: 4 x Creative Talent Sourcing.

Wer heute nicht aktiv auf Bewerber zugeht, erreicht nur einen Teil des Arbeitsmarktes — und jammert dann über den Fachkräftemangel. So findest du die passenden Kandidaten.

Vom Active Sourcing zum Creative Sourcing

Active Sourcing galt lange Zeit als „Geheimwaffe“ in der Personalbeschaffung, ist mittlerweile aber im Recruiting angekommen. Auch bei den Bewerbern kommt diese Art der Ansprache — wenn sie denn professionell ist— als sehr persönlich und innovativ an. Und das ist der Punkt: Wie wird dir die ungeteilte Aufmerksamkeit der potentiellen Bewerber sicher? Allein mit einer ausgefallenen Kampagne ist es nicht getan. Wenn ausschließlich die üblichen Verdächtigen unter den Kommunikationsmedien zur Verbreitung genutzt werden, ist man am Ende doch wieder nur einer von vielen. Warum also nicht neue Pfade beschreiten und passende Bewerber dort abholen, wo sie es am wenigsten erwarten würden?

1. Crowdsourced Recruiting

Was ist das? Ideenwettbewerbe sind ein preiswertes und aufmerksamkeitsstarkes Tool, das jedoch bislang die wenigsten Unternehmen tatsächlich für ihr Recruiting nutzen. Gibt es ein Problem, das die Inhouse-Experten nicht lösen können? Externe Berater sind zu teuer? Vielleicht gibt es einen Internet-User mit entsprechender Fachexpertise, der die passende Antwort parat hat. Win-win für beide Seiten: Das Problem ist aus der Welt geschafft und ganz nebenbei wurde ein fähiger Nachwuchsmitarbeiter identifiziert.

Wie wird’s gemacht? Für die Verbreitung der Ausschreibung eignen sich entweder Social Media-Plattformen oder aber spezialisierte Crowdsourcing-Portale wie twago.de. Dort sind aber zumeist eher Freelancer unterwegs, die über solche Ausschreibungen nach neuen Aufträgen suchen. Doch was spricht dagegen, einem talentierten Freiberufler ein Job-Angebot zu unterbreiten?

2. Mitarbeiter-Empfehlungskarten

Was ist das? Das Prinzip ist denkbar einfach: Mitarbeiter — die schließlich immer und überall als Botschafter der Arbeitgebermarke auftreten — überreichen Empfehlungskarten an beeindruckende Personen, die ihnen außerhalb des Unternehmens begegnen.

Wie wird’s gemacht? Auf den Kärtchen geben die Mitarbeiter ihren eigenen Namen, Position, Abteilung sowie Kontaktdaten an. Der Adressat muss nur noch selbst seinen Namen eintragen und dieses Kärtchen seiner Bewerbung beilegen. Wird derjenige schließlich eingestellt, gibt es im besten Fall eine Belohnung für den Angestellten. Kleine Anreize wie ein Gutschein oder ein extra Urlaubstag motivieren zusätzlich, aktiv die Augen und Ohren nach talentierten potentiellen Bewerbern offen zu halten.

3. Recruiting über Non-Recruiting-Events

Was ist das? Eine Grundregel erfolgreicher (Personal)Marketing-Strategien: Kenne deine Zielgruppe! Sicher ist dir schon einmal aufgefallen, dass Bewerber oder Mitarbeiter, die besonders gut zur Unternehmensmarke passen, bestimmte Gemeinsamkeiten haben oder über bestimmte Eigenschaften verfügen. Wenn du diese Charakteristika identifizierst, kannst du zielgerichtet auf passenden Events mit potentiellen Bewerbern ins Gespräch kommen. Ein Vorteil gegenüber klassischen Karrieremessen: Niemand macht dir das Feld streitig.

Wie wird’s gemacht? Deine Arbeitgebermarke zeichnet sich durch Werte wie Selbstbewusstsein und Risikobereitschaft aus — vielleicht findest du den perfekten Mitarbeiter auf einem Poker-Turnier? Oder aber du suchst auf Sportveranstaltungen von Amateur-Mannschaften nach einem Mitarbeiter mit besonders ausgeprägten Teamgeist.

4. Active Sourcing über Fachforen

Was ist das? Gerade im MINT-Bereich sind Fachkräfte mit Spezialwissen selten und begehrt. Die Besetzung von Stellen in dieser Sektion ist stets eine Herausforderung. Fachspezifische Foren sind für das Recruiting von IT-Spezialisten daher ideal.

Wie wird’s gemacht? Stelle Mitarbeiter aus den entsprechenden Fachabteilungen hin und wieder frei, um in themenspezifischen Foren über neuste Trends und Fragestellungen zu berichten. Gibt es User, die immer wieder durch herausragende Kommentare oder eigene Beiträge auffallen? Dann sprich diese aktiv an!

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