Du suchst Azubis? Dann sei schnell, digital und sprich mit ihren Eltern!

Von Snapchat hast du keine Ahnung und mit Jugendsprache hat dein Unternehmen nichts am Hut? Macht nichts, denn darauf kommt es den angehenden Azubis nicht an.

Das GenZ-Barometer von Absolventa und Trendence hat untersucht, worauf angehende Azubis bei Stellenanzeigen achten und welche Faktoren sie bei der Berufswahl beeinflussen. Hier die Top-Ergebnisse:

1. Seid digital – 87 Prozent der Schüler suchen über Google nach Ausbildungen. 63 Prozent besuchen auch Karrierewebsites und 62 Prozent schauen bei Job-Börsen nach geeigneten Anzeigen und Informationen. Zeit für Dein Unternehmen, noch einmal zu checken, ob eure Informationen im Netz für die Zielgruppe passen, gut auffindbar und leicht verständlich sind.

2. Top-Influencer in Sachen Beruf sind für Schüler immer noch Mama und Papa. In der jungen Zielgruppe spielen die Eltern bei der Berufswahl eine wichtige Rolle: 71 Prozent der Schüler beraten sich mit ihren Eltern, weitere 55 Prozent sprechen mit Bekannten und Freunden.

3. Wenn es um Stellenanzeigen geht, brauchen Schüler vor allem Orientierung – ein prominenter Titel, klare Anforderungen und eine genaue Beschreibung des Berufs sind der Zielgruppe wichtig. Wichtig sind außerdem Unternehmensinformationen und Infos dazu, wie der Bewerbungsprozess in deinem Unternehmen abläuft. Auf Werbevideos und Co. haben die Schüler allerdings zu 90 Prozent keine Lust.

4. Lasst euch nicht ewig Zeit! Nach einem Bewerbungsgespräch wollen 90 Prozent der Kandidaten innerhalb von ein bis zwei Wochen wissen, ob Sie an Bord sind, oder nicht.

Ergebnisse des GenZ-Barometers 1/2017 von Absolventa und Trendence

Diese und weitere spannende Ergebnisse der Studie wurden im Rahmen des Recruiting Forums am 10. Mai 2017 in Berlin vorgestellt. Doch die Themen des Tages regten Ausbildungsverantwortliche noch in weiteren Punkten zum Hinterfragen ihrer Arbeit an:

Wie messbar ist Euer Recruiting?

Tim Verhoeven, Leiter Recruiting bei BearingPoint, gab einen Impuls in Bezug auf Stellenanzeigen: Um genau zu verstehen, woher Bewerber kommen und ob es eine Korrelation mit bestimmten Studienabschlüssen sowie Hochschulen gibt, ist zielgerichtetes Tracking im Bewerbungsprozess nötig. Produkte wie Recruiting Analytics lesen dazu neben Google Analytics auch alle weiteren verfügbaren Daten von Touchpoints im Recruiting-Prozess aus und bereiten diese in Dashboards und PowerPoints auf. Das erhöht die Effizienz des Recruitings.

Recruiting Forum 2017 im FORUM Factory, Berlin

Könnt ihr den Bewerbungsprozess vereinfachen?

Wie lässt sich der Bewerbungsprozess so einfach wie möglich gestalten? Eine Frage, die sich Shahriar Kamali, Manager Digital Recruiting Strategy bei Accenture, stellte. Mit dem Ansatz „It’s all about you“ führten er und sein Team die One-Click-Application als Pilotprojekt ein und versprachen jedem Bewerber Feedback innerhalb von 48 Stunden — und das mit Erfolg. Dieser praktische, einfache und noch immer einzigartige Ansatz zeigte, dass Candidate Experience und Personalisierung großartig zusammen funktionieren.

Wie steht es um euer Employer Branding?

Im Abschlussvortrag erklärte Oliver Burauen, Managing Director & Co-Owner bei grapevine marketing GmbH, wie Employer-Branding-Maßnahmen auch kurzfristig Erfolg im Recruiting bringen können. Dabei sind vor allem drei Hebel wichtig: Targeting, Content und Context.

Nach dem geballten Input ließen Speaker und Gäste das Recruiting Forum von Absolventa und trendence mit Barbecue, Musik und verdienten Drinks ausklingen.

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