Headhunting vs. Personalvermittlung — Was passt für deine Personalsuche?

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Headhunter und einer Personalvermittlung? Hier die wichtigsten Fakten, damit du weißt, welcher Dienstleister besser zu dir passt.

Wer sucht wen?

Headhunter oder Personalberater vermitteln Führungs- und hochqualifizierte Fachkräfte. Oft interessieren sie sich aber auch für Young Professionals, denen eine vielversprechende Karriere bevorsteht.

Die Personalvermittlung ist dagegen breiter aufgestellt. Dahinter können zum Beispiel Zeitarbeitsfirmen stecken, die Mitarbeiter in allen möglichen Berufen und Karrierestufen vermitteln — vom Lageristen bis zum Ingenieur als Projektleiter.

Wie arbeitet wer?

Der Headhunter gleicht die Anforderungen der zu besetzenden Stelle mit den Stärken und Potenzialen des Kandidaten ab und identifiziert die Bewerber, die am besten ins Unternehmen passen. Das müssen nicht immer die fachlich geeignetsten Personen sein, denn in erster Linie muss die Chemie zwischen Kandidat und Unternehmen stimmen. Nachdem ein passender Arbeitnehmer gefunden wurde, wird er aktiv angesprochen und von einem Jobwechsel überzeugt.

Die Personalvermittlung stützt ihre Arbeit auf eine meist selbst aufgebaute Bewerberdatenbank, in der sie anhand der Stellenbeschreibung des Auftraggebers nach passenden Kandidaten sucht. Zudem schaltet sie für die Kunden Stellenanzeigen in verschiedenen Print- und Online-Medien. Einige Personalvermittler legen dem Auftraggeber lediglich passende Lebensläufe auf den Tisch, andere wiederum managen den kompletten Bewerbungsprozess, sodass am Ende nur noch der Vertrag zwischen Arbeitgeber und neuem Mitarbeiter unterschrieben wird.

Was kostet wer?

Der Headhunter erhält unabhängig von der erfolgreichen Besetzung für seinen Aufwand einen Teil oder das gesamte Honorar. In der Regel mindestens ein Drittel des Bruttojahresgehalts, das der gewünschte Mitarbeiter im Zielunternehmen verdienen soll.

Personalvermittler erhalten oft nur bei einer erfolgreichen Besetzung der Position eine Provision, die im Regelfall etwa 20 bis 30 Prozent des ersten Jahresgehaltes beträgt, das der Vermittelte im neuen Job erhält.

Und jetzt?

Grundsätzlich solltest du nicht allein auf den Preis der Dienstleistung achten. Je höher die offene Stelle angesiedelt ist, umso mehr sollte deren optimale Besetzung wert sein. Zudem ist ein ständiger Austausch zwischen dir und dem Dienstleister während des Prozesses ratsam. Nur so sind am Ende alle Parteien mit dem Recruiting-Geschäft zufrieden.