Personalplanung und -beschaffung mal anders: So sieht 2018 gutes Recruiting aus!

Welche sind die üblichen Vorgehensweisen, um den potenziellen Mitarbeiter so richtig unter die Lupe zu nehmen? Mit welchen Techniken bist du 2018 erfolgreich und findest die richtigen Talente?

Was kommt?

E-Assessment: 
Das E-Assessment löst das übliche Assessment-Center und Einstellungstests ab und spart dir vor allem Zeit. So kannst du schnell und effektiv unqualifizierte Bewerber herausfiltern. Die Kandidaten müssen vor dem üblichen Bewerbungsprozess online Aufgaben und Fragen lösen, die ihr Kompetenz- und Qualifikationsprofil darstellen. So findest du die Talente, die am besten auf die Stelle passen.

Recruitainment: 
Ziel von Recruitainment z. B. innerhalb eines Online-Assessments ist, dass die Kandidaten bei aller Anspannung, die eine Testsituation typischerweise mit sich bringt, trotzdem etwas über das Unternehmen und die Anforderungen erfahren und letztlich sogar Spaß dabei haben. Dabei handelt es sich aber nicht um Spiele, bei denen aus dem Spielverhalten des Nutzers eignungsdiagnostische Schlüsse gezogen werden.

Branded Content:

Beispiel für Branded Content bei Absolventa

Branded Content kann auf vielfältige Weise generiert werden: Es können Infografiken, Minispiele, Zeitschriften, Diashows oder auch informative Videos und Texte im Internet gebrandet werden. Dabei handelt es sich nicht um klassische Werbung, sondern ein Unternehmen sponsort ein Thema. Die Redaktionshoheit hat dabei das Medium, in dem der Inhalt publiziert wird. Die Botschaft des Unternehmens passt sich diesem Umfeld entsprechend an und so erreicht dein Unternehmen die passende Zielgruppe.

Recruiting-Videos: 
Das sind keine Hochglanz-Imagevideos, sondern das Unternhemen steht als Arbeitgeber im Vordergrund. Dabei ist ein authentischer Einblick in die Arbeitswelt besonders wichtig. Dies klappt am besten, wenn Mitarbeiter und Vorgesetzte exemplarisch zu Wort kommen, also als Testimonials dienen und wichtige Gründe für eine Bewerbung darstellen. So kann jeder potenzielle Bewerber beim Anschauen des Films entscheiden, ob das Unternehmen zu seinen individuellen Bedürfnissen passt oder nicht. Dadurch wird das Matching erhöht, was letztendlich das Ziel von Recruiting-Videos ist.

Gamification: 
Mit den richtigen IT-Experten an der Hand kann man auch interessante Recruiting-Spiele programmieren, um den Kandidaten die Anforderungen der ausgeschriebenen Stelle näher zu bringen und, um effektives Arbeitgebermarketing zu machen. Die Hotelkette Marriott International Inc. hatte z. B. ein Facebook-Spiel in der Art von Farmville und Die Sims entwickelt, in dem man sich mit dem Verantwortungsbereich eines Küchenmanagers vertraut machen konnte. Der nächste Schritt der Gamification des Recruitment-Prozesses wird die Integration solcher Spiele auf anderen Plattformen wie Jobbörsen sein.

Was bleibt?

Stellenanzeigen: 
Wenn man weiß, wo man die Zielgruppe mit seiner Stellenanzeige erreicht und die richtigen Portale wählt, ist der erste Schritt schon getan. Spezial- oder Nischenjobbörsen bieten dir eine eingegrenzte Zielgruppe und mehr fachspezifische Bewerber. Auf einer Plattform wie Trainee-Geflüster wird deine Stellenanzeige vielleicht weniger Klicks als bei dem Generalisten erzielen, dafür aber eher zu Vertragsabschlüssen führen.

Mit Stellenanzeigen auf Spezial-Jobbörsen verringerst du Streuverluste und sparst Recruitingaufwand und -kosten.

Bewerbermanagement-Systeme:
Natürlich freut man sich immer über eine hohe Bewerberquote, allerdings birgt ein hohes Bewerberaufkommen auch einen erhöhten Arbeitsaufwand für den Recruiter. Bewerbermanagement-Systeme reduzieren diesen durch Prozessvereinfachungen und verwalten ganz effizient alle Bewerberkontakte. So gehen keine Daten verloren und du kannst den ganzen Prozess des Recruitingmanagements optimieren. Dabei muss die hauseigene IT nicht zwangsläufig aktiv werden: Hast du die passende Software gefunden, sparst du dir den Eigenbau. Dabei rentiert sich die Investition langfristig.

Social Media-Recruiting: 
Bei der Bewerbersuche über die sozialen Netzwerke wie Facebook, Twitter, Instagram, YouTube und Co. wird die Streukraft der Plattform genutzt, um Kandidaten zielgerichtet anzusprechen. Besonders ist hier der direkte Kontakt zum Bewerber und die wechselseitige Interaktion zum Thema Jobangebote im eher privat genutzten Bereich. Via (Re-)Targeting erreichen deine Kampagnen genau die richtigen Kandidaten.

Was geht?

Recruiting-Events: 
Lockt viele Bewerber an und kann gut geplant und durchgeführt eine clevere Idee sein, um mal anders auf sich als Unternehmen aufmerksam zu machen. Ein einfaches Gespräch in den zukünftigen Unternehmensräumen holt den Bewerber am Ende allerdings mehr ab und kostet deutlich weniger.

Chatbots:
Virtuelle Online-Berater, die z. B. aus einer klassischen FAQ-Liste Fragen in einem Dialogfenster beantworten, können auch im Personalmarketing eingesetzt werden. Nach und nach schaffen es die Experten, sogar die Antworten immer weiter zu personalisieren, aber genau das ist die Krux — damit wird man als Personaler überflüssig, und wer möchte das schon gern?

Und noch ein Tipp zum Schluss

Um über die neuesten Trends im Personalrecruitment auf dem Laufenden zu bleiben, kannst du einmal im Jahr die CYQUEST — eine Fachtagung zu den Themen Employer Branding und Personalbeschaffung — besuchen. Oder du tauschst dich auf zielgruppenspezifischen Events wie dem Tag der Praktikanten oder dem Trainee Think Tank mit anderen Personalern aus.

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